Kundenrezension

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lauter ja, aber nicht wirklich besser, 25. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Louder Than Ever (Audio CD)
Da ist sie nun, das von Ronnie mir gegenüber als "Zwischenrelease" bezeichnete Output unserer hübschen Mädels aus Horsens...Als er mich im Herbst letzten Jahres anschrieb, mich nach historischen Konzertaufnahmen für die Bonus DVD fragte und mir dabei von dem Konzept der CD berichtete, war ich zunächst doch ein klein wenig skeptisch...da waren gleich mehrere meiner absoluten Lieblingssongs der Maids, welche in neuem und kraftvollerem Soundgewand neu aufgenommen und neu "arrangiert" werden sollten. Ronnie meinte, er und Hammer hatten das Gefühl, daß mit der Wahl der damaligen Produzenten genau bei den Songs "etwas liegengelassen" zu haben und sie eigentlich weit besser und kraftvoller hätten klingen können.
Vor ein paar Tagen bekam ich dann das Machwerk und, was soll ich sagen, ich bin schon ein wenig ernüchtert. Natürlich haucht Jacob Hansen den Songs mehr Punch ein und lässt sie weitaus moderner, kraftvoller und klarer klingen. Leider wurde aber auch an den Songs selber einiges (zum schlechten) überarbeitet und verändert. "Playing God" beispielsweise wird mitten im Refrain der Stecker gezogen und zumindest zur Hälfte das Bremspedal durchgedrückt anstatt nahtlos weiterzurocken wie in der Ausgangsversion. Mit dem Tempowechsel und dem unnötigen und auch inhaltlich völlig unpassenden Lyrikwechsel wurde das Lied leider gänzlich zerupft und seines treibenden Elements weitgehend beraubt. Ähnlich ist es es bei "He who never lived", wo eine komplett neue (nicht schlechte, leider aber nicht zur Dynamik des Songs passender) Bridge als Fremdkörper eingefügt wird, welche den neuen weit hinter den alten Originalsong zurückfallen lassen. Wie es hätte gehen sollen, zeigen dagegen die beiden nächsten Kracher "Virtual Brutality" und "Tortured Spirit", welche quasi unverändert ("Virtual Brutality") oder zumindest beinahe ("Tortured Spirit") dann auch ähnlich gut wie Ihre Vorbilder sind.

Ich bin kein großer Freund von Balladen. "With these eyes" war aber immer mein PM Lieblingsschleicher, welcher mich wirklich berührt hat und des öfteren den Weg unter meinen Halbleiterlaser gefunden hat...Die neue Version dagegen überzeugt mich nicht: Viel zu orchestral, keyboarddominat und überfrachtet und mit Backgroundchorvocals, welche zumeist dort nichts zu suchen haben. Das Lied wurde seiner beeindruckenden Schlichtheit (was das Arrangement angeht)und seines dadurch innewohnenden Zaubers in der neuen Version fast völlig beraubt.

Die neuen Songs überzeigen mich auch nicht restlos..."Deranged" ist ein cooler Rocker und für mich bereits das beste Stück der 4 neuen...ob es der Song allerdings auf Motherland oder Pandemonium geschafft hätte, da bin ich mir nicht so sicher.
"My Soul To Take" erinnert in seiner Schmalzigkeit und Belanglosigkeit an "Little Drops of Heaven" oder "Sad To See You Suffer", den beiden Singlen aus den letzten beiden Alben. Nuclear Boomerang gefällt (mir) wieder ein bischen besser, trotzdem hätte es dem Song gut getan, wenn man sich noch die ein oder andere Stunde damit beschäftigt und ihm ein wenig Persönlichkeit eingehaucht hätte. "A Heart Without A Home" ist eine der besseren Balladen der Maids.

Mir hätte man mehr Freude gemacht Hansen die Originalmasterbänder (ok, sind wohl heute eher Files) zum neu abmischen und mastern zu geben als die Songs neu zu interpretieren, umzuarbeiten und neu aufzunehmen. Besser ist keiner darüber geworden. Alle haben (für mein Dafürhalten) mehr oder weniger gelitten. Der Sound ist fraglos besser geworden, der Mix und die kompositorischen Veränderungen gefallen mir nicht.
Einziger Trost: Durch das Album und die sie begleitende Tour dürfte der ein oder andere Song (wenn wohl auch in der neuen Version) wieder in die Setliste schlüpfen...und die meisten der Songs wurden schon gut 10 Jahre nicht mehr live gespielt.

Die Bonus DVD ist leider ebenfalls nicht besonders gelungen. Größtenteils private Camcorderaufnahmen der vergangenen Motherlandtour. Ganz nette Insights ins Bandleben im Studio und "on the road" und den skurilen Humor im Maidscamp. Leider nichts, was man sich mehr als einmal anschaut. Eine Pro Version des Wacken Gigs oder endlich das Roskilde Festival von 1990 hätte ich mir sicher noch dutzende Male in den Player gelegt. Dieses Machwerk verschwindet wohl für immer in der Hülle und das ganze Digipack im Regal.. Sehr ärgerlich, da ich (auf Ronnies Bitte hin) über 120GB an altem Konzertmaterial Richtung Schweden geschickt habe und nicht ein Schnippselchen davon verwendet wurde sondern beinahe ausschliesslich eigenes Material des Machers dieser DVD.

Fazit: Für €19 Euro nichts was man zwingend haben muß. Ich freue mich schon umsomehr auf das nächste "echte" Album der Maids...
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