Kundenrezension

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumbesetzung, 14. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Mozart: Die Entführung aus dem Serail (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Seit der Aufnahme dieser "Entführung" im September 1973 in Dresden sind inzwischen fast 35 Jahre ins Land gegangen, und doch klingt das Werk praktisch noch so frisch und unverbraucht wie am ersten Tag.
Das ist zunächst einmal dem unvergessenen Dirigenten Karl Böhm zu danken, zu dessen musikalischen Göttern Mozart an ganz bevorzugter Stelle zählte. Zudem hatte der Dirigent sich für die Aufnahme eine wahre Traumbesetzung zusammenstellen können, die keinen einzigen Schwachpunkt aufzuweisen hat. Arleen Augér singt eine jugendfrische Konstanze, und die Blonde an ihrer Seite wird von Reri Grist nicht minder überzeugend dargestellt. Stimmlich ist an beiden weiblichen Hauptpersonen nicht das geringste zu bemängeln. Das gilt ebenso für die männlichen Darsteller: Peter Schreier in der Rolle des Belmonte läßt keinen einzigen Wunsch, weder darstellerisch noch gesanglich, offen, er bietet hier eine seiner besten Leistungen auf Platten. Eigentlicher Star der Aufnahme ist für mich allerdings Kurt Moll, der den Osmin mit einer Tonschönheit und einer Genauigkeit im Gesanglichen ausstattet, daß man von der ersten Zeile an begeistert ist. Mag er vielleicht der abgrundtiefen Bosheit des unbarmherzigen Haremswächters nicht immer ganz überzeugend beikommen, so nimmt sein makelloses und fein schattiertes Singen so gefangen, daß dieser kleine Mangel (wenn es denn einer ist) mehr als wettgemacht wird. Harald Neukirch schließlich gibt einen untadeligen Pedrillo. Bedauerlich ist allerdings, daß die DGG wieder einmal zu der fragwürdigen Praxis gegriffen hat, die Dialoge nicht von den Sängern, sondern von Schauspielern sprechen zu lassen. Das beeinträchtigt den Wert der Produktion zwar nur marginal, ist aber keinesfalls gutzuheißen, zumal Sänger und Sprecher nur sehr bedingt harmonieren. Ein großes Kompliment gebührt dem Rundfunkchor Leipzig, der seinen Part mit Bravour meistert, und die Staatskapelle Dresden beweist ein weiteres Mal ihren Ruf als "des deutschen Vaterlandes herrlichstes Instrument" (Richard Wagner). Daran hatte auch der real existierende Sozialismus nichts ändern können. Obwohl es noch eine ganze Reihe guter "Entführungen" gibt (z.B. von Fricsay, Beecham, Jochum, Solti), ist mir Böhms Einspielung neben der alten Decca-Produktion von 1950 unter Josef Krips insgesamt die liebste.
Die Klangqualität ist ganz hervorragend, und auch das beigefügte Textbuch hat hohe Qualität. Es enthält auch das vollständige deutsche Libretto mit französischer, englischer und italienischer Übersetzung.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.04.2012 20:49:54 GMT+02:00
Ich bedeute alles, hat in Ordnung mit Ihnen gemacht; alle Sänger sind merveillieux - Merveilleuse Réri Grist, P.Schreirer, und Kurt Moll aber vergessen Sie nicht, die Version von Jhon Eliot Gardiner (zu hören, Goldregister) wenn Sie die Gelegenheit haben, sie ist wunderbar - Christian (Frankreich)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.05.2012 22:11:56 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 26.05.2012 16:36:55 GMT+02:00]
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