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Kundenrezension

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Erzählung lenkt den Erzähler ...., 17. November 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Himmel über London: Roman (Kindle Edition)
Leonard Vermin ist ebenso launisch wie steinreich... und am Sterben. Wenn man kurz vor dem Ende des Lebensweges steht gibt es vieles um das man sich kümmern muss und Leonard organisiert ein Abendessen in einem vornehmen Londoner Restaurant mit Menschen die ihm nahestehen und vermeintlich Fremden. Auf diese allerletzte Mahlzeit steuert der Roman, mit vielen, sehr vielen Abschweifungen, zu und bezieht aus dem Drang des Wissen wollens seitens der neugierigen Leserschaft was der bald sterbende Leonard geplant hat zwar seinen Reiz, aber echte Spannung wie es zu einem Kriminalroman gehört vermochte sich bei mir leider während der ganzen Geschichte nie einstellen.

Von Hakan Nesser habe ich bisher nur „Kim Novak badete nie im See Genezareth“ gelesen und fands nicht soooo schlecht. Dieses Buch hier hat mich nur zu Beginn begeistert als die verschiedenen Personen eingeführt werden und man als Leser rätselt wie sie wohl zueinander stehen und wie sie aufeinander regieren werden wenn sie sich dann irgendwann Treffen. Als ich rund ein Drittel gelesen habe löste ich meine anfängliche Begeisterung langsam auf und leichte Ernüchterung kroch langsam in meine Gemüt. Hakan Nesser befasst sich abwechslungsweise, aber penibel genau und mit stoischer Ruhe mit den einzelnen Figuren und deren Befindlichkeiten und zusammen mit den Rückblenden in die Vergangenheit verliert er sich in ausufernde Beschreibungen. Es erschien mir so als lenkte die Erzählung den Erzähler und nicht umgekehrt. Bei einigen kleinen Handlungssträngen habe ich mich gefragt warum sie erzählt werden wenn sie im Nichts auslaufen...

Sprachlich ist das Buch einwandfrei und gut geschrieben aber ich stellte mir mehrfach die Frage, ob die schreiberische Routine von Nesser ihm hier etwas im Wege steht. Diese Geschichten sind mit viel schriftstellerischer Erfahrung geschrieben aber insgesamt etwas leidenschaftslos. Ein Grossteil der 576 Seiten langen Handlung(en) plätschert so vor sich hin bis man am Schluss und dem längst herbeigesehnten Höhepunkt ankommt der dann schnell abgehandelt wird und kein Höhepunkt ist. Zumindest meiner bescheidenen Meinung nach. Summa summarum ist das Buch nicht schlecht aber auch nicht gut, es ist solides Mittelmass. Eine Leseempfehlung kann ich nicht abgeben.
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.11.2013 13:54:36 GMT+01:00
Larina meint:
@Jürgen Zeller: Danke für die Rezi: Deine grosszügigen drei Sterne (Du rezensierst ja viel) kann ich nur damit erklären, dass Du nicht ALLE seiner ausnahmslos variantenreichen kurzen und langen, sprachlich grossartigen "Krimis" gelesen hast: Deine Fairness...berührt mich: Aber (das musste ja kommen) , ich kann auch Bücher mit 800 Seiten und 10 komplexen Geschichten gut finden, hier flog einer gegen die Sonne , und ist dann abgestürzt. dies masse ich mich an zu sagen, da ich seine Bücher kenne, seinen Weltruhm..und mir einfach überlegt habe: Wäre das Jürgen Keller aus X und er würde so einen Roman einem Verlag vorstellen..Du wohl schneller wieder daheim wäret, als der wind Dich tragen kann.(Ausser Du bist bereits weltbekannt:))
Das Buch ist für mich..ein Seitenmonster, ein schlechter Scherz.- Aber es geht bei den meisten der "Grossen" so: Mangels "politische" Thriller...bouahhhhhhh..Camilleri.....immer schlimmer....irgendwie , wie in der Politik..je weiter oben..je mehr geht die Bodenhaftung verloren.
Aber vielleicht...kennst Du eine Ausnahme.
Es grüsst..Larina

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.01.2014 17:30:33 GMT+01:00
na, dann lesen Sie auch "die Wahrheit über Kim Novak"
, muß eigentlich sein.
Nun habe ich grad das rezidierte Buch bestellt und denke ..... na ja, hät ich`s sein lassen sollen???, schaun mer mal

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.01.2014 18:38:08 GMT+01:00
Larina meint:
@Irmgard Backhaus: Ich hab auch die "Wahrheit..." gelesen. - Jedes Buch von ihm auf seine Weise gemocht (In Liebe, Agnes....etc)..aber hier, naja ich hoffe Ihnen gefällts!
Neujahrsgruss

Sonst verkaufen Sie es weiter:)

Veröffentlicht am 06.01.2014 19:12:12 GMT+01:00
Ich kann mich ihrer Rezension voll und ganz anschließen. Hakan Nesser gehört zu meinen Lieblingsautoren und ich habe nahezu alle seine Bücher mit großem Vergnügen gelesen, auch diejenigen die nicht vorrangig Krimis sind. Bei "Himmel über London" bin ich nun etwa bei der Hälfte angelangt, und ich warte immer noch auf den zündenden Funken. Stattdessen werden die Reflexionen über die Befindlichkeiten der handelnden Personen länger und länger und immer ermüdender. Über seine Sprache muss nichts gesagt werden, die ist pointiert und brillant wie man es von ihm gewohnt ist. Der "Uhrenmörder" ist eine absolute Randfigur, bisher wird er nur hin und wieder mal erwähnt. Warum er auf dem Klappentext erscheint ist mir ein Rätsel. Möglicherweise als "Köder" für diejenigen die meinen einen Krimi zu kaufen?
grüsse Renate
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