Kundenrezension

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine emotionale Rezension, 10. Mai 2012
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Weather Systems (Limited Edition) (Audio CD)
Anathema sind eine Band, die mich mittlerweile seit 15 Jahren begleiten. Kennengelernt habe ich sie durch das Album "The Silent Enigma" und ich konnte mit diesem dumpfen Dark-Metal Gegrunze überhaupt nichts anfangen. 1999 dann, als ihr Album "Judgement" erschien, habe ich eine äußerst positive Kritik darüber gelesen und heute bin ich ein glühender Verehrer ihrer Musik. Soviel zu meiner Beziehung zu dieser Band...

Anathema machen mit "Weather Systems" da weiter, wo sie 1998 mit "Alternative 4" begonnen - oder besser gesagt neu begonnen - haben und sich seither konsequent auf einem musikalischen Pfad befinden, der mich persönlich immer wieder sehr berührt. "Weather Systems" ist toll! Schon der Opener "Untouchable Part I" berührt mit seinem Text und der dazu mehr als bewegenden Art, sich immer weiter zu steigern, um anschließend nahtlos in eine sowas von schöne Ballade ("Untouchable Part II") überzugehen, daß es einem schon fast die Tränen in die Augen treiben kann.

"Weather Systems" ist ein sehr dramatisches und emotionales Werk. Anathema verstehen es wieder einmal hervorragend, Emotionen beim geneigten Zuhörer zu erzeugen. Die Texte sind einfach wundervoll poetisch und die Musik paßt dazu, wie die Faust auf's Auge. Und das bei jedem Song.

Vergleiche mit vorangegangenen Alben finde ich müßig, da meiner Meinung nach seit '98 eine Entwicklung bei Anathema stattfindet, die ich als stetig und logisch empfinde. Jedes Album hat seinen eigenen Charakter, jedoch ist ein konsequenter Stil zu erkennen. Immer geht es um die ganz großen Emotionen, ohne dabei jemals unglaubwürdig oder - schlimmer noch - kitschig zu wirken. Also ich persönlich nehme Dan Cavanaugh seinen Schmerz und seine Sehnsucht echt ab... Konnte man Ende der 90'er noch deutliche Affinitäten zu Pink Floyd erkennen, haben Anathema nun ihren ganz eigenen Weg gefunden, sich musikalisch zu erkennen zu geben.

Fazit

Wer dramatische, emotionale und bewegende, melodiöse Musik mag, der kommt hier voll auf seine Kosten! "Weather Systems" ist ein bewegendes Album. Nichts zum nebenbei hören, denn den Texten sollte man durchaus seine Aufmerksamkeit schenken - nicht, weil es so viel Neues zum Thema Sehnsucht und Herzschmerz zu sagen gibt, sondern, weil Vinvent Cavanaugh und seine Jungs es auf eine Art und Weise tun, die ihresgleichen sucht! Ich persönlich bin begeistert, deshalb 5 Sterne.

Danke für's Lesen...
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.05.2012 13:00:02 GMT+02:00
M. Orzessek meint:
Schöne Besprechung.

Was sagen Sie denn zu der "Eternity"? Die gehört meiner Meinung nach auch schon zu den "modernen" Anathema-Alben. Falls Sie die bisher nicht mochten, geben Sie dem Album doch nochmal eine Chance. ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2012 13:25:53 GMT+02:00
Fugazi meint:
Guten Tag :-)

Ich verstehe, warum viele die "Eternity" für eines von Anathema's stärksten Alben halten. Ich bin jedoch mit "Judgement" eingestiegen und Sie müssen zugeben, daß sich diese beiden Alben nur schwer miteinander vergleichen lassen. Nicht, weil das eine bessere ist, als das andere, sondern einfach, weil sie sich im Stil sehr unterscheiden. Und das meinte ich, als ich schrieb, daß ich "Weather Systems" für eine logische und konsequente Weiterentwicklung halte.

Offtopic: Nebenbei bemerkt finde ich es erschütternd, daß "Weather Systems" hier als langweilig betitelt wird. Ich halte es für das beste Album seit 1999...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.05.2012 19:21:15 GMT+02:00
M. Orzessek meint:
"Nebenbei bemerkt finde ich es erschütternd, daß "Weather Systems" hier als langweilig betitelt wird. Ich halte es für das beste Album seit 1999... "

Das auf jeden Fall. Das Album ist ganz, ganz groß! Aber die Nörgler sind ja auch in der Minderheit. :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.05.2012 14:52:02 GMT+02:00
"Offtopic: Nebenbei bemerkt finde ich es erschütternd, daß "Weather Systems" hier als langweilig betitelt wird. Ich halte es für das beste Album seit 1999... "

Die Nörgler sind zwar in der Unterzahl, aber sie sind da! ;)
Ich für meinen Teil kann es bspw. nicht nachvollziehen, wie man ein Album mit so wenig Energie wie WS mit Meilensteinen wie Eternity oder Judgement vergleichen kann...sorry!
Ich konnte da bisher keinerlei Analogen festmachen, obwohl das einige hier Propagieren.
Seit "we're here..." kann ich mir nicht helfen: das hat für mich leider ein bischen was von Pink Floyd nach der 'The Wall' Phase, die für mich auch die letzte reizvolle Platte der Band war.
Nicht falsch verstehen, ich mag Anathema nach wie vor und ich kaufe Ihnen auch ab, dass sie es ernst meinen und: ja meiner Frau gefällt das Album auch, aber sie mag auch die Division Bell von Pink Floyd. ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.05.2012 20:17:01 GMT+02:00
"aber sie mag auch die Division Bell von Pink Floyd. ;) "

Ist das etwa so schlecht? Die "Division Bell" hat für mich genauso seine Höhepunkte vor allem "High Hopes" ist einer meiner Alltime Favorites von Pink Floyd...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.05.2012 12:18:08 GMT+02:00
und in diesem Punkt unterscheiden sich unsere Geschmäcker.
Es ist nicht so, dass ich High Hopes nicht hören könnte, aber es reicht m. E. nicht an die atmosphärische Dichte von Klassikern wie bspw. "Set The Controls For The Heart Of The Sun" oder die laszive Gelassenheit von "Echoes" oder meinetwegen auch "wish you were here" oder "comfortably numb" heran. ;)
Es sind alles nette Nummern auf der WS, aber es fehlt mir persönlich einfach die "Gänsehaut". Die großen Emotionen die Fugazi hier beschreibt regen sich bei mir persönlich beim anhören jetzt nicht.

Veröffentlicht am 31.08.2012 10:08:39 GMT+02:00
Ashberk meint:
Ich mag diese leicht zu hörenden neuen Alben zwar gern, aber Silent Enigma ist definitiv immer noch mein Lieblingsalbum. Von Gegrunze keine Spur, viel mehr extremste Emotionen, Geschrei und berührende Klanglandschaften zwischen Doom Metal und den neueren atmosphärischen Klängen.

Veröffentlicht am 06.09.2012 13:31:51 GMT+02:00
Ralf Klein meint:
Ich selbst kenne Anathema seit Pentecost III und habe alle Alben der Band und auch schon mehrere Konzerte besucht. Ich gehöre wohl zu den wenigen, die beide Seiten dieser Band wirklich gut finden, z.B. "We the gods" auf Pentecost III oder "Shroud of Frost" auf The silent enigma waren atmosphärisch grosse Songs und garnicht so weit weg von dem, was die Band heute macht. Es ist vielleicht etwas anders verpackt, aber die Grundstimmung ist doch irgendwie vergleichbar. Und nicht zuletzt der Gesang macht einen grossen Unterschied. Ich möchte daher von einer Weiterentwicklung sprechen, die hoffentlich noch nicht zu Ende ist.
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