Kundenrezension

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischt, 21. August 2012
Rezension bezieht sich auf: The Wise Man's Fear (The Kingkiller Chronicle, Book 2) (Kindle Edition)
Den erste Teil der Königsmörder-Triologie (Der Name des Windes) fand ich überaus mitreissend, toll geschrieben (und übersetzt) sowie originell.
Wie viele Andere hier habe ich also die Fortsetzung kaum erwarten können. Eine Meinung zu "the wise man's fear" kann ich kaum ohne vermutliche Spoiler schreiben. Daher hier zunächst eine kurze Meinung, dann mögen alle, die nichts veraten haben möchten, bitte aufhören zu lesen - auch, wenn ich der Meinung bin, dem Lesespass nichts wegzunehmen.

Der zweite Teil ist - für sich alleine genommen - langweilig. Wer den ersten Teil nicht gelesen hat wird dieses Buch nicht lesen wollen. Als Fortsetzung ist es akzeptabel. Die Sprache (ich habe das englische Original gelesen) ist leicht verständlich, dabei aber sehr gut. Originell ist die Fortsetzung nicht, aber sie enttäuscht auch nicht das Herz eines Fantasielesers. Mitreissend ist die Fortsetzung immer mal wieder.

Jetzt geht es los mit möglichen Spoliern (Namen aus dem Gedächtnis genannt .. ich bitte um Entschuldigung, wenn ich mich falsch erinnere)...

Das Buch gliedert sich lose in fünf Teile:
1. Die Universität
Der übliche knatsch: Liebschaft mit Diana, Kumpelschaft mit Diversen, Feindschaft mit Ambrose.
Einige Figuren werden deutlich vertieft. Derart viele Seiten sind dafür jedoch nicht wirklich notwendig. Es wird getrunken, gesungen, Streiche gespielt und ein wenig auch Weichen gestellt - dies jedoch nur am Rande. Macht Spass zu lesen - aber nur, weil gut geschrieben und man (=ich) den ersten Teil kennt.
2. Kvote macht sich auf einen Sponsor zu finden.
Spannend, aber ein klein wenig Übertrieben. Kvote ist ja selber der Erzähler. Und Bescheidenheit ist das Letzte was er sich vorwerfen lassen müßte. Gerade aber in Hinblick auf die weitere Geschichte wird es hier eher spannend.
3. Fantasie.
Ah ja. Einige andere haben es vorher ausführlich geschrieben. Etwa 90 Seiten lang wird Kvote von Frau Erotica herself in die Liebe eingeführt. Sehr unerotisch. Positiv gesagt: zurückhaltend. Negativ gesagt: langweilig. Anscheinend lernt Kvote ausserdem den Schlimmsten aller Schlimmen kennen (einen Baum). Das kommt aber nicht rüber. Vielmehr ist der Autor hier komplett überfordert. Möglicher Weise wird sich dies im dritten Teil ändern, aber dieser ist ja aktuell noch nicht zu lesen und so ist dieser gesamte Teil samt Höhepunkt (?) recht peinlich.
Von hier aus geht es kurz zurück in die reale Welt (es wird wieder interessanter), dann aber zu den Adem bei denen Kvote ein mal mehr in die Lehre geht. Ich musste dabei immer an Star Wars ("Die Macht") und Tai-Chi denken. Die Philiosophie die Rothfuss hier zu erschaffen sucht ist altbekannt und überall dort, wo sich der Autor um Originalität bemüht, mit einer Tendenz zur Ärgerlichkeit.
4. Kvote kehrt zurück zu seinem Sponsor (also zu 2.).
Jezt beginnt 3. Sinn zu machen ohne besser zu werden. Aber, kaum hat "4." begonnen hat mir das Buch wieder gefallen.
5. Zusammenknüpfen loser Enden.

Was Rothfuss im Zusammenhang zu Frauen schreibt ist einfach nur peinlich.
Die Adem-Mädels sind unglaubwürdig (Sie glauben, man benötigt keinen Mann um Kinder zu bekommen - Frage von Kvote: ja habt ihr denn mal länger keinen Sex? Antwort: nein. Frage vom Leser: Bisexualität? Homosexualität? Diese Themen bringt der Autor derart provokant auf den Tisch - in dem er sie ignoriert - dass es mir schwer fällt das hier auszulassen).
Was ist mit Schwangerschaft? Kämpfen in der Schwangerschaft? Die Kämpfe werden als recht unzimperlich geschildert. Kvote bekommt z.B. häufig (sehr ausführlich geschildert) eins in seine Kronjuwelen. Andererseits sind bei den Adem aber die Frauen die besseren Kämpfer.
Ferner sind die Adem Kontrollfreaks. Ausdrücke von Gefühlen im Gesicht sind "babarisch". Warum aber ist dann ausgerechnet Sex für die Adem so natürlich? Ist nicht gerade diese Beschäftigung ganz besonders mit Kontrollverlus (=Barbarei, lt Adem) verbunden? Der Autor bemüht sich hier, aber vergeblich und ganz daneben.

Die Liebesgeschichte mit Diana empfinde ich als unerträglich. Sie wurde von ihrer Seite her nicht motiviert und *sie* benimmt sich derart blöde, dass es mir vollkommen unverständlich ist, wie (selbst so ein Depp wie) Kvote ihr hinterherlaufen kann. Diese "Liebesgeschichte" ist schlimmer als pubertär. (Dass ich Kvote herabwürdige ist nicht negativ zu sehen. Er ist ein Unsympath, aber das macht für mich viel von der Geschichte aus)

Alles in allem hat mir der erste Teil derart gut gefallen, das ich dem zweiten Teil statt nur Einem, ganze drei Sterne gebe.
Das Buch ist immer mal wieder sehr gut geschrieben aber ausserordentlich miserabel lektoriert worden.
Diese 1100 Seiten auf 500 Seiten und ich wäre (möglicher Weise) begeistert.
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