Kundenrezension

96 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Garantiert kein Fall für den Friedhof der Vergessenen Dichter!, 27. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien von Hildgunst von Mythenmetz (Gebundene Ausgabe)
Wie vielgestaltig die Welt Zamoniens ist, weiß man seit "Die 13  Leben des Käpt'n Blaubär". "Die Stadt der Träumenden Bücher" greift sich aus diesem Universum einen Ort heraus, der dem Leser bislang noch unbekannt ist: Buchhaim, eine Stadt in der sich alles nur um Bücher dreht. Moers stattet diese Welt mit so ziemlich allem aus, was das Leserattenherz begehrt. Jede Facette der literarischen Welt findet in Moers' Buchhaim ihre Entsprechung und genau deswegen werden wohl alle, die Bücher lieben, auch "Die Stadt der Träumenden Bücher" lieben.

Doch es ist nicht nur die Grundidee Buchhaims, die zu überzeugen weiß. Moers glänzt wie schon in vorangegangen Werken auch hier wieder mit einer unbeschreiblichen Liebe zum Detail und mit einer schier unerschöpflichen Phantasie in der Namensgebung. Absurde Romantitel, ulkige Autorennamen – für Moers alles kein Problem. Und so schmunzelt man immer wieder über Namen wie Dölerich Hirnfidler, Sanotthe von Rhüffel-Ostend oder T.T. Kreischwurst.

Auch der Einfallsreichtum, mit dem Moers die verschiedenen Epochen der zamonischen Literaturgeschichte entwirft, ist äußerst faszinierend und hochgradig unterhaltsam. Da gibt es beispielsweise den sogenannten Gagaismus, eine Bewegung der zamonischen Literatur, in der man Sprachfehler als besonderes Stilmittel verwendete. Für Moers ist keine Idee zu absurd. Alles fügt sich zu einem liebenswert-ulkigen Gesamtbild zusammen. Locker erzählt, stets unterhaltsam und ein wahres Lesevergnügen.

"Die Stadt der Träumenden Bücher" ist wieder einmal ein Prachtexemplar eines Walter-Moers-Romans und ist Zamonienfreunden ohnehin schon ausdrücklich ans Herz zu legen, aber auch für Quereinsteiger in die zamonische Literatur durchaus geeignet. Nachdem "Ensel und Krete" mich nicht so sehr vom Hocker gehauen hat, kann Moers mit diesem Werk wieder an die Hochform, die er mit "Die 13  Leben des Käpt'n Blaubär" erreicht hat, anknüpfen.

FAZIT: Hochgradig phantasievoll, hochgradig unterhaltsam, trotz seines Umfang nicht eine Sekunde langatmig und ganz nebenbei auch noch eine liebenswerte Huldigung an das Lesen. Kurzum: Dringend zur Lektüre empfohlen!
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.11.2007 21:53:07 GMT+01:00
Mumrik meint:
Stadt der träumenden Bücher: Ganz Ihrer Meinung. Auch ich fand Ensel und Krete nicht so toll. Ich kann Ihnen aber den dritten Band "Rumo" sehr ans Herz legen. Meine Lieblingsfigur war da ein untoter Kampfyeti ... wie hieß er noch? Lesen!!!

Veröffentlicht am 04.01.2012 21:42:08 GMT+01:00
blood-fairy meint:
Der Kommentar war hilfreich, lesen werde ich es trotzdem nicht. Leider hat meine Klamauk-Phobie dadurch nur noch mehr Futter bekommen.
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