Kundenrezension

100 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kraft der Evolution, 22. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Schöpfungslüge: Warum Darwin Recht hat (Gebundene Ausgabe)
Natürlich kann man darüber streiten, ob ein solches Buch noch notwendig ist. Scheint doch die Evolutionstheorie zumindest in Europa allgemein anerkannt zu sein. Sieht man sich allerdings die im Anhang dieses Buches angeführten Statistiken an, sollte man sich diesbezüglich nicht zu sicher sein. Demnach wird die Aussage Die Menschen, wie wir sie heute kennen, haben sich aus älteren Tierarten entwickelt." von immerhin 23 % der Deutschen sowie jeweils 28 % der Österreicher und Schweizer als falsch bezeichnet.
Sicher muss man davon ausgehen, dass die meisten dieser Leute ein solches Buch nicht lesen werden (was aber offensichtlich manche nicht davon abhält, es zu rezensieren), dennoch kann es nicht schaden, nochmal sämtliche Belege für die Evolution an einem Ort zu versammeln.

Und Richard Dawkins präsentiert in diesem Buch wirklich eine ganze Reihe davon. Er zeigt, dass die Evolution durch eine Fülle an unabhängig voneinander entstandenen Belegen bewiesen werden kann, während kein einziger Hinweis dagegen spricht. So stimmt beispielsweise der Stammbaum, der in neuerer Zeit aus genetischen Untersuchungen abgeleitet wurde, genau mit demjenigen überein, der sich schon zuvor aus zoologischen Vergleichen und Fossilienfunden ergeben hatte. Dabei wird übrigens immer wieder betont, dass die Fossilien - auf deren angebliche Lückenhaftigkeit die Evolutionsgegner sich so gerne berufen - nicht die wichtigsten Belege für die Evolution sind. Selbst wenn wir kein einziges Fossil gefunden hätten, würden Beobachtungen an heute lebenden Tieren immer noch mit überwältigender Kraft zu der Schlussfolgerung führen, dass Darwin recht hatte.
Im Zuge seiner Ausführungen geht Dawkins auch immer wieder auf die Behauptungen der Kreationisten ein und widerlegt diese auf gekonnte, bisweilen durchaus auch etwas sarkastische Weise.
Für alle, die halbwegs unvoreingenommen an die Sache herangehen, dürften nach der Lektüre diese Buches kaum noch Zweifel an der Tatsache der Evolution bestehen.

Aber auch Leute, die ohnehin schon von deren Richtigkeit überzeugt sind, werden an diesem Werk ihre Freude haben. Denn es bietet noch viel mehr als nur eine bloße Aneinanderreihung von Argumenten.
Der Autor greif eine Vielzahl interessanter Themen auf, beispielsweise erklärt er, wie die Embryonalentwicklung funktioniert, überlegt, wo die Ursprünge des Lebens liegen könnten und stellt spannende neue Forschungsergebnisse vor. Dabei zeigt sich etwa, dass - im Gegensatz zur landläufigen Meinung - auch in der Biologie Hypothesen formuliert werden können, die einer experimentellen Überprüfung zugänglich sind.

Vor allem aber wird in diesem Buch auch aufgezeigt, wie der Mensch in den Stammbaum des Lebens eingegliedert ist, und es macht deutlich, dass der Gedanke, dass sich durch die Wirkung der Evolution aus kleinen Anfängen die scheinbar unendliche Vielzahl an Lebensformen, denen wir uns heute gegenüber sehen, entwickelt hat, mindestens ebenso großartig und begeisternd ist wie sämtliche religiösen Erklärungen - und dazu noch real!

Das ganze Buch ist wunderbar klar, verständlich und mitreißend geschrieben, sodass ich es nur empfehlen kann.
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Kommentare

Von 4 Kunden verfolgt

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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.09.2014 09:36:39 GMT+02:00
Roman Nies meint:
Der Autor, dessen antichristliche, athetistischen, evolutionshuldigenden Bücher Millionenauflagen haben, hält Christen für geisteskrank. Über seine eigene geistige Verfassung, die irgendwo zwischen Größenwahn und hybride Selbstüberschätzung zu sein scheint, erfährt man von Andrew Brown auf der Webseite von „The Spectator" folgendes zu seinem «bizarren» und «teuren» Kult: man bekäme über Dawkins Webseite für 210 Pfund im Monat- oder 5.000 Pfund im Jahr- «die Chance, an einer Veranstaltung teilzunehmen, wo er eine Rede halten wird». Für 100.000 Pfund im Jahr gäbe es «ein privates Frühstück oder Mittagessen mit Richard Dawkins», und wer bis zu 500.000 Pfund im Jahr spende, erhalte das «Privileg, einmal im Jahr mit ihm zu essen». Die verschieden teuren «Privilegien» heißen «Kreise» - und erinnern an die Kreise der Hölle
in Dantes Inferno, wie Brown bemerkt. Sie haben Namen wie «Darwin-Kreis» oder «Evolution-Kreis». Der «höchste» Kreis - das jährliche Essen mit Dawkins
- ist «Der Magie-der-Realität-Kreis». Brown meint: «Ich denke nicht, dass dies irgendwie ironisch gemeint ist.» So sei es für jedermann klar, außer für jene,
die teilnehmen, so Brown, «dass wir hier eine Religion ohne die guten Teile haben."
Eine hohe Intelligenz schützt vor Torheit nicht. Von Richard Dawkins wird kurze Zeit nach seinem Tod keiner mehr sprechen. Von Jesus schon noch. Und wir werden unsere Zeit auch nicht nRD nennen, sondern weiterhin nChr. Wir brauchen keinen Möchtegern-Zerstörer der Religionen, sondern einen Weltproblemlöser.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.09.2014 20:57:14 GMT+02:00
RuhigBleiben meint:
Sehr geehrter Herr Nies,

>>Der Autor, dessen antichristliche, athetistischen, evolutionshuldigenden Bücher Millionenauflagen haben, hält Christen für geisteskrank.<<

Wenn Sie nur irgendwelche Unterstellungen hineinkopieren können, den gleichen Text findet man noch unter anderen Büchern, sind die sachlicVielleicht löscht Ron Keller wieder seine Rezension, weil er Kritik zu seinem Standpunkt nicht ertragen kann. Aber damit ist er nicht allein, Herr Nies.hen Gegenargumente wahrscheinlich sehr begrenzt.

>>erfährt man von Andrew Brown auf der Webseite von „The Spectator" folgendes zu seinem «bizarren» und «teuren» Kult: man bekäme über Dawkins Webseite für 210 Pfund im Monat- oder 5.000 Pfund im Jahr- «die Chance, an einer Veranstaltung teilzunehmen, wo er eine Rede halten wird<<

Warum erfahren Sie das nicht auf der Homepage von Richard Dawkins?
Ist das Einwerben von Spenden, die auf der Webseite keineswegs einen PFLICHTBETRAG beinhalten, nicht legitim? Wenn Sie Richard nicht persönlich hören wollen, dann reichen auch schon 85Pfund, um Mitglied in seiner Foundation zu sein. Im Vergleich zur Kirchensteuer ein richtiges Schnäppchen, liegt die in Deutschland bei 8% (in BW) und 9% in den anderen Bundesländern.
Wofür verwendet Dawkins Spenden?
Wovon leben die vielen evangelikalen Legendenerzähler? Lebt Brown als Eremit? Vom Anbau eigenen Getreides?
Niemand muss Dawkins spenden, aber wir ALLE zahlen im Jahr 19,2Mrd ¤ ALLGEMEINE Steuern an die christlichen Vereine, die sich zudem ein eigenes Arbeitsrecht gesetzlich absegnen lassen.
Ich frage mich ehrlich, wo sind Ihre sachlichen Argumente? Sie haben nur billige persönliche Angriffe geliefert, wer ein wenig Realitätssinn besitzt, wird feststellen, dass die amerikanischen Kirchengemeinden genau auf einem Spendensystem basieren, das staatlich gestützt ist.

>>Wir brauchen keinen Möchtegern-Zerstörer der Religionen, sondern einen Weltproblemlöser. <<

Wo steht im Gotteswahn, dass jemand Kirchen in die Luft sprengen soll?
Wo steht im Gotteswahn, dass jemand Pfarrer vor der Kirche erschießen soll?
Wo steht im Gotteswahn, dass jemand auf den Kreuzzug gehen soll?
Wo steht im Gotteswahn, dass jemand wieder Hexen auf dem Scheiterhaufen anzünden soll?

Wer liefert wissenschaftlich fundierte Lösungen für Ernährungsprobleme?
Wer liefert wissenschaftlich fundierte Lösungen gegen Krankheiten?
Wer liefert wissenschaftlich fundierte Lösungen für den Klimawandel?
Wer liefert wissenschaftlich fundierte Lösungen für die Rätsel der Natur?

Wo ist der Beitrag Ihrer Seelenverkäufer zu diesen Fragen?
Wo liefert Ihr Geisterglauben eine Lösung für die sozialen Probleme?
Wo liefert Ihr Geisterglauben eine Lösung für die ökonomischen Probleme?
Wo liefert Ihr Geisterglauben eine Lösung für die ökologischen Probleme?

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Vielleicht löscht Ron Keller wieder seine Rezension, weil er Kritik zu seinem Standpunkt nicht ertragen kann. Aber damit ist er nicht allein, Herr Nies.

Hochachtungsvoll Ruhigbleiben

PS. Bei wie vielen positiven Kommentaren haben Sie Ihren sinnfreien Kommentar aus blindem religiösem Fanatismus noch daruntergesetzt? Hatten wohl Großkampftag mit copy & paste?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.09.2014 15:41:34 GMT+02:00
"Der Autor, dessen antichristliche, athetistischen, evolutionshuldigenden Bücher Millionenauflagen haben, hält Christen für geisteskrank. "

Das ist so nicht korrekt, Dawnkins hält die Anhänger ALLER Religionen die uralten Büchern mehr glauben als schenken als naturwissenschaftlich mühsam gewonnen Erkenntnisse für ziemlich beschränkt.

"Eine hohe Intelligenz schützt vor Torheit nicht".
Das ist grundsätzlich korrekt, allerdings führt niedrige Intelligenz zwansläufig zur Torheit.
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karin1910
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