Kundenrezension

74 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einfach zu viel gewollt..., 20. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Australia (DVD)
Ein Film in zwei Akten - so kann man "Australia" wohl sehen. Der erste Akt handelt von der jungen Lady Sarah Ashley (Nicole Kidman) die kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs nach Australien zu ihrem Mann reist, der dort eine Rinderfarm betreibt. Nur leider ist ihr Mann nicht mehr am Leben und die Farm wird von einem mächtigen Viehbaron streitig gemacht. Die einzige Hoffnung ist der Viehtreiber Dover (Hugh Jackman). Mit seiner Hilfe und dér Hilfe des Aboriginie-Waisenjungen Nullah, versucht sie ihre Herde zur Küste zu treiben, um dort die Versorgung der Armee mit Rindfleisch zu gewährleisten.

Die Handlung in "Australia" schwelgt in wunderschönen Bildern und grandioser Panoramaoptik, die berauschenden Australischen Landstriche werden feinfühlig mit einem Hauch Aporiginie-Magie angereichert gezeigt. Die Ohren werden mit musikalischer Melancholie umschmeichelt, dass es schon infatil kitschig wird.
Nicole Kidman und Eastwood-Verschnitt Hugh Jackman liefern glücklicherweise eine so brilliante Show ab, dass die Mischung aus Melancholie und Action einfach passt. Hier verdient sich der Film volle fünf Sterne für großes Gefühlskino in Down Under.

Nun erfolgt im zweiten Akt des Films ein sehr holpriger Übergang, für Melancholie ist kein Platz mehr, eher mutiert "Australia" zu einer Art Kriegsdrama. Hier geht es um die Geschichte der so genannten "Verlorenen Generation", der Mischlingskinder, so eines wie Nullah. Eigentlich eine spannende Geschichte, die des Erzählens durchaus würdig ist. Nur leider hat Regisseur Baz Luhrmann zu viel gewollt mit dem Film. Erst die wunderbare Reise durch die australische Wildnis, in Verbindung mit der Spannung eines Rancherkrieges. Damit wäre es gut gewesen und der Zuschauer hätte einen hervoragenden Film gesehen. Nun aber die Geschichte in Richtung Kriegsdrama und den Kampf um einen kleinen Aboriginie-Jungen zu wenden unterhält zwar, zufriedenstellend ist es aber nicht. So hat der Zuschauer am Ende zwei Filme gesehen: Einen ohne ein richtiges Ende und einen ohne gescheiten Anfang. Schade, aber ich finde die tollen Darsteller, die überzeugenden Bösewichte und die "Magie" vom Abenteuer im Outback hätte eine kaum bessere Liebeserklärung an Australien sein können. Kriegswirren und das Drama um einen Waisenjungen haben dem Film seiner Magie wieder beraubt. Somit gibt es 3 Sterne für einen Film der so schön begann und so stark nachgelassen hat.
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1-10 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 23.02.2009 09:49:28 GMT+01:00
Samira meint:
sehr informative Rezension. Danke.

Ich war schon am überlegen ob ich ihn mir vorbestelle. Immerhin war der Trailer sehr schön. Aber ich glaube nun nehme ich eher Abstand davon.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2009 18:42:02 GMT+01:00
mrflincki meint:
Kannst ihn Dir ruhig vorbestellen. Filme wie Musik sind Geschmackssache. In allem kann man was reininterpretieren und alles auseinanderfieseln. Doch was bringt das? Kino ist Unterhaltung und sollte auch so betrachtet werden.
Die Handlung, die Schauspieler, die Kulisse, die Landschaft: Großartig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2009 08:39:28 GMT+01:00
Amigo Del Sol meint:
da stimme ich dir voll und ganz zu - es gibt Filme die informieren, es gibt Filme die zum Nachdenken anregen, ebenso wie es Filme gibt die absolut sinnlos sind oder Filme die einfach nur unterhalten wollen. Was von dir die hier genannten Punkte wie Handlung, Schauspieler, Kulissen und die Landschaft betrifft, stimme ich für die erste Hälfte des Film 100% mit überein. Wäre der Film dann zu Ende gewesen - er wäre für mich ein absolutes Meisterwerk, dafür war die Bildsprache des Regisseurs einfach grandios inszeniert.

Aber es ist die zweite Hälfte des Films mit der ich hadere - hier verflacht die Story für meinen Geschmack zu sehr. Die Schauspieler sind zwar immer noch gut, aber das Drehbuch schwächelt hier doch massiv. Die Story entwickelt sich nach Schema F und die Szenen erinnern mehr an Filme wie Pearl Habour, als an eine Liebeserklärung an Australien. Das fand ich schlichtweg einfach nur ungünstig. Da man hier ja den ganzen Film beurteilt, hat sich meine Bewertung bei drei Sternen eingependelt. Sicherlich Geschmackssache, aber mich hat dieser "2 in 1-Film" nach so einem tollen Beginn, doch am Ende schon ziemlich enttäuscht.

Gruß
Esau

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.03.2009 19:18:43 GMT+01:00
G. Franke meint:
Würde ich nicht machen! Voraussetzung ist nur, dass man "Vom Winde verweht" mag. Dieser ist auch so, nur schöner! Ich habe ihn im Kino gesehen und habe mir heute die DVD reserviert.

Veröffentlicht am 16.03.2009 16:10:29 GMT+01:00
Exciter30 meint:
Auf den Film bin ich mal neugierig wenn er auf DVD kommt. Meine Frau hat den Streifen im Kino gesehen und sie war sehr angetan, aber ich lass mich mal überraschen. Wahrscheinlich war Sie nur von Hugh Jackmann so begeistert :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.03.2009 11:15:57 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.03.2009 11:16:34 GMT+01:00
Amigo Del Sol meint:
meine Freundin war auch sehr angetan von dem Film oder von Hugh Jackman, dass lassen die sich ja nicht entlocken... ;o)

Aber da bin ich doch froh, dass man als Mann ganz objektiv an den Film drangehen kann, ohne dabei irgendwelche Sympathien für irgendwelche Schauspieler zu haben ;o) Deswegen grenzt sich meine Rezension von den ganzen vollmundigen 5-Sterne Rezensionen wohl etwas ab ;o)

Ich bin auf jedenfall schon gespannt, was der liebe Exciter zu dem Film sagt :o)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2009 12:33:09 GMT+01:00
Drothea meint:
Ich will zwar nicht sagen, Hugh Jackman würde mir nicht gefallen, aber der alleine kann kaum der Grund sein, wie dieser Film einen mitreißt... Ich fand die Zweiteilung der Geschichte auch etwas merkwürdig, aber wäre der Film nach der Abgabe der Rinder zuende gewesen, hätte ich ihn schwach gefunden... tolle Bilder und Schauspieler zwar, aber die richtige Problematik um Nullah/die Mischlingskinder entstand doch erst danach.
Der Film ist nicht perfekt, aber er ist seit langer Zeit der beste Film den ich gesehen habe, episch, abwechslungsreich, wunderschön, voller Gefühl... aber ich finde ihn nicht übertrieben. Schließlich sinken sich der Drover und Mrs Boss auch nicht ständig in die Arme!

Einen Fehler kann man mit diesem Film jedenfalls nicht machen ;)

Veröffentlicht am 24.04.2009 15:12:54 GMT+02:00
Suedalpen meint:
Interessante Kritik, allerdings genau umgekehrt zu dem, wie ich den Film empfunden habe. Die erste Hälfte kitschig, vorhersehbar, unglaubwürdig und einfach überflüssig, wenngleich tolle Landschaftsaufnahmen und tolle Darsteller. Dann der zugegebenermassen überraschende Turn und dann wird es richtig großes Kino. 2 ganz unterschiedliche Filme, ohne den 2. Teil aber nur schööön langweilig.

Veröffentlicht am 05.05.2009 07:45:13 GMT+02:00
Exciter30 meint:
Hallo, mein Freund. Nachdem bei uns zumindest gestern Abend kein so tolles Wetter war habe ich es geschafft mir den Film anzusehen. Meine Frau kannte den Film übrigens schon und sie war begeistert. Ich habe ihn nun eben gestern zum ersten mal gesehen und kann leider meiner Frau nicht zustimmen. Da darf ich mich eher Deiner Meinung anschließen. Auch bei mir gäbe es bei einer Rezension nur drei Sterne für den Film. Zum einen stimme ich Dir in den genannten Kritikpunkten bei und dann gibt es noch ein paar andere Punkte die mir missfallen haben. Es gibt einfach zuviele Szenen des Films die wieder so typisch Hollywood sind das einem die Haare wehtun. Was ich aber definitiv am furchtbarsten fand sind die unzähligen Effekte des Films. Selbst Einstellungen wo nur jemand auf einem Pferd sitz, welches nur dasteht, wurden anscheinend oft vor Blue Screen gedreht. Viele der Effekte wirken für mich dann auch noch relativ billig und sind sofort als solche zu erkennen. Als die Rinderherde auf den Abgrund zustürmt ist das fast schon unerträglich. Ja, ich kann Dir da nur zustimmen. Es ist ein guter Abenteuer- und Unterhaltungsfilm, aber hier wäre mehr Potential vorhanden gewesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.05.2009 08:18:58 GMT+02:00
Amigo Del Sol meint:
Hallo Exciter,

ich habe eigentlich gar nicht so explizit darauf geachtet, welche Szenen nun vorm BlueScreen entstanden sind und welche nicht. Ich halte es eigentlich auch nicht für so schlimm, wahrscheinlich weil ich der CGI-Generation angehöre ;o) Aber die Szene mit der Rinderherde und dem geradezu gigantischen Abgrund, war dann schon technisch ein wenig übertrieben. Aber Hollywood kann halt nicht mehr ohne, vor allem bei Blockbustern.

Aber ich hoffe doch, dass du auch noch ne Rezi zu diesem Film hier schreibst - hier gibt es viel zu viele euphorisierte 5-Sterne-Bewertungen ;o)

Schöne Grüße
Esau

P.S.: Hab mir die Tage "Quigley - Der Australier" mit Tom Selleck angesehen und kann ihn nur empfehlen - das ist noch richtige Hausmannskost in einem echten australischen Western garniert ;o)
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