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Kundenrezension

5.0 von 5 Sternen Gefrorene Tränen und glühende Gitarrenhälse, 8. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: The Frozen Tears of Angels (Ltd. Digi Book) (Audio CD)
Die Italiener von Rhapsody standen schon immer fürs Extrem: Mit Orchester, Chören, High-Speed-Soli, dröhnendem Gesang, folkigen und neoklassischen Klängen, sowie einer durchgehenden Konzeptgeschichte revolutionierten sie den Bombast-Metal und schufen den sogenannten "Film Score Metal". Nachdem sie ihren Namen 2006 aus Rechtsgründen um ein "Of Fire" erweitern mussten, traten sie schon in das nächste Fettnäpfchen. Vier Jahre lang waren sie aufgrund eines Streits mit ihrem Management von der Bildfläche verschwunden, bis sie endlich in Nuclear Blast ein neues Label gefunden hatten.

"Frozen Tears Of Angels" ist der Titel ihres achten Studiowerkes. Und so beweisen sie eindrucksvoll, dass sie immer noch in der Lage sind, Albumtitel zu kreieren, die an triefendem Kitsch höchstens noch von "Power of the Dragonflame" zu überbieten sind.
Die Disk kommt in der Limited Edition in einem aufwändigen Digi-Book und dem meiner Meinung nach bis hierhin besten Design der Bandgeschichte. Die eisige Atmosphäre des Werkes kommt gut zum Ausdruck. Aber von Nuclear Blast ist man in der Richtung ja nichts anderes gewohnt.

Optisch also alles einwandfrei, doch wie haben sich Rhapsody in ihrer vierjährigen Abwesenheit verändert?
Die Band ist ganz klar metallischer geworden. Die vorhergegangenen Alben haben sich immer mehr in überschwänglichen Soundtrackpassagen verloren und hatten einiges an Härte eingebüßt - jetzt schwirren die Gitarrensoli wieder durch die Kopfhörer und lassen das Orchester im Hintergrund spielen. Chöre und Streicher wirken hauptsächlich unterstützend, endlich steht wieder die Band im Mittelpunkt.
Ähnliches gilt für die "Dark Secret Saga", deren drittes Kapitel in diesen neun Stücken besungen wird. Sie ist nun lediglich das Szenario, aber nicht wesentlicher Inhalt der Musik. Hörspielmomente wie in den Vorgängern sind nicht zu finden, und es gibt nur drei Monologe, die auch alle relativ schnell vorüber sind. Da ich Christopher Lee einfach nur klasse finde, wäre ich über weniger auch sauer gewesen. ;)

Es heißt nun also: Metal, Metal, Metal. So dürfte dieses Album auch einige Headbanger überzeugen, denen Rhapsody zuvor zu weit fernab der Kitschgrenze gewandert sind. Vor allem mit "Reign of Terror" findet sich ein apokalyptisches Juwel auf dem Album, welches ich als den besten Song der Band überhaupt bezeichnen würde. Chöre, Gitarren und tatsächliche Screams von Fabio Lione selbst bilden hier den Mittelpunkt des härtesten Stücks der Bandgeschichte. Sollte jeder Freund von Symphonischem Metal mal gehört haben.
Darauf folgt gleich das andere Extrem, der obligatorisch italienische Folk-Song "Danza Di Fuoco E Ghiaccio". Auch ihn würde ich als einen Meilenstein des Albums bezeichnen.
Die meisten anderen Songs sind melodischer Speed-Metal mit besonderem Augenmerk auf die beeindruckende Gitarrenarbeit von Luca Turilli. Nach der eisigen Halbballade "Lost in Cold Dreams" bekommt man den astreinen Rhapsody-Kracher "On the Way to Ainor" zu hören und den Abschluss macht dann der überlange Titelsong. Er kommt leider ohne große Besonderheiten aus, ist aber aufgrund der tollen Instrumentalarbeit sehr gut anzuhören.
Die Limited Edition beinhaltet noch das verblüffende Gitarrensolo "Labyrinth of Madness" und die orchestrale Version des Openers "Sea Of Fate". Auf beides kann verzichtet werden, ich höre sie mir trotzdem sehr gerne an.
Besonders erwähnenswert finde ich, dass die Keyboard von Co-Songwriter Alex Strapoli ebenfalls mehr Spielraum bekommen und er das eine oder andere klirrende High-Speed-Solo spielen darf - vor allem auffällig in "Raging Starfire". Fabio Lione ist wie immer äußerst bemerkenswert im Gesang, neigt aber immer noch zum Übertreiben. Außerdem frage ich mich mittlerweile, ob er seine Schwierigkeiten in der Aussprache des Englischen wohl aus Image-Gründen beibehalten hat. Luca Turilli bleibt jedoch der Kern der Band. Er schuf die Fantasy-Welt, schreibt die meisten Teile der Songs und steht auch mit seiner Gitarre im Mittelpunkt. Alex Holzwarth an den Drums und Patrice Guers an der Bassgitarre halten sich eher im Hintergrund auf, liefern aber hochwertige Leistungen ab.

Rhapsody starten also noch einmal richtig durch und zeigen sich dabei so selbstbewusst wie nie zuvor. Wer generell etwas für gitarrenlastigen Epic Metal übrig hat sollte zuschlagen. Fans des bombastischeren Rhapsody-Sounds sollten auf jeden Fall reinhören, in diesem Fall würde ich vor allem "Sea of Fate" und den Titelsong empfehlen, da diese Songs das Album ziemlich gut reflektieren.
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