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Kundenrezension

54 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz grosses Kino für sperrangelweit geöffnete Ohren!, 6. Dezember 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live at the Cellar Door (Audio CD)
Eine Liebe war kurz zuvor zuende gegangen, sein drittes Studioalbum, das Meisterwerk AFTER THE GOLDRUSH, gerade acht Wochen auf dem Markt, der Weltruhm nahm Fahrt auf, da gab Neil Young einige Konzerte im "Cellar Door", und offensichtlich hatte er schon damals ein Händchen für die Aufnahmequalität. Denn als ich die Vinylausgabe vorhin hörte, bin ich fast von der Couch gefallen. Kein mp3-stream kann deutlich machen, wie überragend der Sound von Stimme, Gitarre und Klavier aufgenommen wurde.

Anders als bei der Archivausgrabung aus der Massey Hall von 1971, sind hier weniger Stories von Neil Young zu hören. Und das "sequencing", die Anordnung der Stücke, ist grundlegend anders - lesen Sie mal die Titel hintereinander, die allein suggerieren schon eine Story! Es ist traumhaft, Young ganz intim vor recht kleinem Publikum zu erleben. Auch wenn man einige Songs schon hundertfach gehört hat, die Art seines Vortrags, intensiv, meist schnörkellos, und doch jede Gefühlsschwingung auslotend, garantiert, gelinde gesagt, Gänsehaut pur (bei denen, die eine lange Hörgeschichte mit Neil Young verbindet)!

Auch sein Klavierspiel (auf sechs Liedern, u.a. eine bezaubernde Version von Cinnamon Girl) überzeugt im Zusammenspiel mit seinem Gesang voll und ganz, auch wenn er sich selbst vor dem letzten Song mit Selbstironie über seine Tastenkünste auslässt. Aber nicht nur das: seine kleine Plauderei übers Highwerden, einen Steinway-Flügel, und die verrückte Welt, lassen en passant die verlorene Liebe anklingen, und den Schmerz verarbeitet er in atemraubenden Liedern, die sich rasch mit höheren, zeitlosen Sphären kurzschlossen. Wahrlich eine Fundgrube, dieses Archiv des Altmeisters! P.S. Zuletzt sah ich ihn in diesem Sommer in Köln mit Crazy Horse. Ein Unverwüstlicher.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-10 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 09.12.2013 10:24:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.12.2013 11:59:24 GMT+01:00
Sehr gute Rezension, besonders die Hinweise auf Wiedergabequalität und die Unterschiede zur bestehenden Aufnahme "Massey Hall" machen die Ausführungen "hilfreich". Danke !

Veröffentlicht am 12.12.2013 19:02:31 GMT+01:00
BluesMichi meint:
Tolle Rezi....machen Sie weiter so. Auch gerade die Vergleiche von Vinyl und MP3 finde ich immer sehr interessant, da ich auch Vinyl für besser halte aber immer wieder Leute meinen, das wäre Humbuck..!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.12.2013 18:19:08 GMT+01:00
ich kann nur beurteilen, wie die Downloads gebrannt auf der grossen, Piano-affinen JBL klingen, mit entsprechendem Verstärker davor; und da habe ich keine Angst vor dem Vinyl-Vergleich; davon mal abgesehen, jeder, der sich tatsächlich mit dem Mann befasst hat, weiss wie sehr ihm guter Klang ein Anliegen ist; dass diese Aufnahmen so erscheinen, hat auch mit seiner Verbissenheit bei der Restitution des Tones zu tun; in dem Zusammenhang bin ich vielmehr neugierig auf seine Solo-Konzerte in vier Wochen in der Carnegie Hall und die anschliessenden Auftritte - mit Diane Krall - in Canada zur Unterstützung des indianischen Protestes gegen die Ausbeutung des Landes : welches Programm und wie wird das dann wohl klingen ! übrigens auch hier noch einmal ein Hinweis auf den San Francisco Broadcast, ca 2 Jahre später, zu dem er ebenfalls solo beigetragen hat, und der leider nicht als Download hier erhältlich ist ( drüben schon )

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.12.2013 20:26:54 GMT+01:00
song_x meint:
Sie sind dabei, in der Carnegie Hall? Dazu herzlichen Glückwunsch! Oder wird das übertragen? Auf Frau Krall könnte ich gut verzichten:)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.12.2013 20:33:35 GMT+01:00
wäre ich gerne, aber die Carnegie war flott ausverkauft; - wenn Frau Krall als Canadierin den Eingeborenen hilft, warum nicht; spannend werden die Setlisten und die aus den Konzerten resultierenden Klangdokumente - im Vergleich mit dem hier besprochenen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.12.2013 20:43:26 GMT+01:00
song_x meint:
Dann empfehle ich Bill Callahan im Februar in der Kulturkirche in Köln. Da gibt es noch Karten, und er ist ein grossartiger Songschreiber und Sänger/Murmler!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.12.2013 20:46:17 GMT+01:00
Passionskirche haben wir auch; Köln war mal; und Callahan nicht genau meine Baustelle

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.12.2013 20:50:47 GMT+01:00
song_x meint:
Dann noch dies:

Hotel California: LA from the Byrds to the Eagles

Findet man leicht im Netz, diesen Film, mit dem jungen Young...

Man mag die Lieder kennen, die Geschichten (die einschlägigen), aber dieser Film der BBC schafft es, der nostalgischen Empfindung genau das hinzuzufügen, was unseren vertrauten Blick zurück in eine kollektiv gespeicherte Historie ein wenig entrümpeln kann: die vergessenenen, marginalen Zwischentöne, und das erschreckend beiläufige Ende mancher Illusionen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.12.2013 22:09:31 GMT+01:00
nur der erste Teil war witzigerweise lange gesperrt, ist aber seit kurzem wieder frei; tatsächlich ein tolles Teil der bbc; und hier wohl nie gelaufen. Klink ich mich immer mal wieder ein !!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.12.2013 10:35:27 GMT+01:00
Pietro Sonata meint:
Das ist die alte Diskussion mit Vinyl und mp3. Eigentlich gibt es da keine Frage, denn wer Viny und MP3 im Vergleich auf eine guten Anlage hört, muß schon extrem verstopfte Ohre haben, um da keinen eklatanten Unterschied zu hören. Genau eine solche Anlage ist aber meist nicht der Fall. Das was heute als Audioanlage (mit integrirter MP Docking Station), verkauft wird ist zu großen Teil schlicht Schrott und geht bestenfalls als Badezimmerbeschallung durch. Beitbandlausprecher, keine Dynamik und vielleicht noch ein klirrender Hochtöner; da kann ncihtsraus kommen. Un wer einen 50 Euro Plattenspieler mit USB-Anschluß besitzt, der solle sich den Kauf von teurem Vinyl tatsächlich sparen. Das funktioniert nicht. So sieht aber inzwischen leider die vorherrschend Soundaussattung aus. Da würde auch ich mit geübten Ohren keine Unterschiede hören Insofern nachvollziehbar, aber schade um das, was man verpaßt.
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