Kundenrezension

5 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Übles Machwerk, 7. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Bowling For Columbine (DVD)
Dieser Film ist ein manipulatives Machwerk. Moore verdient Geld in dem er sich in den aktuellen Mainstream einklinkt. Ich kann an diesem Film nichts aufklärendes finden. Man muss die NRA nicht mögen, und ich verstehe auch, dass ein Mitteleuropäer, der unter dem Schutz einer Freiheit aufgewachsen ist, die nur, und ausschließlich nur, durch die USA ermöglicht wurde, ihm also geschenkt wurde, vielleicht Schwierigkeiten hat zu verstehen, was das Recht auf den Besitz einer Waffe für einen Amerikaner bedeutet. Der Kern ist der: Wie soll die Rolle des Bürgers gegenüber dem Staat definiert werden? Und viele Menschen in den USA denken, dass ein Bürger das Recht haben sollte, sich gegen wen und wann auch immer verteidigen zu können. Darum geht es. Kein Mensch, der alle fünf Sinne beieinander hat, kann das, was in Columbine geschehen ist gutheißen oder etwas anderes empfinden als Entsetzen und Trauer. Aber diese Tragödie gegen das grundsätzliche Recht auf Waffenbesitz auszuspielen ist falsch. Wie ist der Staat grundsätzlich zu sehen? Mit Misstrauen? Mit alles selig machenden Erwartungen? Wo die Menschen immer mehr durch anonyme Regierungsorganisationen und Institutionen entmündigt werden - was bleiben da für Möglichkeiten sich zu wehren? Und die Menschen in Mitteleuropa haben keine potentielle Möglichkeiten mehr sich gegen einen in alle Bereiche des Lebens eindringenden Staat zu schützen. Hätten die Gründerväter der USA keinen Waffen gehabt, hätte es nicht Männer wie die "Minuteman" gegeben, der Aufstand gegen die Briten wäre zum Scheitern verurteilt gewesen.

Gut an dem Film ist, dass Moore sich selbst entlarvt. Was er mit Heston anstellt ist so etwas von perfide, dass man ausschalten möchte. Er interviewt einen alten Mann, über dessen entschiedene Ansichten man sicherlich diskutieren kann. Er spricht mit einem alten Mann, der vielleicht auch nicht voll in der Lage war mit seinen geistigen Kräften noch rhetorischen Widerstand zu leisten. Aber er spricht auch mit einem Mann, der in den frühen 60er die Bürgerrechtsbewegung aktiv unterstützt hat als dies in Hollywood noch Nachteile mit sich bringen konnte. Einem Mann, der in seinem Leben mehr Zivilcourage bewiesen hat wie viele andere seiner liberalen Kritiker. Moore hat nicht ein zehntel von dem charakterlichen Format Hestons. Moore ist der Typ der Polemikers, der mit anderen nicht streiten möchte, sondern jeden, der nicht seiner Meinung ist, als Reaktionär, Hillbilli denunziert. Wie er Heston das Bild des kleinen Mädchens zeigt - ich habe selten widerwärtigeres in einer Dokumentation gesehen.

Wer linksliberale Desinformation mag, wird mit diesem Film gut bedient sein. Die Wirklichkeit ist aber viel differenzierter und schwieriger. Ich rate dringend von diesem Film ab.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.04.2014 22:11:34 GMT+02:00
Thorthe meint:
Haha, aktueller Mainstream? Der Film ist von 2002!
Und Moore hat Recht behalten seitdem...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2014 07:22:05 GMT+02:00
Billy Budd meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.08.2014 20:00:17 GMT+02:00
AGL meint:
''Jeder Bürger sollte das Recht haben, sich zu bewaffnen - gerade in Europa, wo eine anonyme EU-Bürokratie die Menschen immer mehr entrechtet''
Wenn ich so etwas lese, hoffe ich, dass es so bleibt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2014 10:00:32 GMT+02:00
Billy Budd meint:
Eine andere Meinung kann ich aushalten. Danke für Ihren Beitrag.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2014 18:27:02 GMT+02:00
M+H L meint:
Wenn ich solche Äußerungen lese, bin ich heilfroh, in Europa zu leben!
Der Schrei nach Bewaffnung "weil einem Bürokratie zuwider ist," ist ein zum Himmel schreiendes Armutszeugnis!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.11.2014 23:52:29 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.11.2014 23:55:28 GMT+01:00
Rat_I meint:
En Armutszeugnis ist auch, absichtlich nicht verstehen zu wollen, was der Rezensent sagen will. Es geht bei dem Bestehen auf Waffenrecht der Amerikaner nicht um paranoide Angst oder Bewaffnung gegen Bürokratie. Es geht um die Fähigkeit zum Selbstschutz des Individuums. Es ist geschichtlich geprägt, teils durch den "Frontier-Gedanken" (bei der Besiedlung des Westens konnte einem schon mal ein Bär oder Halunke über den Weg laufen), teils durch Erfahrungen mit diktatorischen Regimen im Ausland. Ein Staat, der alle Gewalt besitzt, kann diese auch gegen die eigene Bevölkerung missbrauchen. So geschehen bei uns im Dritten Reich. Waffen in der Bevölkerung erhöhen nach dieser Ansicht die Hemmschwelle und sichern so die Demokratie mit. Völkermord ist so nur noch möglich, wenn man einen Bürgerkrieg riskieren will. Man muss diesem Argument nicht zustimmen, aber eine gewisse Logik kann man ihm nicht absprechen. Ich bin ebenfalls froh, dass Waffen bei uns eine geringe Verbreitung haben, verstehe aber auch die amerikanische Grundhaltung. Ich stimme im übrigen zu, dass das Interview mit Heston einer der Tiefpunkte des Films war.
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