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Atta Troll - ein Sommernachtstraum,
17. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Atta Troll - Ein Sommernachtstraum - Deutschland - Ein Wintermärchen. (Broschiert)
Atta Troll ist der Name eines Bären. In Ketten gefesselt wird das edle Tier, auf Jahrmärkten als Tänzer vorgeführt. Begleitet wird er von seiner "Gattin", der schwarzen Mumma. Plötzlich reißt sich das Tier von seiner "Slavenfessel" los und entdeckt die Freiheit. Er flieht in die Berge zu seinen Kindern und erzählt von seinen Erlebnissen und warnt vor dem Menschen, der sich "Herrn der Schöpfung dünket". Ein Bärentöter bringt Meister Isegrim zur Strecke.
Heinrich Heine bringt im Atta Troll seine Forderungen nach Freiheit, Bürgerrecht und Einheit des Volkes als Tierparabel zu Papier. Der in Ketten gefesselte Mensch muss sich von den "Erz-Aristokraten", die frech und "adelsstolz" auf ihn herunterschauen befreien und seine Rechte erkämpfen: "Menschenrechte! Menschenrechte!", ist sein Aufschrei und "Einheit! Einheit!" sein Weckruf an die Nation. Heine begehrt gegen jede Form von Diskriminierung auf: "Grundgesetz sei voll Gleichheit aller Gotteskreaturen, ohne Unterschied des Glaubens und der Fells und des Geruches."
Die Menschheit ist nach seinem Urteil immer noch blutrünstig, jedoch haben sich die Motive geändert: "Jetzt sind freilich aufgeklärter diese Menschen, und sie töten nicht einander mehr aus Eifer für die himmlischen Interessen ... sondern Eigennutz und Selbstsucht treibt sie jetzt zu Mord und Totschlag". Am Ende des Liedes stirbt der Held, Heines Sommernachtstraum aber lebt weiter. Das deutsche Volk wird geeint und die Gleichheit im Grundgesetzt verankert. Leider war es dem Dichter nicht mehr vergönnt, dies zu erleben.
"In dem großen Viehstall Gottes,
Den wir Erde nennen, findet
Jegliches Geschöpf die Krippe,
Und darin sein gutes Futter!"
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