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Kundenrezension

42 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Bücher über Hundeverhalten, 14. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Wanja und die wilden Hunde: Mein Leben in fünf Jahreszeiten (Gebundene Ausgabe)
"Wieder so ein Hundebuch", dachte ich, als ich "Wanja und die wilden Hunde" zur Rezension für das Wolf Magazin bekam. Ich erwartete nichts Besonderes. Dann begann ich zu lesen ... und konnte nicht mehr aufhören. Jetzt gehört dieses Buch neben "Merles Tür: Lektionen von einem freidenkenden Hund" zu meinen absoluten Lieblingshundebüchern.

Die Liedermacherin Maike Maja Nowak beschreibt ihr Leben in dem kleinen russischen Dorf Lipowka. Sieben Jahre lebt sie dort zusammen mit verwilderten Haushunden, die ihr zulaufen.
Im Gegensatz zu vielen Tierfreunden, die beispielsweise südeuropäische Straßenhunde meinen "retten" zu müssen, nur um sie alleine in eine deutsche Stadtwohnung zu sperren, nimmt die Autorin sich völlig zurück und beobachtet nur. Sie lässt die Hunde einfach Hunde sein.
Nur die minimalste und notwendige Erziehung bringt sie ihnen bei, indem sie selbst sich so verhält, wie sich ein Leittier verhalten würde - und tut damit intuitiv genau das Richtige.

Maike Maja Nowak hat eine heute ganz ganz selte Gabe: Sie hat Geduld, kann sich zurücknehmen und beobachten. Gerade durch ihre sehr detaillierten Beobachtungen und Beschreibungen der individuellen Hundepersönlichkeiten lernen wir mehr über das natürliche Verhalten von Hunden, als wir es von diversen "Hundeflüsterern" oder von irgendeinem "Hundetraining nach Methode XY" lernen können.
Wer setzt sich heute noch hin und beobachtet ein Tier, ohne es manipulieren zu wollen?
Wer kann heute noch wirklich beobachten? Der Schriftsteller Barry Lopez schrieb in seinem Buch "Arktische Träume": "Man braucht nicht nur eine lange Zeit der Beobachtung, bevor man sagen kann, was ein Tier tut; man braucht eine lange Zeit, um zu lernen, wie man beobachten muss." Das kann ich nach 20 Jahren Freilandforschung an wilden Wölfen nur bestätigen.
Nowak kann beobachten. Und zwar tut sie dies mit unglaublichem Respekt und Achtung vor dem Tier und seiner Art zu leben.
Zu sehen, wie Wanja und die anderen wilden Hunde leben, macht mich aber auch traurig. Ich trauere um die zahlreichen seelisch verarmten Hunde, denen wir ein Leben mit uns aufdrängen, ohne zu fragen, welche Bedürfnisse sie überhaupt haben. Huskys an der Leine, Terrier auf dem Sofa, Labradore ohne Schwimm- und Apportiermöglichkeiten - Hauptsache, wir haben unseren Kuschelfaktor und uns geht es gut.
Nowak dagegen schafft es sogar, einen Hund im Gebüsch vor ihrer Hütte leben zu lassen (ohne sich ihm aufzudrängen), weil sie seine Angst vor Menschen und anderen Hunden respektiert und ihm Zeit lässt, diese zu überwinden. Diese unglaubliche Herzenstiefe der Autorin hat mich sehr beeindruckt.

Fasziniert hat mich als Freilandforscherin die von der Autorin beschriebene Ähnlichkeit zwischen dem Verhalten der verwilderten Hunde mit dem von mir beobachteten Verhalten wilder Wölfe (was ja auch Günther Bloch schon bei seinen "Pizza-Hunden" bestätigt hat). Wie auch wir es immer in unseren Büchern beschreiben, nutzt die Autorin das so Gelernte, für ein besseres Verhältnis zu ihren Tieren.

Berührt hat mich als Autorin auch der Schreibstil von Maike Maja Nowak, der auf eigenartige Weise einfach aber dennoch poetisch ist. Leise zieht sie den Leser in ihr Leben hinein, ohne sich aufdrängen zu wollen. Das ist ihre große Stärke - beim Schreiben und bei den Hunden.
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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 11.08.2012 23:34:14 GMT+02:00
read!! meint:
Danke für diesen Beitrag! Er trifft in allen Aussagen, meiner Meinung nach zu 100% zu.
Da sage ich einfach mal herzlichen Dank!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.12.2012 00:17:28 GMT+01:00
Meike Pasucha meint:
Die Hunde in Spanien etc pp werden nicht vor einem Leben als "freie Hunde" gerettet. Tatsache ist, dort herrscht teilweiße eine himmelschreiende Brutalität, furtchbarste Gräueltaten. Man kann die Augen davor verschließen, abwarten, beobachten, sich Zeit lassen- und dabei zusehen wie unzähligste Hunde verstümmelt, und gefoltert werden. Man kann aber auch Tierschutz betreiben, und diese Tiere retten. Da lauten nämlich die Möglichkeiten: qualvoll zu Tode kommen, oder bei einem Menschen leben. Die Variante, die Nowak's Hunde haben besteht dort unten praktisch gar nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.02.2013 13:55:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.02.2013 14:02:49 GMT+01:00
Mission Hund meint:
Dem kann ich nur zustimmen!
"Im Gegensatz zu vielen Tierfreunden, die beispielsweise südeuropäische Straßenhunde meinen "retten" zu müssen,..." ist ein Satz, der in der ansonsten doch guten Rezension nicht hätte stehen müssen!
Z.B.: Nach der Jagdsaison in Spanien und Portugal wird es immer "lustig"! Da die Jäger keine Lust haben die Menge an Hunden, die sie zur Jagd brauchten, bis zur nächsten Saison durchzufüttern, behalten sie nur 2-4 von 20-30 Hunden. Die anderen werden, wenn sie Glück haben, "nur" weggejagt oder erschossen. Die anderen... Galgos werden zum "Klavierspielen" aufgehängt, dass heisst, dass sie nur noch mit den hinteren Zehenspitzen auf den Boden kommen, bis sie die Kraft verlässt und sie langsam ersticken, Podencos werden Stöcke hochkant in das Maul gesteckt, damit sie weder fressen noch trinken können.
Um immer schnellere Galgos züchten zu können, muss eine Auswahl getroffen werden. Sie werden einfach hinten an Autos gebunden, um sie zum schnelleren Laufen zu trainieren. Wenn sie nicht schnell genug sind, haben sie eben Pech gehabt und werden mitgeschliffen, bis sie tot sind oder halbtot liegen gelassen!
Haben Sie sich schon mal gefragt, warum so viele Auslandshunde keine Rute mehr haben? Jugendliche und Erwachsene machen sich einen Spass daraus, brennbares Material um die Rute eines Hundes zu wickeln und anzuzünden, weil der Hund (oft auch kleine Welpen) so "lustig" hüpft mit der brennenden Rute.
Haben Sie schon die Bilder gesehen von einer Hündin, die während der Geburt ihrer Welpen mit Benzin übergossen und angezündet wurde!
In Mexico gibt es zu Feiern oft eine Piñata. Ein mit Süssigkeiten oder Früchten gefüllter Pappmaschébehälter, der an einem gespannten Strick hochgezogen wird. Dann wird mit verbunden Augen mit einem Stock solange darauf eingeschlagen, bis das Ding ganz kaputt ist. Das Gleiche wird in Bulgarien mit Hunden gemacht! Oder sie werden mit einem Strick um den Bauch solange gedreht, bis dieser sie in der Mitte durchtrennt.
Und...und...und...

Und das sind keine Einzelfälle!

War das jetzt zu anschaulich beschrieben? Haben Sie Tränen in den Augen oder möchten Sie davon gar nichts wissen?
Mir sind jedenfalls Tränen beim Schreiben gekommen, denn ich habe sowohl die Bilder gesehen als auch Hunde, die einiges davon erlebt haben (4 leben bei mir).
(Und ja, es war auch schon ein deutscher Hund dabei, auf dem sie mehrere Päckchen Zigaretten ausgedrückt haben!)

Also wie war das noch gleich? "...Tierschützer..., die meinen retten zu müssen..."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.05.2013 13:57:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.05.2013 14:35:30 GMT+02:00
Saachi meint:
Ich kann das bestätigen - ich lebe im Süden - und jeder Hund, den ich vermitteln kann - z.B. in liebevolle Deutsche Hände - macht mich unendlich glücklich und ich behaupte mal, den Hund auch. Wir haben den Wolf domestiziert - dieser konnte noch für sich selbst sorgen. Straßenhunde können das nicht, sie können nicht einfach mal wie eine Katze in eine Mülltonne springen um sich zu ernähren. Ich finde, jedes fühlende Wesen sollte dazu beitragen, ein Stück weit Wiedergutmachung zu leisten und Gräuel wie die o. beschriebenen zu verhindern und zu ächten. Auch ich habe 3 Hunde aufgenommen - und einen Karpatenwolf, der sonst ein grausames Ende genommen hätte. Ich habe ein großes Grundstück und meine Tiere haben entsprechend Auslauf - aber es ist auch nichts gegen eine Wohnung zu sagen, wenn man den Grundbedürfnissen des Tieres nachkommt. Tierschutz ist so wichtig - und sei es "nur" um den Monstern die gesellschaftliche Anerkennung zu entziehen. Solange es noch Leute gibt, die sich in ihrem grausamen Tun akzeptiert fühlen, wird sich nichts ändern.
"Nowak dagegen schafft es sogar, einen Hund im Gebüsch vor ihrer Hütte leben zu lassen (ohne sich ihm aufzudrängen), weil sie seine Angst vor Menschen und anderen Hunden respektiert und ihm Zeit lässt, diese zu überwinden. Diese unglaubliche Herzenstiefe der Autorin hat mich sehr beeindruckt." Mich beeindruckt das auch - und ich erlebe es selbst jeden Tag, das die Streuner zu ängstlich sind, zu fressen, solange ich daneben stehe. Also ist es jedesmal ein Eiertanz - ausmachen, ob der Hund in der Nähe ist damit nicht andere, wohlgenährte Hunde mit Besitzern sich das Essen schnappen, dann um die Ecke laufen und warten, bis das Tier kommt und aufgefressen hat bevor ein "menschliches" Wesen des Wegs kommt und ihn weg jagen kann. Es hat sich hier in Griechenland schon einiges getan - aber vieles ist noch im Argen, wenn auch nicht mehr so schlimm wie die oben beschriebenen Bilder - bei denen ich wirklich weinen musste. Und die mich wahnsinnig wütend machen.

Ich habe einen Nachtrag - gerade fand ich dies im Net - und bin entsetzt - dieses Buch stand eigentlich auf meiner Wunschliste:
http://www.willisworldandfriends.com/2013/05/maja-novak-warum-bist-du-blo-nicht.html
und
http://www.change.org/de/Petitionen/sofortige-absetzung-der-sendung-die-hundefl%C3%BCsterin-maja-nowak-hilft-zdf?utm_campaign=signature_receipt&utm_medium=email&utm_source=share_petition
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