Kundenrezension

86 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dead But Rising..., 9. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Outlaw Gentlemen & Shady Ladies (Audio CD)
William Frederick Cody war ein Star des sogenannten wilden Westens, der noch zu Lebzeiten unter dem Namen "Buffalo Bill" zur Legende wurde. Um aus seiner Pupolarität Kapital zu schlagen, tingelte er daher irgendwann mit seiner Westernshow durchs Land, um dem normalen Bürger das aufregende Abenteurerleben mit anderen Wild-West-Promis wie Sitting Bull oder "Wild" Bill Hickock in den nachgestellten und romantisierten Wild-West-Klischees seiner Zirkusshow zu präsentieren.

In Col. Universals "Outlaw Gentlemen & Shady Ladies"-Show erleben wir nun die Rock-Legende "Wild" Ghoul Volbeat, die uns ihre einzigartige Mischung aus klassischem Rock'n'Roll und treibendem Metal in ergreifenden Rockhymnen, echt ergreifenden Metalsongs und total ergreifenden Balladen erlebbar macht.
Leider stellen wir aber fest, dass auch hier nur eine Show zelebriert wird, die den abenteuerlichen Rockabilly nur als Kulisse benutzt und leidlich versucht, eine banale Performance unter Zuhilfenahme von Volbeats charakteristischen Stilmitteln zu einem nachgestellten Rock-Erlebnis aufzublasen. So wie in Colonel W.F. Codys Wild West Show, erlebt man auf Volbeats neuer Scheibe, wie echte Protagonisten ihre alten Heldentaten nachstellen. Mit echtem Rockabilly hat dies aber nun leider gar nichts mehr zu tun. Stattdessen wurde die Show auf ein Publikum zurechtgeschnitten, dass zwar mit dem Sound, der Härte und den Songs der Gangsterrocker unterhalten werden möchte, aber damit dann doch nicht zu sehr aufgeregt werden darf. Volbeat spielen sich quasi selbst in einer Darbietung, die eine gefahrlose Verzerrung ihres tatsächlichen Schaffens darstellt.

Das Hauptproblem das Senkrechtstarter wie Volbeat haben, ist, dass sobald sie erfolgreich mit ihrer Musik geworden sind, ihre Alben nicht mehr für die Fans gemacht werden. Auf den Live-Shows mögen sie zwar noch immer ihre größten Hits singen, Gigs sollen schließlich unterhalten und das Publikum begeistern. Aber Alben werden von Produzenten gemacht, und die Scheiben sollen sich nunmal verkaufen und Geld bringen. Warum sollte man also ein Album produzieren für Hörer, die bereits Fans sind? Die kaufen die Scheibe ja sowieso. Man muss die große Masse erreichen, die noch zu den Volbeat-Fans gehören wollen, mit echtem Rock aber lieber nicht belästigt werden wollen. Also schleift man alle Ecken und Kanten ab, stülpt ordentlich Plüsch und Watte drumrum und schon können auch die Kleinsten sich am Kuschel-Volbeat erfreuen. Dass die tollen neuen Stars auch mal echte Rockmusik gespielt haben, kann dabei ruhig in Vergessenheit geraten. Das legendäre Volbeat wie wir es kannten und schätzten ist traurigerweise tot und in der Mainstreamhölle wiederauferstanden: "Dead but Rising" kann ich da nur sagen...

FAZIT: Auch wenn die Show vielversprechend beginnt, schnell macht sich Langeweile breit. Kid Poulsen und seine Gang bieten hier nur eine lust- und seelenlose Interpretation ihres eigentlichen Könnens. Da dieser Ausbund an ewig gleich klingenden Mid-Tempo Hymnen aber auch keine Gelegenheit bieten kann, mal die Sau rauszulassen und den Hörer mit zu reißen, versucht die Volbeat-Bande es ohrenscheinlich erst gar nicht. Die gesetzlosen Herren und die zwielichtigen Damen scheinen eine emotionslos runtergespielte Pflichtarbeit zu sein, dem der Mantel des Schweigens wesentlich besser gestanden hätte als das Cape of our Heroes.
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Kommentare

Von 3 Kunden verfolgt

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1-10 von 19 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.04.2013 14:17:57 GMT+02:00
FalkF007 meint:
Absolut genau getroffen. Stimme dieser Rezension zu 100% überein. Wenn man sich im Internet mal die Bewertungen ansieht, wird man feststellen, dass vorallem Frauen dem Album eine gute Bewertung geben. Kuschelrock halt. Ich werde bei den vorherigen Album bleiben, welche um Welten besser waren. Vielen Dank für die tolle Rezension, ich hoffe jemand von den Volbeat-Jungs interessiert sich für solche Meinungen.

Veröffentlicht am 09.04.2013 17:23:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.04.2013 19:45:43 GMT+02:00
Metalhead meint:
Sehr unterhaltsam geschrieben aber inhaltlich maßlos übertrieben. Die Scheibe enthält keinesfalls nur kuschelige Midtempo-Hymnen sondern auch härtere Songs wie "Room 24", "Black Bard", "The Hangmans Bodycount" und "Doc Holiday". Tatsächlich ist das Album sehr vielseitig. Aber diese Tatsache passt halt nicht so gut zu der Grundidee Ihrer Rezension, deshalb verschweigen Sie sie lieber, stimmts? Klarer Fall von "nicht hilfreich".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2013 07:54:17 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.04.2013 07:54:39 GMT+02:00
Dingo meint:
Kuschlig!
Näh!
Doch!
Voll nicht!
Wohl!
...
Das kann man jedes Mal ewig so weiter treiben. Wenn man Rezis, die andere Meinungen vertreten, eben nicht lesen möchte, dann muss man sich halt an die zahlreichen gefälligen Bewertungen halten. Als (ehemaliger) langjähriger Fan hat man aber nun einmal einen anderen Anspruch an die Band. Und der ist hier mindestens sechs Fuß tief unterschritten.
Ich rechne ja damit, dass Volbeat nun gute Chancen auf einen Platz im nächsten High School Musical hat, aber das verschweige ich wohl lieber, stimmts?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2013 23:36:21 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.04.2013 01:11:19 GMT+02:00
Metalhead meint:
und wenn man berechtigte Kritik an seinen Rezensionen nicht vertragen kann, sollte man solche nicht veröffentlichen :) Aber es ist natürlich immer einfacher herumzupöbeln als auf fundierte Argumente einzugehen, stimmts?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.04.2013 08:08:53 GMT+02:00
Dingo meint:
Haha, immer das selbe!
Gegen berechtigte Kritik habe ich ja nix, davon vergebe ich selber mehr als genug. Aber eine Verdrehung der Tatsachen kann ich so als letztes Wort nicht einfach so stehen lassen. Und die einzig wirklich fundierten Argumente sehe ich hier weiterhin ausschließlich von meiner Seite.
Ja, mir tut es auch leid, dass aus Volbeat eine Mädchenband geworden ist. Trotzdem sollte man so fair sein und den noch ahnungslosen Käufern zumindest eine Warnung zugestehen, auch wenn sie die eigenen Bemühungen untergräbt, sich zwanghaft einreden zu wollen, diese Scheibe käme tatsächlich auch nur in die Nähe der alten Werke. Ich versteh das, ich habs während der ersten drei Durchläufe selber noch versucht und bin kläglich gescheitert. So ein Machwerk kann nicht mal ich mir schönlügen.
Aber Musik ist eben eine Religion und da ist Glaube wichtiger als das Wissen. Wer tatsächlich glauben kann, dass dieses Album rockt, den beneide ich darum.

So und um des lieben Freidens Willen versuche ich mal auf diese angeblich so fundierten argumente einzugehen:
Ein paar Drums im Intro machen noch lange keinen harten Song. Auch "Bodycount", "Holiday" und "Black Bard" enden schnell in unmotiviertem "Tralala", nervigen "Oohh-Ohh-Ohh"s und einem lahmen Rythmus, der für goldene Hochzeiten angebracht wäre. Zugegeben, "Room24" kann als einziger Track seine Härte über längere Strecken halten, daher hat man diesen Alibi-Song nach dem desaströsen "Cape" ja auch als gratisdownloadim Vorfeld angeboten, um die Fans nach der ersten Single nicht gleich völlig zu verschrecken. Aber ich finde den Song als ziemlich anstrengend und langatmig und genauso wenig hörenswert wie den Rest der Scheibe.
Ich bleibe dabei, Volbeat sollten sich schämen für dieses Album und da stehe ich zu 100% hinter. Und nun darf wieder gepöbelt werden...

Veröffentlicht am 11.04.2013 10:55:23 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 02.05.2013 15:57:21 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.04.2013 11:07:49 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 02.05.2013 15:57:22 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 15.04.2013 16:25:41 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 15.04.2013 17:30:09 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 22.04.2013 09:17:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.04.2013 09:19:08 GMT+02:00
Peer meint:
Volbeat hatten mal richtig viel Seele in Ihren Songs. Das Sie heute eher den Massengeschmack bediehnen, zeigt das neue Album in voller Pracht. Warum eine sachlich gute Kritiken darüber gleich den Volkszorn der ach so toleranten Metalgemeinschaft auf den Plan ruft finde seltsam. Seelenlose Massenprodukte sind doch eigentlich nix für den echten Metaller, oder?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.04.2013 01:28:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.04.2013 01:34:21 GMT+02:00
Metalhead meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]
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