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Kundenrezension

29 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wohlfühlkino zum unwohl fühlen, 7. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: 12 Years a Slave (DVD)
Es ist an der Zeit eine heilige Kuh zu schlachten. Dass die Kuh in diesem Fall "12 Years a Slave" heißt ändert leider nichts daran, dass auch durchaus große Themen, bedeutungsschwer und von dringlichster Wichtigkeit, ein Recht auf Verriss haben (sollten). Das eigentliche Problem des Films ist dabei gar nicht mal so leicht zu erkennen, es in Worte zu fassen noch viel weniger. Aber irgendwie wollten die - durchaus gut gemeinten - 130 Minuten niemals den Effekt in mir auslösen, wie scheinbar beabsichtigt: Betroffenheit. Doch, warum eigentlich nicht?

Um diese Frage zu beantworten, muss eine ganz naive gestellt werden: was wäre, wenn...? Ja was wäre denn, wenn "12 Years a Slave" nicht auf einer wahren Begebenheit beruht? Hätten wir es dann nicht mit herkömmlichen Hollywood-Kino zu tun, wie zu erwarten war? Irgendwie verlässt man ja doch beruhigt die Vorstellung, wenn man sich gerade einen Film aus bequem distanzierter Sicht angesehen hat und es ja alles nochmal "gut gegangen ist". Unter diesen Aspekten tritt die Sklaverei auch nur am Rande auf. Sie manifestiert sich nicht im Leid und der Errettung des Solomon Northup, sondern in der unsäglichen Gräuel, die an seinen stereotypen Landsmännern und -Frauen ausgeübt wird. So gesehen ist "12 Years a Slave" ein einziges Plädoyer für die Freiheit. Die Frage ist nur, wessen Freiheit? Denken wir an Hollywoods "Du kannst alles schaffen, wenn du nur fest daran glaubst"-Mentalität und schlagartig steht der Film in einem merkwürdigen Licht dar. Nicht obwohl, sondern WEIL er aus Hollywood kommt. Mehr oder gar ein "unversöhnlicheres" Narrativ hat man seinem Publikum wohl nicht zugetraut.

"12 Years a Slave" ist erschreckend braves (Nach-)Erzählkino, um auf einer erzkonservativen Veranstaltung erzkonservativen Mitgliedern ihre erzkonservativen Sichtweisen zu bestätigen. Steve McQueen behandelt den Zuschauer so, wie ein Doktor, der ein kleines Kind schonend darauf einstellt, dass es gleich einmal pieksen könnte. Tatkräftige Unterstützung liefert dabei Hans Zimmer, der mit seinem Soundtrack einen gewagten Spagat zwischen selten geschmacklos und vollkommen deplatziert beisteuert. Vielen Dank auch, uns wäre sicher kaum aufgefallen, wann denn nun die Tränen kullern sollten. Effekte suggerieren Affekte, um einem ohnehin schon überforderten Publikum das Denken und Fühlen abzunehmen. "12 Years a Slave" ist idiotensicher, wenig fordernd und unter dem Tarnmantel einer wahren Begebenheit unglaublich zumutbar.

Vielleicht war es da auch nur konsequent, dass mal wieder kein geringerer als Zugpferd Brad Pitt die Welt retten durfte. Oder hat hier irgendwer einen kanadischen Zimmermann vor Augen gehabt?
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1-10 von 36 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 08.02.2014 00:57:35 GMT+01:00
le44442244 meint:
ich würde es nicht so streng sehen. es ist eine Buchverfilung. an die hält sich Mc Queen. und ja es ist konservatives Erzählkino. und ich denke, das ist ganz bewußt so gewählt. eine andere Form wäre hier unpassend gewesen. und nein: es ist nicht die Mentalität: " Du kannst alles schaffen". Man sieht ja, wie er Hilfe braucht, um aus dieser verzwickten Lage herauszukommen. und für die anderen geht das Martyrium ja weiter. Ihre Einlassung ist deshalb auch dahingehend unbegründet.

und na ja, über die Musik von Hans Zimmer, na ja, da bin ich gegenteiliger Ansicht. es scheint aber bei Cineasten langsam in Mode zu kommen, Hans Zimmer bei jedweder Gelegenheit runterzubuttern. Das ist schade. Der Score ist sehr gut...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.02.2014 07:30:18 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.02.2014 19:25:43 GMT+01:00
Also in 2 Dingen geb ich Sam recht: Die Musik Hanns Zimmers mag zu Hollywood passen, aber nicht zu diesem Film, und wirkt tatsächlich seltsam deplaziert. Ebenso fehl am Platz in "12 years of slave" ist definitiv Brad Pitt, dem man seine Rolle, als einzigster im Film, zu keiner Zeit abnimmt, und dessen Part völlig aufgesetzt wirkt.
In allem anderen aber, kann ich dir leider nicht folgen, und es wundert mich doch sehr bei dir, das du, wie auch die meisten anderen Kritiker des Films, dich an einer Tatsache störst, bei der die meisten Cineasten eigentlich Freudensprünge machen müßten.
Was macht McQueen eigentlich mit seiner Art der Inszinierung ? Er stößt der Hollywood-Quatschweisheit das Freiheit immer die Freiheit des einzelnen großartigen Ausnahmenmenschen ist, der ganz allein allen Konventionen die Stirn bietet, damit eigentlich nur mächtig vor den Kopf. Und das macht er absolut klug und eindrucksvoll.
Ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob du verstanden hast, das McQueen bewußt seine "wahre Geschichte" ( faule Drehbuchautoren reden sich damit übrigens immer raus), so gegen den Strich bürstet, das sie auch dann Sinn ergibt, wenn man die Story zerstört
Es gibt hier keine Guten und Bösen, keine Charakterentwicklung, überhaupt keine Entwicklung und Bewegung, und das ist auch ehrlich gesagt nur gut so, weil damit der ganze Film auf die einzig richtig und logische Erkenntnis hinausläuft, auf die ich gleich noch kommen will.
Du hast ja auch so schön das Wort Freiheit in den Mund genommen, und eigentlich auch was richtiges gesagt, nur falsch interpretiert. "12 years of slave" ist tatsächlich ein Film über die Freiheit, und nicht über die Sklaverei. Nur so wie McQueen das Wort Freiheit eben interpretiert, das hast du leider nicht erkannt, und deshalb vermutlich auch diese negative Meinung, erhält der Film, ähnlich wie "Schindlers Liste" eine derartige Bedeutung und Größe. Mc Queens Erkenntnis läuft nämlich darauf hinaus, das Freiheit niemals das Privileg eines Einzelnen sein kann ( weil das käme ja Bedeutungslosigkeit gleich), sondern nur als Freiheit aller Unterdrückten und Geknechteten. Deswegen ist auch der Schluß die eigentliche Tragödie, weil nur einer gerettet wird, aber viele (Patsy,...) verdammt bleiben.
Sorry Sam, aber ein bischen mehr Weitsicht hätte ich von dir schon erwartet, 2 Sterne für so einen wichtigen Film gehen gar nicht, aber zu deiner Ehrenrettung kann ich sagen, das auch viele andere diesen Film miß- oder gar nicht verstanden haben.

Beste Grüße

P.S. Das gerade dieser Sklave, namens Solomon, gerettet wird, ist übrigens purer Zufall

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.02.2014 12:52:08 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.02.2014 22:02:40 GMT+01:00
le44442244 meint:
Ganz genau darum geht es. Das ist letztlich das, was den Film auch so bedeutsam macht. Der Blick zurück. Die Unterdrückten, die weiterhin unterdrückt, ausgebeutet und um ihr Leben bangen müssen. Denn nichts ist gut, nachdem Solomon aus der Gefangenschaft befreit ist. Der Zuschauer weiß es , Solomon weiß es, die Unterdrückten wissen es...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.02.2014 22:05:31 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.02.2014 22:44:49 GMT+01:00
Saint Sam meint:
@ le
Ich finde den Score doch auch wunderbar. In Blockbustern wie "Inception" z.B, wo er auch hingehört. ;-)

@ Kollege Deubel

>>...aber zu deiner Ehrenrettung kann ich sagen, das auch viele andere diesen Film miß- oder gar nicht verstanden haben.<<

Tja, Steffen. Zu Deiner Ehrenrettung kann ich leider gar nichts sagen, denn "Dein" Kommentar offenbart so ziemlich genau das Problem des Films: er versteckt sich im braven (in Deinem Fall sogar: im dreisten) Nachbuchstabieren einer originalen Vorlage, um es allen recht zu machen. ;-)

allerbeste Grüße zurück,

Sam

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.02.2014 22:46:29 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.02.2014 23:00:58 GMT+01:00
Tja Sam, leider stammt die orginale Vorlage auch von mir ( diese Meinung kannst übrigens in mehreren Foren recherchieren), und ich denke wohl eher das du derjenige bist, der den Film nur schlecht reden will, weil es ja Mode geworden ist, und man dadurch Aufmerksamkeit bekommt, vorallem bei einem Film, der gar als Oscargewinner gehandelt wird. Das empfindest du wahrscheinlich als große Leistung, bei einem überall gefeierten Film, die vermeindliche Schwäche auf Biegen und Brechen zu finden. Aber das machst du ja, bei so gut wie jedem Film, ich denke du wärst sogar in der Lage aus dem "Paten" etwas durchschnittliches zu machen.
Nur machs nicht so auffällig, sondern schwimm einfach auch mal mit der Masse, wenn es nötig ist, oder hast du es wirklich so nötig, immer auf Aufmerksamkeit aus zu sein. Dein Hineininterpretieren und krampfhaftes Suchen nach Fehlern bei Dingen, die ein Regisseur genauso geplant und gewollt hat, das nervt mit der Zeit. Eigentlich denke ich, das du so clever bist, und auch so viel Filmverstand hast, das du sehen kannst, was wirklich cineastisch hochwertig ist, und was eben nicht. Und bei 2 Sternen muß ich halt die Vermutung haben, das du bewußt mit deiner Rezension, obwohl du schon um die Größe dieses Films dir bewußt bist, einfach nur polarisieren willst, und Aufmerksamkeit erwecken, sogar um den Preis, seine Vernunft dabei zu unterdrücken.
Aber Sam wäre ja nicht Sam, wenn er nicht gegen die Masse schwimmt !

Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.02.2014 01:12:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.02.2014 01:14:14 GMT+01:00
Saint Sam meint:
Ach Steffen... ich weiß gar nicht, warum Du Dich so aufregst - ich bin Dir wegen Deinen positiven Bewertungen zu "White House Down" oder zu "John Carter" doch auch nicht böse. ;-)

Dein liebster Meckerfritze,

Sam

PS: Wenn Du der Autor "nasenschleuder" auf MP bist, dann bin ich aber der Kaiser von China! ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.02.2014 12:22:09 GMT+01:00
L.E. Achim meint:
Ich find Saint Sams Rezension gut, offen und ehrlich geschrieben, vor allem mit einem amüsanten Schuss Ironie - wie all seine Rezensionen.
Aber Ihre "Verbesserungsbemühungen" bei Filmmeinungen, die der Ihren widersprechen - also "das nervt mit der Zeit.

Veröffentlicht am 09.02.2014 18:25:37 GMT+01:00
Nico Schmitz meint:
Ich stimme ihnen in allen Punkten absolut zu. Es war wirklich so: Man merkte viel zu oft, was genau der Film wann und wie bei einem erzielen wollte (Trauer , Freude, etc...) und deshalb nahm es ihm so sehr die Ernsthaftigkeit...
Sehr gute Rezension, absolut hilfreich :)

Veröffentlicht am 15.02.2014 21:30:50 GMT+01:00
Gorgonzola meint:
Danke Sam,
ich hatte schon immer ein schlechtes Gewissen, dass mir genau diese Sorte Film so gar nicht gefallen will, obwohl man ja quasi moralisch zur Sympathie verpflichtet ist.
Aber genau da ist ja der Haken: Der Zuschauer wird intellektuell und emotional in eine sehr enge Form gepresst, und die drückt eben.
Zur Zumutbarkeit möchte ich noch erwähnen, dass nicht nur eine wahre Begebenheit, sondern schon allein der Umstand, dass Jahrhunderte zurückliegende Geschichte verfilmt wird, ein weiteres Zeugnis von Hollywoods Rückgratlosigkeit darstellt. De facto gab es noch nie so viel Sklaverei und Ausbeutertum wie HEUTE, aber wir können sicherlich lange darauf warten, dass die Traumfabrik, deren halbes Inventar MADE IN CHINA ist, ernsthaft kontroverse Themen angeht.

Hollywoodsche Freiheitsepen in Zukunft lächelnd links liegen lassend,

Gorgonzola

PS: Zur Ehrenrettung des Films sei gesagt, dass ich mich in der Schule sehr darüber gefreut hätte, einen solche Beitrag zu sehen, anstatt unentwegt staubtrockene Geschichtsdaten widerzukäuen, die ich dann auch gleich nach der Klassenarbeit gepflegt vergessen habe.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.02.2014 17:32:10 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.02.2014 17:48:17 GMT+01:00
Saint Sam meint:
>>De facto gab es noch nie so viel Sklaverei und Ausbeutertum wie HEUTE, aber wir können sicherlich lange darauf warten, dass die Traumfabrik, deren halbes Inventar MADE IN CHINA ist, ernsthaft kontroverse Themen angeht.<<

Und wenn man daran denkt, dass das amerikanische Unternehmertum erst mitverantwortlich für die Sklaverei gewesen ist - was hier natürlich mal wieder ausgeblendet wird -, wundert es nicht, wenn dann ein solcher Film einer heuchlerischen Academy heuchlerische Preise abzujubeln versucht. Aber Hauptsache man engagierte Pitt und Zimmer, um das zu bestätigen, was ohnehin schon bekannt war.

Vielen Dank für Deinen starken Kommentar!

Sam

Ach, und für die Personen, die hier alle Kommentare abklicken, die ihnen nicht in den Kram passen:

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