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Kundenrezension

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich treffend und packend, 4. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Hongkongkonzert (Audio CD)
Soloprogramme von Rainald Grebe sind im Prinzip jedes Mal ein Genuss. Und zwar sowohl fürs Ohr als auch für die Lachmuskeln und - auch das macht ihn aus - fürs Gehirn. Auf dieser Platte treten im Prinzip alle Vorteile von Grebe ganz klar hervor:
Es handelt sich um ein solches Soloprogramm, und zwar das dritte, und die Soloprogramme heben sich immer noch mal ein wenig von den Produktionen mit der Kapelle oder dem Orchester der Versöhnung ab. Und außerdem hat man sich hier dankenswerter Weise für eine Live-Aufnahme entschieden.
Damit wird diese Platte zu einer der flüssigsten, da eben tatsächlich auch gesprochene Texte des Programms vorkommen - und das ist selten. Natürlich handelt es sich nicht wirklich um eine komplette Aufzeichnung. Sie ist aber so gut geschnitten, dass es einem zumindest so vorkommt. Damit transportiert diese CD die Stimmung eines Grebe-Abends vergleichsweise mit den anderen bisher erschienenen Alben mit am besten.
Und die Stimmung gerade dieses Programms ist deutlich hervorzuheben:

Grebe schlüpft hier sozusagen in eine Rolle, und zwar in die eines Alleinunterhalters, der bei Veranstaltungen seine Standardnummern herunternudeln muss und davon eigentlich zunehmend zermürbt wird. Schon der Einstieg macht das ganz deutlich: So handelt es sich bei den ersten vier Tracks um Ausschnitte aus eben diesen Standardnummern, die doch irgendwie überall gespielt werden: "You're beautiful", "I wanna know what love is", "Lady in red" und "Hotel California". Das könnte man natürlich als Strecken der Zeit mangels genügend eigenen Materials deuten. Ich sehe darin jedoch sozusagen die überaus passende Einleitung in den Abend und sein Thema, das mit "Ballermann" auch später wieder aufgegriffen wird.
Anschließend spricht er über Matthias Reim. Nicht gerade nett, aber umheimlich witzig und hörenswert. Und stets behält er diese Stimmung bei, dass er eigentlich fast schlafwandlerisch anwesend ist. Seine ganze Art und Weise, zu sprechen, und auch die Melodieführung der Songs ist darauf ausgerichtet, diese Stimmung beizubehalten: Ruhig, irgendwie familiär und gemütlich. Man möchte diesem Mann zuhören.
Der Track "China" macht dabei den Einsatz in die eigenen Nummern, zusammen mit dem gesellschaftskritischen "Urlaub in Deutschland", bei dem man eigentlich dauernd nur kopfnickend da sitzt und sich denkt: "Ja. So ist es."
"Pizza Hut" ist nur wenige Sekunden lang. Das kennt man aber von Grebe und ist ja nicht schlimm angesichts von 23 Tracks insgesamt. Da kriegt man schon was für sein Geld. Über genau dieses singt er übrigens auch, im Song "Der Billiardär", meinem persönlichen Favoriten. Auch hier ist jedes Wort wahr: "Mein Teppich, der kann fliegen". Wunderbar.
Außerdem wird der überaus kurze Pizza-Track gefolgt von einem dazu passenden namens "Fußgängerzonen". Dann das ernste "Karoshi", also übersetzt "Tod durch Überarbeitung". Auch hier wieder der Grebe-typische Stil: Einerseits lustig, andererseits aber vor allem im Refrain auch gänsehauterregend ernst.

Mit "Sachsen" setzt Grebe seine Landeshymnen grandios fort, diesmal in Verbindung mit dem Thema "Erderwärmung". Man hört dem Publikum den Spaß daran an. Und mit "Der Kandidat" kommt sogar ein wenig politische Kritik mit ins Spiel; auch sehr gut gemacht. Mit "Silvester" erinnert Grebe - wie mit einigen anderen Songs zugegebenermaßen auch - an andere, bereits bestehende Lieder. In dem Fall konkret "Die Fete" von der "KdV"-Platte. Aber was soll's...brüllend komisch ist es trotzdem. Genau wie die immer wieder eingebauten, wahrscheinlich zwischen Wahrheit und Fiktion schwankenden Erzählungen.

Und dann, wie aus dem Nichts, plötzlich ein Lied, das man von ihm überhaupt nicht gewohnt ist: "Verliebt". Einfach nur ein romantisches Liebeslied. Ohne große Kritik, ohne viele Schnörkel. Es ist das einzige Lied dieser Art, das bisher von ihm existiert. Es fügt sich aber so perfekt in die Gesamtstimmung des Konzertes ein - die ja eindeutig genug transportiert wurde - dass man es einfach genießen kann. Auch melodisch einfach nur ruhig und schön.

Mit "Mann am Klavier" endet das Programm schließlich. Und es ist im Prinzip das Resümee eines sehr gelungenen Albums, dem ich, obwohl kein Booklet beiliegt, einfach 5 Sterne geben muss. Zur letzten Textzeile im Programm muss man gar nicht mehr viel sagen; sie spannt perfekt den Bogen zum Anfang, und sie resümiert genau das Thema des ewig in seinen Standards gefangenen Alleinunterhalters, das über dem Programm stand. Es ist eine Zeile aus "Hotel California", die einem, wenn man sie so interpretieren will, die Gänsehaut über den Rücken jagt:
"You can check out any time you like. But you can never leave."
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