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Kundenrezension

46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Traum mit kleinen trüben Wölkchen - aber man muss sie lieben, 25. Juli 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fujifilm X-E1 Kompakte Systemkkamera (16 Megapixel APS-C CMOS Sensor, 7,1 cm (2,8 Zoll) Display, Full HD, HDMI) nur Gehäuse schwarz (Camera)
Ich habe schon länger eine Ergänzung zu meiner 5D mkII gesucht, die zwar bei Jobs treue Dienste leistet, im Alltag aber dann doch nur bewusst mitgenommen wird und nicht einfach mal so in die Tasche wandet. Allein schon auf Grund von Größe und Gewicht überlegt man es sich zweimal, ob die 5D nun in die Tasche wandert oder nicht. Aus diesem Grund suchte ich auch gezielt im Bereich von Systemkameras nach einer Ergänzung. Jeder fotoaffine Mensch auf diesem Planeten dürfte mit dem zeitlos schlichten aber auch unheimlich effizienten Design einer Leica vertraut sein - und wohl auch mit den astronomischen Preisen, die selbst für die "Einsteigervariante" M-E aufgerufen werden. Eine Leica ist wie ein Porsche 911 - das Design funktionierte vor Jahrzehnten hervorragend und auch heute freut man sich, eine einmal zu sehen; dazu dann erstklassige Technik und der Mythos lebt. Aber eben auch ein Mythos gerade wegen der horrenden Preise, die sich die meisten Menschen (sowohl Amateure wie auch Profis) einfach nicht leisten können oder wollen.

Und hier kommt Fuji mit der X Serie ins Spiel. Nachdem Olympus mit dem Wiederbeleben der OM Reihe ja den Retrozug so richtig in Gang gesetzt hat, lehnt sich das Design der Fuji X-Serie nun an das klassische Leicadesign an, allen voran natürlich das der X-Pro 1, aber selbst die Kameras mit fester Optik schlagen genau in diese Kerbe: schlicht, schnörkellos, funktional, aber dennoch schön.

Die Entscheidung zw. X-E1 und X-Pro 1 fiel mir dann doch recht leicht, denn so spannend der Hybridsucher der X Pro 1 auch sein mag, er rechtfertigt in meinen Augen den aufgerufenen saftigen Aufpreis einfach nicht, denn abgesehen vom Hybridsucher und ein paar Kleinigkeiten steckt in beiden Modellen praktisch die gleiche Technik: ein 16,3MPixel APS-C CMOS Sensor mit Fujis X-Trans Technologie (im Gegensatz zum herkömmlichen Bayer Farbfilter, der 2x2 Pixel einnimmt, umfasst der Farbfilter bei Fuji 6x6 Pixel, was zu einer geringeren Neigung führt, Moire-Muster zu produzieren), der gleiche Bildprozessor, identisches AF System (TTL Kontrastmessung) mit 49 AF Punkten. Das Display der X-Pro 1 ist 0,2in größer und bietet eine höhere Auflösung, dafür ist der EVF der X-E1 mit seinem 2,36MPixel aufgelösten OLED Display dem der X-Pro 1 doch deutlich überlegen (1,44MPixel LCD). Die X-E1 ist eindeutig darauf ausgelegt, mit dem EVF benutzt zu werden, das Display auf der Rückseite ist zwar recht ordentlich, lässt präzises Fokussieren dann aber doch nur bei maximaler Vergrößerung zu und ist dann in sehr hellen Umgebungen nur schwer ablesbar. Aber nun zur Kritik im Einzelnen:

Haptik:
Die Fuji anzufassen ist eine wahre Freude. Sie ist handlich und sehr wertig gebaut, Ober- und Unterseite sind aus Metall gefertigt genauso wie die Bedienelemente an der Oberseite. Sie liegt zumindest mir gut in der Hand. Trotz der wertigen Bauweise fühlt sie sich sehr leicht an. Vergleiche ich die X-E1 mit der Haptik der 5D, dann würde ich mir wünschen, dass Canon sich davon mal eine Scheibe abschneiden würde. Nicht, dass die 5D mkII billig wirken würde, aber sie vermittelt keinen so schönen Eindruck wie die X-E1. Einzig der Scrollcontroller auf der Rückseite fällt bei der X-E1 ein wenig qualitativ aus dem Rahmen, ein Metallrad wäre hier passender gewesen.

Bedienung & Handhabung:
Die Bedienelemente sind im wesentlichen selbsterklärend und eindeutig, die Einstellräder für Verschlusszeit und Belichtungskorrektur bedürfen keiner Erklärung, der Auslöser ist ebenfalls eindeutig. Die Menüführung ist recht logisch und einfach, könnte aber etwas zügiger ausfallen, jedoch sind zumindest die meisten Menüpunkte leicht auffindbar und ebenfalls selbsterklärend, wenn man denn weiß, wie man mit einer Kamera umzugehen hat. Auch die Knöpfe auf der Rückseite werfen wenig Fragen auf. Bereits nach wenigen Minuten hatte ich für mich alles wesentliche herausgefunden. Allein der AE-Lock wollte anfangs nicht das tun, was ich von ihm wollte. Ein sehr praktisches Feature ist die Fn Taste direkt neben dem Auslöser, die mit benutzerspezifischen Auswahlen belegt werde kann. Leider hat es Fuji versäumt am Einstellrädchen für die Dioptriekorretur eine Markierung anzubringen, die zumindest die 0-Stellung anzeigt und so muss man selbst erst einmal einen Sehtest bestehen, um sie wieder korrekt einzustellen und wehe dem, der aus Versehen an das Rädchen kommt und danach im Eifer des Gefechts beim manuellen Fokussieren das ganze nicht bemerkt. Auch der Annäherungssensor vom EVF ist manchmal etwas zickig, was zwar hier und da etwas nervig sein kann, im Großen und Ganzen aber kein nennenswertes Problem darstellt. Den eingebauten Blitz hätte man sich sparen können, die Leitzahl reicht gerade einmal dafür aus, andere Blitze im Slavemodus anzusprechen, einzig die Möglichkeit den eingebauten Blitz auch nach oben richten zu können (man muss ihn allerdings in der jeweiligen Position festhalten) ist interessant, bei einem reflektierten Blitzen über die Decke oder einen Reflektor dürfte bei einer LZ von 7 aber nicht mehr viel Licht übrig bleiben.

Autofous/Fokushilfe:
Zum Autofokus selbst kann ich an dieser Stelle nichts sagen, da ich mich bewusst gegen die Fuji Optiken entschieden habe und meine vorhandenen vollmanuellen Canon FD Optiken benutzen nutze, sowie das ein oder andere M-Bajonett Objektiv im Auge habe. Da dies kein Arbeitstier ist und ich im Zweifel auch die Zeit habe, einfach 1 oder 2s fürs Fokussieren zu verwenden oder das Bild erneut aufzunehmen ohne dabei den Moneyshot zu verpassen, ist mir der Autofokus recht egal. Dank des EVF kann mit einem Klick auf das Wahlrädchen die Lupe eingestaltet werden, mit der das Fokussieren recht gut und zügig funktioniert. Die seit dem 22.07.2013 veröffentlichte Firmware Version 2.0 hat zudem noch eine Fokussierhilfe nachgereicht, die über Schattierungen im Sucherbild den scharfgestellten Bereich hervorhebt. Das funktioniert auch recht ordentlich, wenn ausreichend kontrastreiche Kanten vorhanden sind, allerdings hätte ich mir eine farbliche Hervorhebung gewünscht, um effektiver zu sein. Meiner Meinung nach kann man auf das Feature recht gut verzichten, da man an der Lupe eigentlich nicht vorbei kommt und auch Bereiche markiert werden, die an der Grenze zum Fokusbereich liegen.

Bildqualität:
Absolut top und über jeden Zweifel erhaben. Die Schärfe ist erstklassig, Farbwiedergabe sehr gut, Treppchenbildung bzw Moire-Muster sind (wahrscheinlich dank der X-Trans Technologie) nicht zu erkennen und auch der Kontrast ist wirklich gut. Selbst out of the camera sind die Bilder durchaus ordentlich und lassen erahnen, wie viel Spielraum bei der RAW Entwicklung zur Verfügung steht. Fujis Filmemulationen sind ebenfalls sehr interessant, gerade die Schwarz/Weiß Emulation produziert wirklich sehr solide Ergebnisse, die mit ein paar Handgriffen in Lightroom schon wirklich beeindrucken, da die Presets in die RAW Datei geschrieben werden. Die Filmemulation liegt bei mir auf der Fn Taste, sodass ich bei einem Bild auch direkt den S/W Eindruck beurteilen kann, wenn ich das Gefühl habe, dass das Motiv sich für eine S/W Entwicklung anbieten würde.

Software und Performance:
Die Einschaltzeit ist ziemlich gut, allerdings auch nicht überragend schnell, das Schreiben von Datei hingegen dauert etwas sehr lange. Die Filmemulation frisst scheinbar auch einiges an Rechenleistung selbst bei nur aktiviertem EVF, sodass bei Schwenks das Bild zu ruckeln beginnt (ein ähnlicher Effekt tritt bei vorherrschender Dunkelheit auf).

Fazit:
Was habe ich mich gefreut eine Kamera wieder in den Händen zu halten, die über klassische Bedienelemente zu bedienen ist, so wie bei der geliebten Canon A1 meines Vaters, mit der ich meine ersten Fotogehversuche machte. Ein Einstellrad für die Verschlusszeit, ein Blendenring und ein ordentlicher Fokusring, was braucht man mehr? Dieses Bedienkonzept sagte mir auch schon bei der Leica M8 und M9 zu, aber beide waren einfach unerschwinglich und hätten ein zweites Objektivsystem erfordert. Die X-E1 bietet eine Besinnung auf das wesentliche in der Fotografie, überschwemmt den Benutzer nicht mit zu vielen unnützen Features und Gimmicks, bietet eine hervorragende Bildqualität und ist kompakt und klein genug, um ein ständiger Begleiter im Alltag zu sein. Es macht mir Spaß frei von Automatiken mit ihr zu arbeiten. Back to the roots. Ihre kleinen Unzulänglichkeiten machen sie für mich persönlich nur noch sympathischer und liebenswürdiger. Fuji könnte die Fokushilfe zwar gern in einem kommenden Firmwareupdate noch verbessern, aber abgesehen davon bin ich mit ihr einfach glücklich und für mich steht eines fest: die geb' ich nicht mehr her!
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