Kundenrezension

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr interessantes Buch, 9. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Nicht ohne meine Tochter (Taschenbuch)
Ich habe das Buch vor 6 Jahren gelesen und es fesselte mich von der ersten Sekunde an. Ich finde ganz schlimm was der Ehemann getan hat, seine Frau zu belügen und sie unter einem Vorwand in den Iran zu locken. Ich bin daher auf ihrer Seite. Andererseits weiss ich dass andere Leute der Meinung sind, das Buch sei voller Vorurteile gegen Iranern, rassistisch, wie kann eine Frau denn erwarten dass ihr ausländischer Ehemann seine Kultur völlig aufgibt... Ich sehe es so: sie war blind vor Liebe und hat sich vor dem hohen Lebensstandards ihres Mannes etwas blenden lassen. Aber sie hat nicht bedacht, dass ihr Mann immer Iraner bleiben wird, auch, wenn er sehr amerikanisch lebt. Sie hat auch nicht gemerkt, dass ihr Mann in Wirklichkeit psychisch labil war, weil er zwischen den Iran und den Vereinigten Staaten zerrissen war. Ihr Mann und sie haben ein Leben in der High Society genossen, bis ihr Mann auf einmal arbeitslos wurde. In meinen Augen ist es der Punkt, wo er angefangen hat, sich zu verändern. Er wurde schwer depressiv, gab sich auf, wurde von seiner Frau finanziell abhängig. Was für ein Iraner eine Schande ist. Das schöne Leben in der High Society war auf einmal passé. Es blieb nur noch ein schwer depressiver Mann, der sich von der amerikanischer Gesellschaft in Stich gelassen fühlte. Seine Frau verstand das nicht und trauerte das schöne Leben in der High Society nach. Sie hielt ihm vor, faul und ein Versager zu sein. Sein Stolz als Iraner wurder sehr schwer verletzt. Seinen Groll auf seine Frau und die amerikanische Gesellschaft wuchs immer mehr. Dann kam die islamische Revolution , und er begann von den iranischen Werten begeistert zu sein. Als er wieder "iranisch" wurde, hat seine Frau ihre Liebe zu ihm in Frage gestellt: sie hatte einen Amerikaner geheiratet und diese stark iranische Facette von ihm kannte sie nicht. Sie wurde sich nie mit den Werten der iranischen Revolution anfreunden können. Sie entfremden sich zwangsläufig immer voneinander, und gerade während dieser Ehekrise wird sie von ihm schwanger. Ihre Tochter Mahtab wird geboren, und beide Eltern haben das Sorgerecht. Aber Betty würde sich am liebsten von ihrem Mann scheiden lassen. Sie hat ein schlechtes Gefühl, und befürchtet gerade, dass er Mahtab irgendwann nach Iran entführt. Und sie hatte Recht. Eines Tages beschließt Bettys Ehemann, mit Betty und Mahtab zwei Wochen nach Iran mitzunehmen. Betty hat da ein sehr schlechtes Gefühl. Aber sie hat keine Wahl. Wenn sie sich scheiden lässt, darf ihr Mann allein mit der Tochter nach Iran reisen. Sie beschließt, nach Iran zu reisen, um ihre Tochter vor ihrem Mann und seiner iranischen Familie zu beschützen. Ich finde das sehr mutig von ihr.
Im Hochsommer fliegen Moody (Bettys Mann), Betty und die kleine Mahtab nach Teheran. Betty hat ein sehr schlechtes Gefühl und eine wahnsinnige Angst, mit Mahtab im Iran gegen ihren Willen festgehalten zu werden.
Von Anfang an fühlt sie sich in Moodys Familie und in Iran nicht wohl.
Überall in der Stadt grassiert die iranische Revolution. Die Zensur ist sehr stark. Alles was amerikanisch ist ist tabu. Es herrschen richtige Kriegszustände. In den Strassen fahren die gefürchteten Leuten von der Pasdar, eine sehr strenge Sittenpolizei. Die Pasdar verbreitet Angst und Schrecken.
Moody und ihrer Familie wohnen bei Moodys ältere Schwester, Ameh Bozorg. Diese Frau hasst Betty regelrecht, weil sie Amerikanerin ist. Diese Frau lässt es Betty dauernd spüren. Unter ihrem Einfluß fängt Moodys Familie regelrecht an, Betty zu schneiden.
Betty kann sich mit den Sitten im Hause von Ameh Bozorg überhaupt nicht anfreunden. Sie findet das Haus dreckig, und das Essen schmeckt ihr überhaupt nicht. Sie wird von allein Seiten angefeindet. Sie versteht kein Wort Farsi. Sie ist todunglücklich und hofft, dass die zwei Wochen so schnell wie möglich vergehen.
Es ist endlich soweit, und Betty und Mahtob sind richtig froh, endlich heimzufliegen.
Aber auf einmal eröffnet Moody Betty und Mahtab, dass sie nicht heimfliegen werden, und dass er vorhat, mit ihnen für immer im Iran zu wohnen. Und im Iran gilt: was der Mann beschließt, ist heilig. Wenn er beschließt, dass seine Familie für immer in Iran bleiben muss, dann darf sich die Familie nicht widersetzen.
Betty und Mahtab stehen unter Schock. Sie sind wie Gefangene in diesem Haus voller feindlichen Wesen. Betty wird sehr streng überwacht. Mahtab wird in eine iranische Schule geschickt. Moody misshandelt seine Frau regelmässig, und keiner in der Familie hilft sie. Im Iran darf ein Mann seine Frau schlagen.
Trotzdem schafft es Betty, Kontakt mit einer europäischen Botschaft aufzunehmen. Aber selbst da kann man sie nicht helfen, da iranisches Recht trotzdem gilt. Aber sie bekommt dort ein bisschen Zuversicht, und die Botschaft schafft es, Kontakt mit Bettys Familie aufzunehmen. Betty darf von der Botschaft aus ihre Familie anrufen. Sie eröffnet ihre Familie, dass sie im Iran gefangen ist. Ihre Familie versucht vom USA aus, Betty zu helfen. Aber das ist sehr schwierig...
Aber: Betty muss immer heimlich zur Botschaft gehen. Sie schafft nur, zur Botschaft zu gehen, wenn sie Mahtab zur Schule bringt.
Irgendwann lernt sie Ellen, eine Amerikanerin in derselben Lage wie sie, kenne. Aber im Gegensatz zu ihr hat Ellen völlig resigniert, und ist ihrem iranischen Mann völlig unterworfen. Sie hat die strengen patriarchalischen Werten der islamischen Revolution völlig verinnerlicht. Sie ist Betty keine grosse Hilfe, und weigert sich, ihr zu helfen.
Betty ist sogar bereit, sich in Lebensgefahr zu begeben, um den Iran zu entfliehen...
Und zu der Zeit war Iran auch gegen Amerika. Also die Feindschaft zwischen beiden Ländern war gegenseitig.
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