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Purer Müll,
6. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Kiara und Alina (Taschenbuch)
Dies ist das erste Buch, das ich total wütend in den Müll geworfen habe! Leider war es nicht möglich gar keinen Stern zu geben. Frauenfeindlicher geht es nicht mehr! Nicht nur, dass Kiara alle Rechte an ihrem Körper für 24 Stunden am Tag an Ihren Herrn abgibt, dieser behandelt sie auch noch völlig respektlos, ohne Liebe und Hingabe. Sie lässt sich beliebig von ihm und anderen verwenden. Die eigene Befriedigung entsteht nur als besonderes Geschenk ihrer jeweiligen Nutzer. Ausserdem stellt Mark, ihr Herr, klar, dass Frauen sowieso nur lügen und man(n) ihnen deshalb erst gar nicht zuzuhören braucht. Frauen bestehen nur aus Körpern, die nach entsprechender Schulung mehr oder weniger gut nutzbar sind.
Im sprachlichen Stil setzt sich der inhaltliche Müll gekonnt fort. Evtl. aufkommendes Prickeln bei den Szenarios wurde durch Sätze wie "...und er gebrauchte sie dann 2 Stunden lang" bereits im Keim erstickt. Die weinerlichen Gefühlsausbrüche von Kiara wegen ihrer Liebe zu Alina waren für mich völlig unglaubhaft dargestellt.
Ich empfehle der Autorin dringend das Buch "Die Kunst der weiblichen Unterwerfung" zu lesen, das von einer ehemaligen Domina geschrieben wurde. Daher fehlt es diesem Buch nicht an autobiografischem Inhalt. Frau Singer sollte für den Fall, dass es sich tatsächlich um eigene Erlebnisse handelt, dringend über ihr Selbstbewußtsein und ihren Stolz nachdenken, bevor sie sich in ihrer Opferrolle gänzlich aufgelöst hat. Devot zu sein bedeutet nicht, sich wie ein Stück seelenloses Fleisch behandeln zu lassen.
Für alle, die über BDSM wirklich erotisches lesen wollen, empfehle ich "Zuckermond" und eine Spur härter "Bestrafe mich".
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