Kundenrezension

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen im grenzland, 1. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Shades Of Deep Purple (Remastered) (Audio CD)
deep purples debüt bleibt - gerade aus heutiger sicht - ein hoch interessantes album. man hört eine noch mit beiden beinen ganz in den sixties stehende band, die es aber (zumindest einige von ihnen) schon mächtig woanders hin zieht, in ein unbekanntes land. vor allem das für den typischen sixties-pop schwerst überqualifizierte schlagzeug von ian paice und richie blackmorem (der trotz eines noch eher schmalen gitarrensounds schon ganz wie er selbst klingt) stürmen und drängen bereits richtung hardrock. rod evans dagegen singt noch ganz wie ein kind seiner zeit, zart und melodiegebunden einerseits, andererseits hat er die typischen hingeworfenen bluesvocals im stil von jack bruce, eric clapton oder jimi hendrix drauf.

wie so oft im leben: im grenzland ist es am interessantesten, dort, wo unterschiedliche geschmäcker, gerüche, kulturen sich aneinander reiben, einander durchdringen, aneinander zerren. dieses album ist gerade wegen seiner unentschiedenheit ein sehr spannendes.

Vier songs hier sind covers: hush ist mittlerweile fast schon ein purple-original, obwohl sie es nicht geschrieben haben - bluesrock im klassischen hendrix-stil. I'm so glad hält sich sehr treu an die atmo des cream-originals. help bremst den beatles-klassiker auf halbes tempo herunter und reichert ihn mit viel psychedelic-gewaber an - ein nicht frei von längen seiendes, aber dennoch spannendes experiment. hey joe inszenieren sie als siebeneinhalb-minuten-spaghetti-western in cinemascope, inklusive flamenco-fingerübungen von jon lord.

one more rainy day und vor allem love help me sind ganz typische sixties-pop-stücke, wie sie rod evans schrieb und liebte, harmonieselig, man hört deutlich die vorbilder heraus (beatles, beach boys, byrds, the who). ich finde diese songs sogar fast am interessantesten - sie sind sehr zeitgebunden, man spürt aber genau, wie die arrangements sie in eine andere richtung schieben.

die bonustracks (demos, liveaufnahmen) sind nur für historiker wichtig, weil von übler tonqualität.

fazit: ein unterschätztes album einer unterschätzten besetzung.
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Kommentare


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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 01.04.2009 11:38:10 GMT+02:00
Stephan Urban meint:
danke für den tipp! - die kam mir als vinyl schon vor jahren mal abhanden - und um diesen preis ist leicht nachgekauft....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2009 12:01:04 GMT+02:00
guitar meint:
und es ist klanglich echt ok, müsste auch für dich passen...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2009 13:15:29 GMT+02:00
V-Lee meint:
gott, da werden erinnerungen wach; 'hush' war tatsächlich die erste deep purple scheibe (obwohl das oroginal von joe south ja auch recht ok ist) die ich mir als damals wiederaufgelegte vinyl single zugelegt habe; @guitar: du kannst dir vorstellen warum - ich fand' das funky keyboard lick so geil...

Veröffentlicht am 01.04.2009 13:47:02 GMT+02:00
Child in time meint:
fazit: ein unterschätztes album einer unterschätzten besetzung.

Yes!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2009 11:39:06 GMT+02:00
Stephan Urban meint:
das remaster ist seltsam. im großen und ganzen klingt es so, wie ich es kenne und zwischendurch tauchen dann plötzlich ein paar töne auf, die ich noch nie gehört habe (hauptsächlich beim schlagzeug)
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