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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzschlagfinale, 26. Juni 2011
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Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 9 (Audio CD)
Gustav Mahlers neunte Sinfonie ist sein letztes vor seinem verfrühten Tode vollendetes Werk. Folglich wird es nicht wundernehmen, dass er mit diesem monumentalen Stück Abschied nimmt - Abschied von der Welt, vom Leben, von der Liebe. Zur Zeit der Komposition wusste er bereits um seine unheilbare Herzkrankheit. Seine neunte Sinfonie ist wohl wie keine andere aufgeladen mit Emotion, intimen Bekenntnissen und Weltschmerz. Dennoch bleibt am Ende keine Wut, keine Verzweiflung, sondern Versöhnung mit dem Schicksal und geradezu etwas wie Verklärung.

Die Komposition eröffnet mit dem berühmten Andante comodo, das von vielen als die vollkommenste und genialste Zurschaustellung von Mahlers Fertigkeiten angesehen wird. Programmatisch beginnt der Satz mit der Verbildlichung der Schläge von Mahlers krankem Herzen. Im Laufe des Satzes kulminieren immer wieder die Gefühle zu teils wilden Ausbrüchen, welche sich aber gegen Ende wieder beruhigen, wenn auch mit einem fahlen Beigeschmack.
Ein derber Ländler und eine verzweifelte Rondo-Burleske stellen die beiden Binnensätze dar. Mahler scheint hier von weniger gewichtigen Dingen Abschied zu nehmen, wie etwa vom Rausch, von Körperlichkeiten, vom Spiel und von der Geselligkeit.
Erst im berührenden Finale, dem Inbegriff des Adagios, lässt Mahlers Geist von der treibenden Kraft seiner Existenz: von der Liebe. Dieser Satz ist das Intimste, was Mahler je geschrieben hat, und rührt immer wieder zu Tränen. Eindrucksvoll stellt der österreichische Komponist zur Schau, wie perfekt er es vermochte, Intimitäten in die orchestrale Form zu verpacken. Am Ende steht das Nichts, die süße Verklärung der eigenen Vergänglichkeit.

Die vorliegende Einspielung durch die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan entstand während der Berliner Festwochen 1982. Für einen Live-Mitschnitt ist die Aufnahmequalität hervorragend. Auch wenn Karajan nur wenige Mahler-Einspielungen vornahm, gilt er als Experte auf diesem Gebiet. Nicht umsonst betrachten viele Kritiker gerade die vorliegende Aufnahme - ebenso wie die etwa zur selben Zeit entstandene Studioaufnahme der Neunten - als eine der besten.
Und tatsächlich handelt es sich um eine herausragende Darbietung, die jede Klassiksammlung zu bereichern vermag. Karajan widerlegt gekonnt den oft gegen ihn gehegten Vorwurf, er habe live nur mittelprächtige Leistungen vollbracht. Das farbenreiche, pointierte und facettenreiche Spiel der Berliner sorgt für fließende Nuancen, vollkommene Transparenz und werktreue Differenziertheit. Karajan lädt seine Interpretation mit einem Gros an Spannung auf, die einen fesselnden Vortrag garantieren, der durchweg dem Geiste Mahlers verpflichtet ist und die tiefe Menschlichkeit dieser Musik verstanden hat...
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.06.2011 20:22:59 GMT+02:00
Mit dieser widerlichen Schmonzette, die nichts weiter anführt als Gemeinplätze und dämliche, völlig obsolete Alma-Mahler-Phrasen, haben Sie sich wirklich endgültig den Titel "Phrasen- und Schmonzesgott" verdient. Chapeau!
Darüber hinaus ist es besonders amüsant, wie Sie stets versuchen, sich sprachlich-stilistisch eine Aura des Gelehrten zu geben; ein Unterfangen, das an Ihren erheblichen musikalischen und sprachlich-stilistischen Defiziten (mein persönlicher Favorit: die Verbindung des Substantivs "Gros" mit einem unbestimmten Artikel...) durchgehend scheitert.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie sich in Zukunft auf nüchterne Angaben zu technischen Details der konkreten Aufnahme beschränken würden, anstatt die Leser mit -aus musikwissenschaftlicher Perspektive- zum größten Teil völlig unhaltbaren und falschen Gemeinplätzen zu belästigen.
Wer tatsächlich mit einem Werk noch nicht vertraut sein sollte, wozu sollt er sich ausgerechnet auf Ihre verkitschten Unwahrheiten verlassen?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.06.2011 20:59:16 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.06.2011 21:00:19 GMT+02:00
Andre Arnold meint:
Alle Achtung, lieber Herr Maurus: Sie sind wirklich auf Zack. Sie scheinen meine Rezensionsseiten täglich zu scannen - sehr zum Nachteil ihrer eigenen kreativen - Entfaltung...

Leider haben Sie bis jetzt nicht bemerkt, dass ich hier nur meine eigenen Eindrücke wiedergebe. Was bspw. Alma Mahler anbelangt, so bin ich nicht über die ihren unterrichtet.

Ich würde es noch mehr begrüßen, wenn Sie sich nicht in Haltlosigkeiten bzgl. meines Personalstils ergingen, von unangebrachter Polemik ganz zu schweigen.

Aber dennoch weiß ich Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit sehr zu schätzen, ist Hass doch die schönste Form der Anerkennung...

Ihnen alles Gute,
Ihr André Arnold

PS: Was hat Ihnen denn an meiner neuesten Rezension (Beethoven, Klavierkonzerte) nicht gefallen...?

Veröffentlicht am 06.07.2011 18:41:18 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 14.02.2012 21:57:31 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 13.05.2012 10:16:48 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 09.06.2012 22:43:58 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 13.01.2013 17:47:28 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 17.01.2013 21:41:41 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.02.2013 16:49:21 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 16.02.2013 15:03:17 GMT+01:00]
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