Kundenrezension

288 von 358 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Idee, aber seltsame Botschaft, 16. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Mieses Karma (Gebundene Ausgabe)
Ja, das ist eine nette Idee mit der Reinkarnationsgeschichte und auch durchaus flott und witzig geschrieben. Allerdings habe ich doch noch mal nachgesehen, ob nicht doch vielleicht Eva Herman als Co - Autorin irgendwo im Klappentext steht. Warum? Also, Kim Lange hat alles, wovon die Heldinnen in solchen Büchern sonst nur träumen, Geld, Glamourjob, Versace- Klamotten, einen Ehemann, der wie ein verbesserter Entwurf von Brad Pitt aussieht und auch ein ebenso vorbildlicher Papa ist sowie die passende kleine Tochter dazu. Als Zugabe bekommt Kim dann noch einen Fernsehpreis und einen sagenhaften Seitensprung und damit ihr nicht zu wohl wird, stirbt sie, gerade als es am schönsten ist. Nun geht es aber nach dem Tod weiter und zwar je nach gesammeltem Karma und deshalb bekommt Kim erstmal eins auf den Hut. Denn jetzt wird sie nicht ins Nirvana eingelassen, sondern als Ameise wiedergeboren weil ihr das gute Karma fehlt und dies vor allem deshalb, weil sie sich gar zu sehr um ihre Karriere gekümmert und ihr Kind vernachlässigt hat. Aua. Das tut weh. Warum trifft Kim im Ameisenbau dann eigentlich nicht konsequenterweise jede Menge Vorstandsvorsitzende und als Ameise wiedergeborene Manager, die als Papi und Gatte ja wohl auch voll versagt haben? Nein, Männer dürfen das scheinbar, sie trifft dafür das Feindbild Nummer 2, nämlich Casanova und Feindbild Nr.3, nämlich einen kleinen Beamten bei der Abwasserbehörde, der bis zuletzt bei der Muttter gewohnt hat und deshalb als Spinne wiedergeboren wird. Wir fassen also zusammen: Schlechtes Karma hat, wer nicht in der klassischen Vater- Hausfrau- Kind- Idylle gelebt hat, oder wie jetzt ??? Schlechtes Karma hat die Frau, die Erfolg im Beruf hat und dabei egoistisch Mann und Kind vernachlässigt, weil sich das nicht gehört? Naja, nehmen wir das nicht so bierernst und lesen weiter, weil es ja recht ulkig ist, Kim durchläuft diverse Inkarnationen, immer den guten Casanova im Schlepptau und am Ende- hier lösche ich jetzt meinen vielgescholtenen Spoiler!- bleibt einem das Lachen im Hals stecken angesichts der furchtbar überzuckert- kitschigen heile- Welt- Idylle. Wen ein Herdprämien- Weltbild nicht stört und wer sich nicht gerade als berufstätige oder gar alleinerziehende Mutter durchs Leben schlägt, der wird wirklich viel Freude an diesem Buch haben, auch wenn es gegen Ende auch vom Stil her echt nachlässt, da hat der Autor sich etwas zu reichlich aus der Klischeekiste bedient. Es ist locker flockig weggeschrieben und man wischt sich zwischendurch wirklich auch Lachtränen aus den Augen- aber so ein leicht miefiger Nachgeschmack bleibt einfach und deshalb auch nur drei Sterne von mir
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1-10 von 34 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.07.2008 13:08:43 GMT+02:00
Leserin meint:
Man muss ja nicht alles bis ins kleinste Detail zerreden... außerdem ist es natürlich besonders spannend, das Buch noch zu lesen, nachdem das Ende bereits verraten wurde -GANZ SCHWACH!!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2008 20:55:37 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.07.2008 21:07:18 GMT+02:00
Ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden gelesen obwohl ich
viel mehr lernen wollte. Es hat mich gefesselt und tat mir einfach
nur gut. Ich habe dabei gar nicht an Geschlechterkampf oder
ähnliches gedacht, weil ich das Buch einfach als eine sehr amüsante Geschichte sehe, in die man sich so wundervoll hineindenken kann.
Da der Autor David Safier auch "Nikola" "Mein Leben und ich" und
einiges mehr geschrieben hat, traf dieser Autor mit seiner Schreibe
natürlich genau meinen Geschmack. Ich verstehe trotzdem nicht
ganz die NUR 3 Sterne. Es ist doch prima geschrieben. Wenn ich einen historischen Roman lese der super geschrieben ist, den ich aber vom
Thema her nicht mag, würde ich jedenfalls nicht gleich negativ
bewerten, nur weil es nicht meinen Geschmack trifft.

Veröffentlicht am 28.08.2008 08:51:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.08.2008 08:51:37 GMT+02:00
Erstmal kann ich "Leserin" nur zustimmen: ARMSELIG ist nur eins: Das Ende zu verraten!
Traurig, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich einen Unterhaltungsroman kaufen um ihn zu analysieren. Vielleicht sollten sich solche Leute lieber Sachbüchern und historischen Romanen widmen..
Das Buch ist sehr schön und unterhaltsam geschrieben. Bei der Botschaft, die SIE daraus lesen kann ich allerdings nicht zustimmen.
Kim Lange ist nicht nur eine "böse" Mami gewesen. Es geht vielmehr um die Tatsache (die ich im Übrigen sehr gut fand), dass Kim sich nicht ihres schlechten Karmas bewusst war! Sie war egoistisch und ging für ihre Ziele über Leichen. Da sie aber trotz allem kein grundauf schlechtes Herz hatte, war sie eine Ameise und keine Darmbakterie.Es geht nicht um gute und böse Mütter und Väter, sondern um Egoismus und die Wahrnehmung und den Respekt gegenüber seiner Mitmenschen. Und der Büroangestellte, der bei Mutter lebte war mit seiner Situation grundsätzlich unzufrieden und gefrustet...das ließ er dann auch an den Mitmenschen aus...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.01.2009 22:26:01 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.01.2009 23:18:42 GMT+01:00
Paula Jakob meint:
Hoppla, ich hatte nicht gewusst, daß man beim Kauf eines sogenannten "Unterhaltungsromanes" das Hirn an der Kasse anliefern muss. Seit wann muss man denn derartige Werke still schweigend lesen und darf allerhöchstens ein paar Jauchzer absondern, weil man sonst als Rezensent hier verbal die neunschwänzige Katze bekommt??? ? Darf ein Leser nicht sagen, wenn ihn etwas stört, wenn etwa eine seltsame Ideologie durch einen angeblich lustigen Roman geistert? Muss ich, wenn ich kritisch lese, mich wirklich auf Sachbücher und historische Romane beschränken? Sind Bücher wie "Mieses karma" wirklich nur für literarische Allesfresser ohne Urteilsvermögen geeignet? Bin ganz froh, wenn es hier und da mal noch kritische Stimmen gibt, schlimm genug, daß die "hilfreichsten" Rezensionen hier nur noch aus " Hach, war das lustig! Habe gelacht und geweint und 24 Stunden durchgelesen " bestehen.
Sorry, aber ich finde eher dieses flache Niveau armselig und atme dann doch wieder auf, weil immerhin Rezensionen wie die berechtigt kritische von Lizzie doch von vielen als hilfreich angesehen werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.01.2009 23:21:11 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 23.01.2009 17:50:33 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2009 19:21:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.04.2009 17:58:11 GMT+02:00
Mata Hari meint:
Liebe Lisse, liebe Paula,

vielen Dank für diese hervorragenden Stellungnahmen.
Erstens sollte hier jeder seine Meinung sagen können ohne dass man ihn/sie als "armselig" bezeichnet.

Zweitens sollte ein Unterhaltungsroman ein Mindestmaß an Political correctness zeigen - und wer "Mieses Karma" wirklich liest und nicht nur konsumiert, weil es so einen leicht zu lesenden Stil hat, dem fällt es durchaus auf, dass es eben hieran mangelt.
Auch Unterhaltungsromane bilden Meinungen - und wer das übersieht oder nicht darüber nachdenkt, ist eher armselig zu bezeichnen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2009 11:24:11 GMT+02:00
David McGaw meint:
Hier muss ich mich einfach anschließen. Man kann Bücher auseinander nehmen aber doch nicht alles in 25 Reihen veraten. Schade aber denn noch fand ich dieses Buch einfach gut denn es gibt einen doch zu denken ;-) und zu lachen ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.04.2009 11:26:44 GMT+02:00
David McGaw meint:
Wenn sie jemanden benötigen der ihnen das Buch schon im Voraus beschreibt dann macht das lesen doch keinen Spass mehr oder?

Veröffentlicht am 20.07.2009 16:21:57 GMT+02:00
Giana meint:
also da hat wohl jemand die Botschaft des Buches nicht ganz verstanden. es geht hier nicht um die "glückliche Vater- Hausfrau- Kind- Idylle". denn kim gewinnt ihr gutes Karma ja nicht, indem sie in ihren Leben als Tier einen auf heile Familie macht. es geht darum, dass sie selbstlos handelt. und das egal wem gegenüber. sie soll einfach nicht nur an sich denken. und genau so war es auch bei casanova..er hat nur an sich gedacht, wenn er die frauen "jagte"..es war ihm egal, ob hinter einer frau evtl. auch eine Familie stand. Wie man nun unschwer erkennen kann, handelt das Buch nicht von der Familien-Idylle, sondern davon, dass ein Mensch weniger egoistisch seinen Weg gehen sollte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2009 15:04:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.08.2009 22:29:52 GMT+02:00
A. Meinzer meint:
Ob einem das Buch gefällt oder nicht, darüber kann man sicherlich streiten.

Trotzdem scheint es ein deutschsprachiges Phänomen zu sein, hinter jedem geschriebenen Wort eine politische Botschaft zu suchen. Würde sich der deutsche Sprachraum ebenso viele Gedanken über politische und gesellschaftliche Botschaften in anderen Medien machen, gäbe es wohl keine Fernsehanstalten mehr und einige der größten Tageszeitungen müssten verboten werden.

Es geht doch aber überhaupt nicht darum, ob die Mutter oder der Vater das Kind vernachlässigt oder umgekehrt, vielmehr geht es um das rücksichtslose Verhalten der Hauptdarstellerin, gegenüber Ihrer Kontrahenten und gegenüber Ihrer Familie... Es geht darum, dass der berufliche Erfolg in unserer Welt anscheinend vor dem familiären Glück steht, und darum, dass es einem nach dem Tod leid tun könnte. Und ich denke, dass diese Botschaft (sofern dies eine sein soll) sehr wohl auch bei so manchem berufstätigen Mann ankommt. Ich sehe die politische Unkorrektheit nicht, so lange ich auch suche. Nur weil ein Mann sich erdreistet aus der Sicht einer Frau zu schreiben, die dann auch noch Fehler macht. Und dann nimmt dieser Mann sich auch noch die Frechheit heraus, nicht sofort gleich auch die vielen Fehler von Männern hinzuweisen, unglaublich, eigentlich gehört er sogar eingesperrt!

Vielleicht bin ich einfach zu armselig und geistig zu zurückgeblieben um die vielen negativen Botschaften zu entschlüsseln.

Was soll diese politische Interpretation von Unterhaltungsliteratur? Warum muss ein Autor der deutsch schreibt immer politisch absolut korrekt sein, und darf keinen Falls irgendeiner Minderheit zu nahe treten? Es ist ein einfacher und einfach geschriebener Unterhaltungsroman. Sicher nicht mit dem höchsten Anspruch an Lyrik, aber sofort die politische Karte zu ziehen, finde ich persönlich nicht richtig.

Da bin ich doch froh, dass es mir trotz meiner geistigen Unterbelichtung möglich ist, auch Romane in fremden Sprachen zu lesen. In anderen Sprachen wird das oftmals nämlich nicht ganz so eng und streng durchleuchtet.

Jeder kann seine Meinung dazu haben und auch verfassen, aber die Meinungsbildung in den Vordergrund zu stellen? Da würde ich doch andere Schriften oder Botschaften angreifen wollen, bevor mir dieser harmlose Roman tatsächlich zu nahe tritt. Egal ob Mann oder Frau...
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