Kundenrezension

34 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Visuell sehr ansehnlich, aber einmal Anschauen langt mir, 19. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Oblivion (DVD)
Aus Jack Reacher wird Jack Harper...

Vor vielen Jahren war Tom Cruise das letzte Mal in einem Science-Fiction-Film zu sehen: "Krieg der Welten". Jetzt ist der Scientology-Anhänger wieder in diesem Genre mit "Oblivion" zurück, der zwar auch in der Zukunft spielt, jedoch einen Tacken düsterer und hoffnungsloser ausgefallen ist: Die Welt ist im Arsch.

Wir schreiben das Jahr 2077: 60 Jahre nachdem Aliens versuchten, die Erde zu erobern, wurde unser Planet fast vollständig zerstört. Die Menschen gewannen zwar diesen Krieg, jedoch wurden so viele Atombomben abgefeuert, dass die Erde danach radioaktiv verseucht und somit unbewohnbar war. Die wenig überlebenden Menschen wurden auf einen entfernten Planeten evakuiert.
Doch nicht alle Menschen wohnen auf diesem Planeten. Der Flugdrohnenmonteur Jack Harper (Tom Cruise) führt ein einsames Leben mit seiner Kollegin Vika (Andrea Riseborough) in einem schwebendem Skytower. Während Vika immer wieder im Funkkontakt mit der neuen "Erde" steht, fliegt Jack mit seinem Bubbleship zur Erde und sorgt für die Reparatur von Drohnen, die wichtige Rohstoffe für die neue Welt abbauen. Ständig muss er auf der Hut sein, denn einige der Aliens verstecken sich noch immer in Höhlen. Ihr einziges Ziel: Menschen zu töten.
Bei einem Patrouillen-Flug sieht er den Absturz eines Raumschiffs und findet in den Trümmern eine Überlebende (Olga Kurylenko). Jack erhält den Befehl, diesen Vorfall zu ignorieren. Jedoch weigert er sich und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die im das wahre Weltbild zeigen werden...

Mit "Tron - Legacy" legte Regisseur Joseph Kosinski sein Debüt auf's Parkett. Den einen gefiel es, den anderen nicht. Viele beklagten die arg dünne Story. Nun, bei "Oblivion" ist die Story ausgefeilter und neben der ansprechenden Optik begeistert vorallem der Sound (inklusive S-Mixing und S-Editing), der für die Ohren ein toller Genuss ist und somit schon den Kinogang rechtfertigt. Ohne viel Krawumms wird dem Zuschauer der aktuelle Zustand der Erde und der Menschheit erklärt und mit den Aufgaben von Jack und Vika vertraut gemacht. Jeder Tag ist Routine und beginnt morgens mit einer "Sind sie ein gutes Team?"-Ansprache von der leitenden Assistentin. Während Vika dies bejaht und Jack's Flüge beobachtet um ihn vor den Aliens zu schützen, repariert Jack die Drohnen auf der Erde (die sehen aus wie vollgefressene Pacman mit Gatling-Guns, lustig).
Action und Spannung halten sich im ersten drittel arg in Grenzen, aber das macht nichts, da die Optik für sehr viel Abwechslung sorgt. Neben dem Skytower, der wie Paris Hilton's Beachranch aussieht, punktet die Optik auch bei den High-Tech-Objekten, so wie in verschiedenen Landschaftsaufnahmen. Lediglich die Endzeitstimmung will nicht immer so recht aufkommen. Neben berühmten zerstörten Gebäuden und der in der Wüste versunkenen Golden Gate Bridge sehen wir auch herrlich blühende Landschaften (kein Wunder, der Film wurde ja auch in Island gedreht), die nicht nur nach blühender Natur aussehen sondern schon eher wie das Paradies auf Erden wirken. Radioaktivität stelle ich mir anders vor.
Wie auch immer, natürlich lauft Jack in eine Falle der Aliens und somit steigt auch mal die Spannungskurve.

Mit der Bergung der Überlebenden überschlagen sich die Ereignisse. In meinen Augen zu viel des Guten (obwohl einige Szenen und Entscheidungen für ordentlich Puls sorgen) und manche Dinge gehen auch in die falsche Richtung, um in einem Finale zu enden, in dem mal schnell innerhalb zehn Minuten die böse Macht die weiße Flagge hisst. Inklusive einem abschließenden Ende danach, das wirklich ranzig wirkt. Ohne zu spoilern, ist es schwer, was ich damit meine. Aber auch dieser Punkt bzw. das Ende dürfte reine Geschmackssache sein.
Was gibt es sonst noch? Ach ja, ein Morgan Freeman spielt auch noch mit und wirkt mit Vin Diesel's Pitchblack-Gedächtnisbrille sehr, sehr cool. Auch er spielt eine entscheidende Schlüsselrolle. Freeman's Einstieg in den Film geschieht jedoch relativ spät.

Summa summarum ist "Oblivion" kein schlechter Film. Visuell sehr ansehnlich, ein fetter Sound ist vorhanden und auch handlungstechnisch bekommt man einiges geboten, wenn man mal davon absieht, dass von vielen anderen Werken verschiedene Ideen geklaut worden sind.
Dennoch war ich nach der Sichtung gesättigt und kann mir gerade dank des (in meinen Augen) nicht elegant aufgelösten Ende keine Zweitsichtung vorstellen.
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-7 von 7 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.08.2013 21:18:09 GMT+02:00
madman meint:
Eine sehr gute Rezension, ich stimme Ihnen echt in ALLEN Punkten zu. Die Kritik an dem Ende haben Sie sehr gutmütig formuliert; für mich grenzte es an Klamauk. Zum Glück war der Film in meinem Fall nur ausgeliehen... Drei Sterne sind aber absolut gerechtfertigt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.08.2013 00:41:26 GMT+02:00
Klein meint:
Diese Rezension gab es doch schon mal. Ich hatte sie vor einigen Wochen gelesen und damals war sie deutlich öfter bewertet. Das bilde ich mir doch nicht ein, oder...

Veröffentlicht am 27.08.2013 21:31:08 GMT+02:00
Ich befürworte dagegen auf jeden Fall eine 'Zweitsichtung', denn erst dadurch, dass man den Verlauf des Films kennt, erschließen sich einem diverse Handlungen der Akteure.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.08.2013 22:23:08 GMT+02:00
Frank S. meint:
@Klein:
Laut Suchfunktion gibt es diesen Text nur einmal...

Veröffentlicht am 10.10.2013 13:24:51 GMT+02:00
BLADE meint:
!ACHTUNG SPOILER!
Nun, ich würde trotzdem auch zu einer "Zweitsichtung" raten. Dann würde sich Ihnen möglicherweise erschließen, dass die Skytower nicht schweben, sondern auf filigranen Ständern stehen. Und weiterhin, dass die Radioaktivität (und entsprechend der Einsatz von Atomwaffen) lediglich zur Lüge von TED gehörten. Die in den Karten und HUD gezeigten Grenzen zur Radioaktiven Zone sollten lediglich die Klone davon abhalten, sich gegenseitig ins Revier zu kommen. Die "blühenden Landschaften" befinden sich offensichtlich in einem gut versteckten und schwer zugänglichen Tal, was es ein wenig plausibler macht. Also, nochmal gucken, verstehen und dann reichts ja vielleicht auch für 4 Sterne. :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.12.2013 01:56:28 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.01.2014 14:21:51 GMT+01:00
Heisenbörg82 meint:
danke BLADE!!! mein reden!!! gott sei dank gibt es menschen, die den film auch "verstanden" haben... ich bin eigentlich kein tom cruise fan, jedoch finde ich idee/umsetzung des films (abgesehen vom ende, hier hätte ich mir als endgegner lieber etwas reales vorgestellt) genial! für mich ist es nicht bloß ein scifi-film, vielmehr bringt er den "denkenden" betrachter während der spieldauer zum grübeln und reflektiert sehr viele probleme unserer zeit, allein die übermacht ted's mit den drohnen und der ausbeutung unseres planeten und die in guerilla-manier kämpfenden "plünderer"! ganz grosses kino!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.12.2013 04:59:31 GMT+01:00
D. Kiefer meint:
sry dreamlandnoize, die rezi war recht passend. aber ich sehe nicht ganz wo der zweite Stern verloren gegangen ist. ein nicht stimmiges ende? ja sicher , das hat mehr potential gehabt, da stimme ich zu. aber welcher film hat das letztendlich nicht?
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