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36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Rezension bezieht sich auf: Chuckles and Mr.Squeezy (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Bereits im Vorfeld gab es genug Stimmen, die verlauten ließen, daß "Chuckles & Mr. Squeeze" das Ende von Dredg bedeuten würde. Wie beim Vorgänger wurde "Ausverkauf und Kommerzialisierung" geschrien. Poppig, elektronisch und catchy sind Dredg im Jahre 2011 und dies sei inakzeptabel.Aber Moment mal, die Band macht seit Jahren das, was sie möchte und scheut sich nicht, Erwartungshaltungen zu untergraben. Progressiv sind sie schon länger nicht mehr und spätestens seit "Information" weiß man, daß die US-Amerikaner auch Spaß an Popsongs haben. Dennoch klingt "Chuckles & Mr. Squeeze" nach gezwungener Andersartigkeit. Die Markenzeichen der Band, Slideguitar und das kraftvolle Drumming Dino Campanellas wurden kompromisslos über Bord geworfen. Stattdessen herrschen Synthesizer und ein programmiert klingendes Schlagzeug. Dies funktioniert zum Teil wie in "Down Without A Fight", in dem der Einfluß von Produzent Dan The Automator aus jeder Note herauszuhören scheint. Generell muß die neue Eingängigkeit nicht unbedingt Massenwarencharakter haben, sondern bildet viel mehr die Schnittstelle zu "The Pariah, The Parrot, The Delusion" (z.B. "Somebody Is Laughing", "The Thought Of Losing You") Was sich Dredg jedoch beim Opener "Another Tribe", der gerade boygroup'esk abschreckt oder "Where I'll End Up", einem Song, der jede Schlagerparty bereichern würde, gedacht haben bleibt schleierhaft. Bei so viel Ärger verblassen auch vermeintliche Akustikperlen wie "Kalathat", das mich weitaus weniger berührt als beispielsweise das herzergreifende "Cartoon Showroom" oder das gitarrenlastigere, zur Blaupause der Kollaboration Dredg/Dan The Automator gut geeignete "Upon Returning". Schade. Ich selbst bin ein großer Freund von elektronischen Einflüssen, Dan The Automator hat gemeinsam mit DJ Shadow das trashig-unterhaltsame "Bombay The Hard Way" geschaffen und neue Wege zu beschreiten gefällt mir immer mehr als ständige Selbstzitate und das Haften an vergangenen Großtaten. Trotzdem wirkt "Chuckles & Mr. Squeeze" wie ein Experiment des experimentierens wegen. Es ist trotz der steril wirkenden Instrumentierung nicht einmal seelenlos und dennoch lässt es kalt. Gitarrist Mark Engles selbst sagte, daß "Chuckles & Mr. Squeeze" eher als Projekt von Produzent und Band zu sehen ist, was mit der nächsten Veröffentlichung vielleicht überhaupt nichts zu tun haben könnte, was die Frage offen lässt, warum man es als "Dredg" herausgibt. Ich selbst muß nicht alle Wege gehen, die meine favorisierten Bands anlegen und somit ist dieses Album für mich schon jetzt die Enttäuschung des Jahres. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
Von 2 Kunden verfolgt
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag:
25.05.2011 16:43:26 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.12.2011 17:56:23 GMT+01:00
coolemucke meint:
Die Enttäuschung des Jahres...da kann ich mich nur anschließen. Unglaublich, was aus der Band geworden ist, die einst das Meisterwerk "El Cielo" geschaffen hat. Ich finde es echt traurig. Dredg besaßen lange Zeit absolut wahnwitzige Alleinstellungsmerkmale, die sie auf ihrem Weg offenbar alle verloren haben...
Veröffentlicht am
18.12.2011 17:45:35 GMT+01:00
LS64 meint:
Danke, Jenzo. Diese Rezension hat mir aus der Seele gesprochen und besser hätte man es wohl nicht schwarz auf weiß bekommen können. Ich bin davon überzeugt, dass dies nicht die letzten Worte für Dredg sein werden. Denn was mich erstaunt hat ist, dass manche Songs teilweise klingen, als seien sie nicht 100%-tig abgemischt worden und so bin ich der Hoffnung erlegen, dass das Wort "Projekt" ernster gemeint ist, als ich bis jetzt dachte.
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