Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More madamet Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16
Kundenrezension

20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die weiten Räume des Mr. Callahan, 20. September 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dream River (Audio CD)
Dieses Cover sieht nach amerikanischem Naturalismus anno 1927 aus. With a touch of William Turner. Das Echo solcher Räume in den Liedern fahrender und reitender Sänger sollte in der Beiläufigkeit geschult sein. Man muss auch gar nicht erschauern, und kann Rast machen am Fusse des Berges, und, als wäre das so einfach, einfach schauen! Diese Stimme, meinte ein Freund, sei ja erst mal gewöhnungsbedürftig. Er dachte wohl bei den ersten Tönen an Lee Marvins Bassgegrummel seines Hits über einenen wandernden Stern. Nun, ich kenne Bill Callahans Gesang und Gemurmel seit seinem frühen Album The Doctor Came At Midnight. Als er noch, für ein Jahrzehnt, unter dem Namen Smog unterwegs war. Die Ich-Erzähler dieser Lieder sind klassische Herumtreiber, Suchende, die Liebe, Leben und Tod sichten, und daraus ihre Schlüsse ziehen. Sie sind zum Glück bar jeder Erhabenheit, keine Erlösungsfanatiker, bedienen sich einer einfachen Sprache, lakonischem Humor, doppelten Böden. Im ersten Song des neuen Albums sitzt Bill (nennen wir den Erzähler einfach Bill!) in einer Bar, und schaut, wie er bemerkt, durch Fenster, die es gar nicht gibt. Er stellt fest, dass die einzigen Wörter, die er den ganzen Tag lang ausgesprochen habe, “beer” und “thank you” waren. Lapidar, meinen Sie? Die Banalität des Lebens? Sie könnten nicht falscher liegen. Das Alltägliche und das Existenzielle liegen in diesen Songs oft nur ein schrägen Ton, einen auffahrenden Gitarrensound und eine Drehung der Worte auseinander. "All I want to do is to make love to you In the fertile dirt, in the fertile dirt, with a careless mind". Vom ersten bis zum letzten Ton handelt es sich hier um ein Meisterwerk, voller wundervoller Stories. Kein überflüssiges Wort, kein überzähliger Ton, fein eingeflochtene Flöten- und Violinenklänge, die dem ganzen einen Hauch von Folkjazzigkeit verleihen, ein grossartiger Humor, der so leise ist, dass man ihn fast überhören könnte. (Und wunderbar, dass dem Werk, resp. meiner Vinylausgabe alle Texte beiliegen!)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]

Kommentare

Kommentare per E-Mail verfolgen

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-10 von 13 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.09.2013 12:47:49 GMT+02:00
song_x meint:
Hatte das Album schon vor Wochen als Promo-Cd fürs Radio, auf einer Norseeinsel dabei, kenne es also gut genug, um eine Rezension zu schreiben. Es ist bestimmt das schwebendste Werk von Bill Callahan, aber, wem das zusagt, der kann getrost den Blick zurückwerfen, und sich um die nicht minder exzellenten letzten Alben kümmern, APOCALYPSE, I WISH WE WERE AN EAGLE, und die Platte, die auch einen RIVER im Titel führt, komme gerade nicht auf den Titel. Und tolle Arbeiten lieferte Bill C auch schon unter dem Namen Smog ab, erwähnt seien KNOCK KNOCK und RED APPLE FALLS.

Veröffentlicht am 20.09.2013 14:36:51 GMT+02:00
Rocker meint:
von der musikalischen umsetzung sagt mir das sehr zu. stimmlich betrachtet -da stimme ich dem freund zu- gewöhnungsbedürftig. denke da zwar mehr in richtung kurt wagner als lee marvin (was mir die sache eigentlich leichter machen müsste), aber gewöhnungsbedüftig insofern, dass callahan seine wunderbare musik mit seinem gesang so dermaßen gegen den strich bürstet, dass ich bei den ersten durchläufen der platte teilweise den faden verloren habe. werde mich an diesem album noch ein bisschen "abarbeiten" müssen.
kann oder will der keine hier melodie singen ? macht der das immer so ? das hab ich noch nicht so ganz erfasst...aber ich kannte ihn ja bisher auch nicht.

guter tipp von dir auf alle fälle und bill callahan wird seinen platz auf meiner merkliste sicher beibehalten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 15:13:39 GMT+02:00
song_x meint:
Hei, Rocker, da findet jeder seinen eigenen Zugang, klar. Ich habe mit der Stimme noch nie Schwierigkeiten gehabt, somit finde ich sie auch gar nicht gewöhnungsbedürftig. So gegen den Strich gebürstet erlebe ich das auch nicht:) - ich kann hier eintauchen wie in ein wundervolles Cohen-Album. Und ich freue mich dass der Musik-Express DREAM RIVER zur Platte des Monats gemacht hat. Weiteres auf manafonistas.de

Schönes Wochenende, hoffentlich, mit Bill und anderen grossen Songschmieden...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 15:23:56 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.09.2013 15:24:39 GMT+02:00
song_x meint:
Kitty Empire bringt es heute auf den Punkt in der Online-Ausgabe vom "Guardian"

"Twenty years into a mighty if relatively unsung career – first as an act called Smog, latterly under his own name – Bill Callahan's oblique, deadpan, understated songs mark him out as one of the most penetrating crafters of the North American language since Leonard Cohen."

Es lohnt sich hier wirklich, die Texte genau zu lernen. Und Violinen und Flöten sorgen immer wieder für solch schwebende Sphären, wie ich sie auf Van Morrisons "Veedon Fleece" so schätze. Hier noch einmal Kitty E.:

"Words and music pull together most heroically on Summer Painter, Dream River's centrepiece, another all-time Callahan classic. In it, Callahan is a guy doing up boats. He's "made some dough, socked it away/ Always said, for a rainy day". That day comes, and when the hurricane "rips the lips off the mouth of the bay", flutes and guitars and drums rise and rise, forcing his matter-of-fact delivery up to a rare gale itself. The calm afterwards is every bit as transcendent."

Genau!!:)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 16:33:22 GMT+02:00
Rocker meint:
ich denke, das wird schon noch. vielleicht hatte ich mir die einstieg zu dream river zu einfach vorgestellt. auch ein schönes wochenende, zwischen sonnenuntergang und mitternacht wird mr. callahan sicher heute noch 1-2 runden drehen. vielleicht unterbrochen von einer anderen entdeckung, die ich kürzlich beim hören der aktuellen neko case und dem gleichzeitigen stöbern nach artverwandtem machte: ani difranco. hab da eine essential collection namens canon entdeckt....we scheint gerettet :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 16:45:48 GMT+02:00
song_x meint:
Dann brauche ich mir ja keine Sorgen zu machen:)

Hier eine Liebkingsaussage aus einem alten Mojo-Heft, von BC zu seinen Texten:

“My language came from watching Humphrey Bogart movies as a kid and wondering, Who is this Raymond Chandler guy? A lot of it just has to do with the metre, the way the sentences are put together. I outgrew Chandler once I discovered (US-hard boiled authors) Cain, Hammett and Woolrich. Some of the Hammett short stories are almost like Beckett, and Woolrich was kind of like Poe. Those writers speak to me in a way Shakespeare doesnt.”

Es ist dieses Karge, Aketische, Staubtrockene, wo ganz einfache Sätze unmittelbar vor solchen auftauchen, die einem schon mal den Atem stocken lassen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.09.2013 10:05:58 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.09.2013 10:11:32 GMT+02:00
Bonnie Parker meint:
Hallo Song X,da haste aber ne'grossartige Rezension zu dem neuen Werk von Bill Callahan verfasst! Kann ich nur in allen Punkten zustimmen.Mein persönlicher Favorit ist:"A River Ain't Too Much...was er noch unter dem Pseudonym SMOG rausgebracht hat. Ich glaube,es war die letzte Veröffentlichung unter diesem Namen.Allein das Stück "Say Valley Maker"rechtfertigt den Kauf!
die besten Grüße aus der nordhessischen Provinz
Heiner

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.09.2013 11:26:08 GMT+02:00
song_x meint:
Heiner, das ist ja auch ne grosse Musik, A RIVER AIN'T TOO MUCH... Und weisst du, wer sie damals auch ganz toll fand, und in Australien in einer Monatsszeitung eine Lobeshymne schrieb (weil er eben nicht nur ein Musiker, sondern auch ein Schreiber ist)? Robert Forster, von den Go-Betweens. Vielleicht kennst du die Band ja. Alte Lieblinge von mir, und wer A RIVER AIN'T... liebt, könnte auch gut und gerne ankommen bei SPRING HILL FAIR, von den Go-Betweens...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.09.2013 12:16:57 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.09.2013 12:18:29 GMT+02:00
Bonnie Parker meint:
Aber sicher kenne ich die Go-Betweens !Jede einzelne Platte von ihnen.Rührt mich immer noch zu Tränen diese Musik.Und,mit "Liberty Belle" verbinde ich sehr schöne Erinnerungen;als ich mir diese Platte damals gekauft habe,war ich unsterblich verliebt...Ja,habe ich mal gelesen,daß Robert Forster "A River..." toll findet.Ich glaube,das war in einem Interview in der SPEX.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.09.2013 12:44:43 GMT+02:00
song_x meint:
Na, dann habe ich noch was für dich, weil wir hier ja ganz unter uns sind, mein Interview mit Robert Forster zu seinem ersten Soloalbum nach dem tragischen Ende der Go'Be's:

- Ihr alter Weggefährte bei den Go-Betweens, Grant McLennan, war ja noch an drei Songs mitbeteiligt. Gab es da nur Melodien – und Sie schrieben die Lyrik!? Was machten Sie mit diesem Material?

Robert Forster: Alles, was seinen Anteil an diesen drei Liedern betrifft, habe ich im dem beiligenden Textheft genau notiert. Bei dem Song „Demon Days“ stammen die ersten fünf Zeilen von ihm, ich habe den Text weiter geschrieben. Wenn Grant in den letzten Jahren an Songs arbeitete, schrieb er die Texte immer am Ende. Er liebte Refrains und Melodien – dieser Rohstoff beflügelte seine Arbeit an den Texten. Nach seinem Tod stieß ich auf sein Notizbuch es fanden sich keine Texte darin, ausser diesen fünf Zeilen von „Demon Days“.

- Gerade in diesem Song ist Ihr Gesang so sanft, wie ich sie in der Form noch nicht gehört habe bei Ihnen. Im ersten moment hatte ich eine Assoziation an die Art, wie Neil Young auf „On The Beach“ singt, einem seiner Klassiker aus den 70er Jahren. Das Album handelte ja auch u.a. von der Einsamkeit nach dem Tod guter Freunde.

- Das ist ein großes Kompliment, weil „On The Beach“ mein Lieblingsalbum von Neil Young ist. Tatsächlich hörte ich mir Seite zwei des Albums noch vor einer Woche an. Ich habe wohl bislang kaum in dieser Art gesungen, weil die Melodie nicht von mir stammt. Grants Melodie hat meine Stimme verändert. Und natürlich etablierten seine Zeilen eine Grundstimmung, der ich zu folgen hatte.

- Das Album beginnt mit einem sehr leisen langgezogen Sound, und es dauert eine ganze Weile, bis die ersten Worte fallen in dem Song „If It Rains“. Ich empfinde das als eine exzellenten Anfang, diese Meditation über den Regen.

Meditation ist ein gutes Wort. Und da spielt etwas hinein, was Brian Eno einmal sagte. Sein Gedanke ging in die Richtung, daß auf bestimmte Weise ein Album in das nächste übergeht. Da war das Ende des allerletzten Liedes der Go-Betweens auf „Oceans Apart“; und dann passierte das Schreckliche: Grant starb. Ich wollte, das der erste Song von „The Evangelist“ eine Art Meditation sei sollte. Das Album durfte nicht normal beginnen. Ich wollte nicht mit einem Song beginnen, sondern mit einem Sound, der übrigens von einem alten Casio-Keyboard stammt. Ich wollte daß Menschen, die diese neue Cd hören und wissen, was in der Zwischenzeit passiert war, diesen Nullpunkt hören, dieses Fast-Nichts, dieses „Shhhhhhh“. Dann erst beginnen sich die Dinge zu entwickeln. Es wäre falsch gewesen, hier mit einem netten Pop-Song zu starten a la „da da bam bam ba“. Die CD musste einfach ganz langsam beginnen!

- Lieder wie „Pandanus“ oder „A Place To Hide Away“ scheinen eine Sehnsucht zu beschrieben nach stillen Plätzen, wo man Ruhe finden kann. Eine Vorliebe für späte Nachmittage am Meer, und andere einsame Orte. Ich glaube , diese Songs sind autobiographisch, und Sie als Sänger sind hier eins mit der Figur der Songs…
Das hat wohl mit dem Älterwerden zu tun. Auch damit, Kinder zu haben in einer verrückten, einer wahnsinnigen Welt. Ich träume öfter von solchen Rückzugsorten. In Italien finde ich solche Gegenden, und einen ganz traumhaft abgelegenen Ort haben meine Familie und ich einen Monat vor dem Beginn der Londoner Aufnahmen im Bayersichen Wald aufgesucht. Zwei Wochen verbrachten wir da ein er einer kleinen Hütte. Wir waren in einem kleinen Ort namens Brennberg, nahe Wörth a. d. Donau, und kurz vor Falkenstein. Es ist wohl ganz am Anfang des Bayerischen Waldes – für mich öffnet sich da eine ganz andere Welt!

- Viele Songs von „The Evangelist“ sind sehr akustisch, sehr nackt. Aber in einigen Stücken gibt es fast so einen Phil Spector-artigen „wall of sound“, sehr untypisch für Ihre Soloalaben oder die Go-Betweens. Warum haben Sie sich da für solche fast monumentale Momente entschieden?

Das kam von dem Produzenten Marc Wallis. Ich hatte bei dieser Arbeit eine sehr klare Vorstellung von dem Sound des Ganzen. Ich sprach mit Marc mehr als ich je zuvor mit ihm gesprochen habe. Ich wollte dieses Nackte und Karge! Marc liebt es, mit einer ganzen Menge von Sounds umzugehen. Ich wollte aber einfache akustische Gitarren, Gitarren mit Nylon-Saiten, einen Kontrabass, ganz natürliche Klavierklänge, eine Orgel – und viel Gesang. Bei Songs wie „The Evangelist“ oder “Dont Touch Anything“ kam der Input von Marc – er hatte da eine Phantasie von ganz dichten Sounds. Und das gefiel mir. Er nahm sich eigentlich total zurück; die Musik wurde insgesamt sparsam inszeniert, aber in bestimmten Momenten wollte er speziellen Klangideen folgen. Für mich entstand da ein interessanter Kontrast!

- Dieser von Ihnen und Grant entwickelte Song „It Aint Easy“ kommt wie ein Porträt daher. Grant McLennans Liebe für Filme, für Melodien taucht da auf. Und trotzdem ist da auch, unter dieser beschwingten Leichtigkeit eine Spur Melancholie heraushören.

Ganz sicher, aber ich wollte diesen melancholischen Unterton gegen die Melodie ausspielen. Von allen Songs war dieser Text – neben „Ghost Town“ – am schwierigsten zu schreiben. Einige Texte enstanden übrigens in dieser Hütte im Bayerischen Wald. Es war der letzte Song von Grant, an den ich mich heranmachte. Da gibt es diesen Refrain „It aint easy when your love is blue“ und all das. Die Frage war: wo sollte das hinführen? Die Melodie von „It Aint Easy“ ist ja treibend und schwebend. ich mochte dieses unbeschwerte Qualität. Anstatt eine tottraurige Hommage zu entwickeln, warf ich all diese Worte und Bilder, die mir zu ihm einfielen, in einen schnellen Song hinein. Grant liebte diese Art von Pop - zugleich ist es ein Porträt!

- Und letztlich führt alles zu dem Song “Ghost Town”, so bewegend und dunkel wie “Demon Days”, ein Schattenreich. Vielen Dank für das Gespräch!
‹ Zurück 1 2 Weiter ›

Details

Artikel

Rezensentin / Rezensent


Top-Rezensenten Rang: 11.072