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5.0 von 5 Sternen Across the Dark - und wieder zurück, 26. Januar 2010
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Rezension bezieht sich auf: Across the Dark (Ltd.Edition Incl.Dvd) (Audio CD)
Nun ist mittlerweile das vierte Studioalbum von Insomnium auf dem Markt, und soundtechnisch hat sich nicht viel geändert. Die Band mit und um Frontman und Bassist Niilo Sevänen liefert auch mit Across the Dark melodischen, leicht progressiven Death Metal ab, wie man es von Insomnium kennt. Zum ersten Mal finden sich aber clean gesungene Passagen auf dem Album, für die allerdings nicht Sevänen, sondern Gastsänger Jules Näveri verantwortlich ist. Der Gesang stört zwar nicht, wertet die Songs aber auch nicht auf. Ich halte es eher für ein Expiriment, um sich weiterzuentwickeln. Und das hat im Gegensatz zu den vorherigen Alben auf "Across the Deark" auch ziemlich gut geklappt. Die Grundstimmung auf der Scheibe ist zwar noch eindeutig Insomnium, allerdings ist eine Weiterentwicklung zu den Vorgängern zu bemerken. Insgesamt ist "Across the Dark" etwas poppiger als das schwerere "Above the weeping World", wird dadurch aber nicht abgewertet. Wie gewohnt gibt es harte Gitarrenwände und Geknüppel, vermischt mit ruhigen, etwas progressiven melodischen Passagen. Und wie ebenfalls gewohnt sind die Titel recht lang, bis auf den Ohrwurm "Down with the Sun" und das Intro "Equivalence" haben alle Tracks eine Spielzeit von mindestens 5 Minuten. Dies erlaubt einen sehr angenehmen Aufbau innerhalb der Songs, sodass die für Insomnium typische etwas melancholische Stimmung sehr gut entwickelt werden kann. Die Gesamtstimmung des Albums passt besser als bei "In the Halls of Awaiting" und "Since the Day it all came down", allerdings nicht so gut wie das meisterhaft konzipierte "Above the weeping World". Die Lyrics sind aber gewohnt überdurchschnittlich genial und brechen das normale Strophe - Bridge - Refrain-Konzept ein wenig auf. Das Artwork ist wie immer gelungen und stimmt einen gut auf den Inhalt ein.

Insomnium - Across the Dark (insgesamt 8/10)

1. Equivalence (-)
Ähnlich wie "The Gale" ist "Equivalence" ein Intro, das die CD eröffnet und nahtlos in den zweiten Song übergeht. Daher sei für die Bewertung des Songs auf "Down with the Sun" verwiesen, da beide Tracks meiner Meinung nach zusammengehören. Erst sehr melodisch und ruhig steigert "Equivalence" sich langsam und gewinnt an Fahrt, um überzugehen in
2. Down with the Sun (10/10),
mit dem Insomnium das gleiche Prinzip verfolgen wie mit "The Gale" + "Mortal Share": Ein Intro + einen Ohrwurm. Denn dies ist Down with the Sun auf jeden Fall. Nach der kurzen Übergangsphase von "Equivalence" legt er sofort los mit einer getragenen Melodie und etwas Gebretter. Wunderbare Riffs und eine tolle Bridge lassen keinen Kopf oder Fuß still halten, der Song sorgt dafür, dass man sich sofort in das neue Album verliebt. Nach reichlichem Hören ist "Down with the Sun" mein Highlight auf der CD.
3. Where the last Wave broke (7/10)
legt sofort los, etwas poppiger als die vorangegangenen Songs. Dies stört allerdings erst im Refrain, der Cleangesang will einfach nicht so richtig passen. Die Richtung ist in Ordnung, aber am Feinschliff hapert es etwas. Ungewollte und unangenehme Parallelen zu In Flames tauchen kurzzeitig im Kopf auf, bis der nächste Track
4. The harrowing Years (8/10)
kommt und es vergessen macht. Ein schöner epischer Song, etwas langsamer als "Drawn to Black", aber diesem zumindest ein bisschen ähnlich. Hier passt sich der Cleangesang schön ein und ergänzt die Shouts. Der Song steigert sich zum Ende hin noch ein wenig und geht damit wunderbar in das schnelle
5. Against the Stream (8/10)
über, welches ordentlich loslegt, aber wieder einen Tick zu poppig geraten ist, um mich wirklich tief zu ergreifen. Der Refrain ist die Stärke dieses Songs und sorgt auch nach mehrmaligem Hören noch für Gänsehaut.
6. Lay of the Autumn (9/10)
Mit über 9 Minuten Spielzeit der längste Track des Albums. Ein geniales, leicht folkiges, ruhiges Intro schafft die Grundlage für episch/melancholische Passagen, unterbrochen von Cleangesang, welcher sehr gut in das Konzept des Songs passt. Der einzige Song auf dem Album, bei dem der Gesang zu 100% passt. In Zukunft bitte weiter so! Positive Assoziationen zu Opeth bilden sich. Ein sehr tiefgründiger Song, der sich erst nach häufigem Hören wirklich erschließen lässt, sich dann aber als eine der besten Arbeiten Insomniums zeigt.
7. Into the Woods (8/10)
fängt erst relativ unscheinbar an, offenbart dann aber einige tolle Riffs und eine der größten Stärken von Insomnium: Den progressiven Anteil. Denn durch diesen wechselt die Stimmung im Song mehrfach, was für einen hohen Spannungslevel sorgt. Es wird nie langweilig.
8. Weighed down with Sorrow (6/10)
Ist der letzte Track auf dem Album und schafft es nicht ganz das Niveau der restlichen Scheibe zu halten. Dafür ist er zu schwer (was eigentlich zum Titel und Thema passt) und hinterlässt nicht so ein befriedigenes Gefühl wie "Into the Woods". Geschickter wäre es gewesen die beiden Songs zu tauschen.

9. The new Beginning [Bonustrack](8/10)
ist der erste der beiden Bonustracks auf der Limited Edition. Stimmungstechnisch würde er auch auf "Above the weeping World" passen. Geniales Drumming und Stimmungswechsel machen den 7-minütigen Track zu einem echten Bonus, der sich nicht hinter den anderen Songs verstecken muss.
10. Into the Evernight [Bonustrack] (6/10)
Im Prinzip ist "Into the Evernight" eine neue Interpretation von "At the Gates of Sleep". Grundsätzlich nicht schlecht, reicht es aber nicht an das Original heran und bekommt dadurch schon Minuspunkte. Die besten Passagen sind die, die fast 1 zu 1 übernommen wurden. Recht unnötig, da hätte ich mir lieber einen etwas kürzeren und dafür unabhängigen Song gewünscht.

Mit fast einer Stunde Spielzeit ist die Limited Edition definitiv ihr Geld wert, auf der DVD befindet sich allerdings kein Material, das sich nicht einfach über das Internet beziehen ließe. Da hätte ich mir eine gründlichere Vorstellung der Bandmitglieder und Geschichte von Insomnium gewünscht.

Mein Fazit: Ein würdiger Nachfolger für das trotzdem etwas stärkere "Above the weeping World". "Down with the Sun" und "Lay of the Autumn" gehören nun definitiv zu meinen Lieblingstiteln und sind auch meine Anspieltipps. Nach solch einer Leistung werde ich kein schlechtes Gewissen haben, auch das nächste Album wieder im Voraus zu bestellen. Insomnium bleiben sich treu und gewinnen trotzdem an Facetten hinzu. Es wird Zeit, dass ich die Band einmal live zu Gesicht bekomme, vielleicht beim Summer Breeze.
Kaufempfehlung an alle Insomniumfans, sowie Fans von Opeth und (den alten) In Flames. Auch Kalmah-Freunde mögen zumindest einmal reinhören.
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