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Kundenrezension

66 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmäßige Buchverfilmung, 20. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Labyrinth der Wörter (DVD)
Ich muss zu Beginn sagen, dass ich hier nur den Film bewerte und nicht etwa die DVD und ihre Ausstattung. Außerdem erwähne ich das Ende des Films, also falls Sie ihn dennoch sehen möchten, überspringen Sie am besten den dritten Absatz.

Ich habe das Buch von Marie-Sabine Roger verschlungen. Es führt in einer schwerelosen Sprache durch das Labyrinth der Wörter. Sie beschreibt die Beziehung zwischen Margueritte zu Germain so liebevoll und still als wäre es keine großartige Sache. Und dabei ist es genau das, was dieses Buch und die Geschichte die es erzählt so besonders macht.

Deshalb konnte ich den Kinofilm kaum erwarten, mein Anspruch an den Film war sehr hoch. Das Buch ist schließlich sehr dünn, es sollte also möglich sein die Geschichte mehr oder minder eins zu eins zu übernehmen. Ich wurde aber, wie so oft bei Filmen mit literarischer Vorlage, enttäuscht. Germain und Margueritte sind ganz wunderbar besetzt, daran besteht kein Zweifel. Auch enthält er sehr viele Szenen, die auch im Buch vorhanden sind. Aber Germains vollständiger und recht beschwerlicher Weg durch das Labyrinth der Worte, wird leider neben anderen Handlungssträngen vernachlässigt.
Seine Freundin ist viel zu hübsch und vor allem auch zu jung, seine Beziehung zu ist ihr sehr viel offener und intensiver als im Buch. Seine Treffen mit Margueritte werden auf die, wohl nach der Meinung des Regisseurs, wichtigsten Momente zusammengepfercht und seine Liebe zu den Worten entwickelt sich nicht annähernd so zögerlich und beschwerlich wie im Buch. Beispielsweise schreibt Margueritte ihm das ganze Alphabet und die alphabetische Zählung ( aa, ab, ac, ad etc.) auf einzelne Blätter, damit er anfangen kann das Wörterbuch das sie im geschenkt hat zu verwenden. Sie liest ihm auch erst bei ihrem zweiten oder dritten Treffen aus Camus "Die Pest" vor.

Das allerschlimmste ist aber der von Hollywood-Klischees triefende kitschige Schluss: Nachdem Margueritte von einem bösen jüngeren Verwandten in ein weitentferntes Altenheim abgeschoben wird, erettet sie Germain von dort (entführt ist wohl treffender) und es endet mit der fröhlichen Fahrt in den Sonnenuntergang.

Das Buch endet anders. Nicht trauriger, sondern angemessener und vor allem angenehmer. Frau Roger bleibt ihrer wundervollen Geschichte bis zum Ende treu. Der Film hat dies auch versucht, aber leider nicht geschafft.
Vielleicht bin ich zu penibel, was Buchverfilmungen betrifft, aber meiner Meinung nach ist eine schlechte filmische Buchumsetzung einfach eine traurige Angelegenheit, besonders bei einem Buch, dessen Verfilmung nun wirklich keinerlei Klischees oder Kitsch benötigt hätte.
Vielleicht lesen Sie besser das Buch, glauben Sie mir: es wird Ihren Tag verschönern. Den Film jedoch, werden Sie bald wieder vergessen.
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1-10 von 11 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.04.2011 16:50:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.04.2011 16:54:44 GMT+02:00
Ich kann diese Bewertung mit nur *** nicht teilen, sehe hier mehr eine Unflexiblität im Umsetzenwollen oder -können zwischen dem Lesen des Buches und der filmischen Betrachtung. Das sind "zwei Paar Schuhe", das müssen wir trennen. Man muss es einfach hinnehmen, dass ein Buch nun einmal besser sein kann, als es ein Film in der Lage ist, 1:1 umzusetzen. Nach dem Lesen, gerade dieses Buches, ist eine hohe Erwartungshaltung vorhanden beim Schauen des Filmes. Aber gerade die Andeutung und die Reduktion der Buchelemente sind dem Regisseur so gut gelungen, wie es in einem Film nur möglich ist. Einen breiteren Darstellungsrahmen kann sich ein Film nicht erlauben, ohne langatmig zu werden. Gerade französische Filme neigen oft dazu, Dialogen und Monologen einen zu weiten Spielraum zu geben. Hier ist nichts zerredet, nur angedeutet; gut so.
Es ist, wie hier im Buch, das Vorrecht der Literatur, die ganze Kraft der Worte auf der Klaviatur von Duktus und Semantik zu verzaubern.. Schlimmer wäre es, wäre der Film besser als das Buch. Darüber kann man mit mir nicht streiten, da meines Erachtens Schreiben und Lesen dem Menschsein am Nächsten stehen.

Veröffentlicht am 10.05.2011 19:38:32 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 05.09.2012 13:03:57 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2011 17:02:48 GMT+02:00
Ich kann mich dem Gesagten nur anschließen. Es zeigt sich immer wieder, dass die besten Literaturverfilmungen diejenigen sind, die sich eben nicht Wort für Wort ans Buch klammern, sondern die Buchvorlage frei von Zwängen für die Leinwand umsetzen. Und das ist hier wunderbar gelungen...

Veröffentlicht am 20.07.2011 23:38:30 GMT+02:00
Bingge meint:
@ T. Baumgartner:

"Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist Ihre Aussage, wonach Germains Freundin "zu hübsch und zu jung" ist, ich kann mir nicht vorstellen, daß sie im Buch als unattraktive ältere Frau beschrieben wird??"

Ich schon. Depardieu, Jahrgang 1948, könnte mindestens ihr Vater sein (auf halbem Weg, ihr Großvater zu sein...). Dass sich eine junge, hübsche Frau auf einen solchen alten, fetten, ungebildeten Tollpatsch einlässt, ist unvorstellbar und hat mich im Film sehr irritiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2011 09:31:33 GMT+02:00
Wer mit offenen Augen durch die Welt läuft, der wird feststellen, dass die Gleichung "älterer Mann + junge Frau = Liebespaar" ziemlich häufig aufgeht. Das mag einen persönlich irritieren, der Verfilmung schadet dies in keinster Weise. Und die Gleichung "ältere Frau + junger Mann = Liebespaar" kommt auch immer mehr in Mode - und das irritiert viele noch viel mehr...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.07.2011 14:01:56 GMT+02:00
Berlinoise meint:
Lieber Elwood, da stimme ich Ihnen gerne zu.
Ich fand, daß die beiden auf der Leinwand sehr gut miteinander harmoniert haben.
Zugegebenerweise mag dies auch mit daran liegen, daß ich als Frau auch persönlich eher ein Faible für ältere als für jüngere Männer habe.
Aber auch sonst hätte ich in dem Altersunterschied keinen Schaden für den Film gesehen.
Für mich war "Das Labyrinth der Wörter" ein zauberhafter und rundum gelungener kleiner Film.

Veröffentlicht am 26.08.2011 18:52:40 GMT+02:00
celebros meint:
Ich möchte Ihnen allen Ihre Meinung nicht absprechen.
@T.Baumgartner: Nunja, im Buch beschreibt Germain seine Freundin nicht unbedingt vorteilhaft. Aber das werden Sie selbst sehen wenn Sie das Buch lesen.

Ich denke der Film hatte gute Ansätze, aber bestimmte Dinge waren nicht nötig. Das Buch hat wundervoll funktioniert, so wie es war und hätte für den Film eine wunderbare Drehbuchumsetzung angeboten. Germains Lernprozess kommt meiner Meinung nach zu kurz. Dafür sind die beiden Hauptdarsteller wunderbar, das möchte ich nicht leugnen. Auch die Mutter, Germains Garten oder seine Freunde sind gut umgesetzt. Aber ich mag es nicht, wenn Filmemacher beschließen ein Buch zu verfilmen und dann seinen Zauber nicht mit umsetzen.
Jedem seine Meinung. Wenn der Film Ihnen gefallen hat, bedeutet das ja, dass Sie sehr viel glücklicher aus dem Kino kamen und das ist auf jeden Fall eine schöne Wirkung des Filmes.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.12.2011 00:22:09 GMT+01:00
Amazon-Kunde meint:
So, nun wissen wir, dass "T.Baumgartner" eine Frau ist und ALTE, FETTE und auch noch ungebildete Männer nicht mag.
Schauen Sie sich den Film vielleicht doch mal RICHTIG an, wach !
Wer da nicht sieht was für ein mitfühlender, sensibler Mann-Mensch dieser Germain ist, und, wie immer wunderbar von Depardieu dargestellt,
der (oder die) braucht wohl eine Brille, ein Hörgerät, und ein Hirn das empfindungsfähig ist.

Und, die übergewichtigen Menschen, ob Frau oder Mann sind Ihnen, Frau Baumgartner, so richtig gewogen,
mit FETT beschrieben zu werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.12.2011 00:30:08 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.12.2011 00:31:32 GMT+01:00
Berlinoise meint:
???
Liebe/r mannig,
mit keinem Wort habe ich Gérard Depardieu bzw den von ihm gespielten Germain als "alt", "fett" oder ähnlich despektierlich beschrieben, im Gegenteil, ich habe den Film doch hier sogar "verteidigt"!
Offenbar liegt hier eine Verwechslung Ihrerseits vor, es wäre schon wünschenswert, wenn Sie in Zukunft darauf achten, WEN Sie hier so unsachlich angreifen (evt Bingge?)
Herzliche Grüße!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.12.2011 23:15:34 GMT+01:00
Amazon-Kunde meint:
oh oh, ich bitte nun wirklich ganz stark um Entschuldigung, liebe und werte T.Baumgartner

>> Bingge genau !
Da habe ich zu hastig gelesen (voll Frust über DESSEN /DEREN ? schlimme Worte)
Natürlich bleibt es ein zu RECHT unsachlicher (??) Angriff.

Sorry nochmal, sowas darf nicht passieren !
und, wir sind im Team der Sensiblen !

Manfred
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