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Kundenrezension

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Gesegnet seien die wahrhaft Dummen,...", 7. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Homicide: Ein Jahr auf mörderischen Straßen (Taschenbuch)
"...denn sie geben Hoffnung denen, die gegen sie ermitteln".

Baltimore 1988: auf wenig mehr als die Schwachsinnigkeit ihrer Zielpersonen können die Detectives des Morddezernats (Homicide Division) ihre Zuversicht legen, schließlich steckt die DNA-Analyse noch in den Kinderschuhen, während die Mordrate Jahr für Jahr steigt und kein Außenstehender etwas gehört und gesehen haben möchte. Tröstlich erscheint einzig, dass sich in einer der Städte mit dem niedrigsten Bildungsstand der USA die Verdächtigen oft genug selbst ans Messer liefern.
David Simon, bis dato Reporter bei einer örtlichen Tageszeitung, erhält zu seinem eigenen Erstaunen die Erlaubnis, die Ermittler ein Jahr lang bei ihrer stets hoffungslosen, manchmal gar sinnlosen Arbeit zu begleiten.
Herausgekommen ist demnach eine journalistische Arbeit, mehr Dokumentation als Roman, eine Art erzählendes Sachbuch, ein Tagebuch des Verbrechens.
Im Morddezernat darf der Autor Teil einer der letzten Männerbastionen sein, spielt mit in der kriminalen Oberliga einer paramilitärisch organisierten Institution und wird Zeuge beim alltäglichen Leid und Elend auf den heruntergekommenen Straßen der Stadt. Immer wieder aufs Neue wird die endlose Komödie von Verbrechen und Strafe aufgezogen, bei der es wenig schwarz und weiß, umso mehr Grauschattierungen, nur sehr wenige wahre Opfer, dafür unzählige Täter gibt.
Mehrere "Red-Ball-Fälle" ziehen sich hierbei als roter Faden durch die gesamten Erzählungen, allen voran die Vergewaltigung und Ermordung einer Elfjährigen, die dem Leser noch lange als Sinnbild der Bestie Baltimore in Erinnerung bleibt.
Ebenso bleibt allerdings hängen, dass viele Krimiautoren dieser Welt anscheinend doch über keine so überladene Phantasie verfügen wie vermutet. Auch wenn man reichlich Einblick in sonst eher vernachlässigte Bereiche wie Obduktionen, Verhöre und Gerichtsverhandlungen erhält, so hält sich die Überraschung bei den Schilderungen über das durchschnittliche Ermittlerleben sehr in Grenzen. Viele als Klischees abgehakte Tatsachen wie die des dauerübermüdeten, unzählige Überstunden schiebenden, von Bürokratie und politischem Gezerre gefrusteten Ermittlers scheinen doch nicht so sehr an den Haaren herbeigezogen zu sein. Auch die miesen Zustände der Dienststellen, das laue Privatleben der Beamten, die Mischung aus Kameradschaft und Konkurrenz untereinander kommen einem nicht gänzlich unbekannt vor.
Letztlich bleibt dadurch der Eindruck haften, nur wenig Neues oder gar Überraschendes aufgetischt zu bekommen. Polizisten als gesellschaftliche Märtyrer, die ein ehrbares Leben im Dienst einer verlorenen Sache führen,... um nichts anderes dreht sich seit Jahrzehnten ein Großteil der Romanwelt. Wenn die Bestätigung dieser Botschaft mehr oder weniger die einzige Aussage dieses Buches ist, dann hätte man durchaus ein bisschen mehr erwarten dürfen.
Allein der Doku-Stil sorgt dafür, dass man die Berichte nicht mit einem x-beliebigen Krimi verwechselt.
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