Kundenrezension

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut, aber nicht perfekt, 29. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Star Trek: The Next Generation - Season 1 [Blu-ray] (Blu-ray)
Zum Bild:

Zwei Vorbemerkungen: 1. Das Bild ist schärfer, farbenfroher und kontrastreicher als alles, was man bislang von TNG und den Nachfolgeserien auf dem Bildschirm gesehen hat. 2. Ja, mein TV-Gerät ist optimal und entsprechend dem sog. Rec 709 Standard kalibriert. Dies vorausgeschickt, kann die Bildqualität die hohen Erwartungshaltungen aus meiner Sicht nicht ganz erfüllen.

Das Bild sieht großartig detailreich aus bei Special Effects und Nahaufnahmen und läßt von Zeit zu Zeit Kinogefühl aufkommen. Gelegentliche leichte Unschärfen sind, wie bereits bei der Originalserie, kameratechnisch bedingt. Mitunter sitzt der Focus nicht 100%ig, so daß das etwa Details in Gesichtern (Pupillen, Haare, Falten) leicht verwaschen und unscharf wirken. Der Effekt tritt jedoch weniger häufig und deutlich zutage als in TOS und ist nicht der Bluray-Umsetzung anzulasten. Unzureichend ist die Qualität jedoch im Bildhintergrund (z.B. Wände, Decken oder andere große Flächen). Diese sind in einigen Folgen erheblich verrauscht, was sich sich selbst bei einem 42 Zoll Gerät noch aus mehr als 2 Meter Sitzentfernung störend bemerkbar macht. Erst recht dürfte dies bei noch größeren Bildschirmen auffallen. Der Effekt kann durch Reduzierung der Schärfe in den TV-Geräteinstellungen etwa abgemildert, aber nicht völlig behoben werden, ohne daß dies auf Kosten der Gesamtschärfe des Bildes geht. Es handelt sich hier auch nicht, wie anläßlich der Veröffentlichung der Teaser-Bluray im Januar 2012 teilweise behauptet wurde, um wünschenswertes "Filmkorn". Das ist technisch etwas völlig anderes. Die Ursache für das teils starke Rauschen im Bildhintergrund dürfte ferner nicht in Mängeln des Ausgangsmaterials, also in Unzulänglichkeiten auf dem analogen 35 mm Film, zu finden sein. Denn bei der noch einmal 20 Jahre älteren Originalserie, die bereits vor 3 Jahren auf Bluray-Disc veröffentlicht wurde, ist der Bildhintergrund völlig rauschfrei. Auch andere ältere Filmproduktionen, die für Bluray restauriert wurden, zeigen dieses starke Bildrauschen nicht.

Es handelt sich offensichtlich nicht um einen analogen Effekt, vielmehr dürfte die Ursache auf Fehler beim Digitalisieren oder bei der Komprimierung zurückzuführen sein. Ferner drängt sich der Eindruck auf, daß die Filmnegative vor dem Scannen nicht sorgfältig und einzeln Bild für Bild restauriert worden sind, denn mitunter sind leichte - wenn auch zu vernachlässigende - Verschmutzungen auszumachen.

In der auf der Bluray enthaltenen Dokumentation werden die neue Bildqualität über den grünen Klee gelobt und Vergleiche mit der bisherigen SD-Auflösung präsentiert. Um das neue Bild noch besser erscheinen zu lassen, scheint man die Qualität der ursprünglichen SD-Fassung noch einmal verschlechtert zu haben. Denn so grokörnig und verwaschen, wie in der Dokumentation dargestellt, waren weder die DVD-Veröffentlichung noch die TV-Fassung.

Bildtechnisch wäre sicher noch etwas mehr drin gewesen. So hinterläßt das Bild den Eindruck, als habe man sich die optimale Bildqualität für künftige Veröffentlichungen auf Bluray-Nachfolgemedien aufgehoben. Schließlich müssen für zukünftige Käufergenerationen ebenfalls noch Kaufanreize vorhanden sein. Wer sollte in 10-20 Jahren TNG noch einmal erwerben wollen, wenn die heutige Bluray-Veröffentlichung schon eine nicht mehr zu übertreffende Qualität lieferte? Dieser Verdacht wird dadurch genährt, daß die Qualität der Bildausschnitte in der Dokumentation besser zu sein scheint. Aufgrund der Kürze der jeweiligen Ausschnitte mag dies jedoch eine unrichtige Wahrnehmung sein.

Dagegen sind die Farben und der Kontrast über jeden Zweifel erhaben. Die Hauttöne und Schwarzwerte sind wunderschön und wohl kaum verbesserungsfähig.

Bildqualität gegenüber dem DVD-/TV-Bild: 10/10
Bildqualität gegenüber vergleichbaren Bluray-Veröffentlichungen: 7/10

Der Ton:

Über Fehler bei der Zuordnung der Kanäle im englischen Originalton wurde bereits berichtet. In der deutschen Fassung ist zumindest der Ton in der Folge "Gedankengift" szenenweise leicht asynchron. Allerdings wiegt der Fehler weniger schwer als auf der Teaser-Disc in der Folge "Die Sünden des Vaters". Im übrigen konnte ich noch keine Asynchronitäten feststellen.

Der englische 7.1 Mix kommt klarer und mit mehr Druck herüber als die Synchronfassungen, wenngleich ein echtes Surroundfeeling wie in aktuellen Produktionen nicht aufkommt. Hierfür sind die Handlungen zu dialoglastig und zuwenig von Special-Effects bestimmt. Der Subwoofer hat zwar einiges zu tun. Dies wirkt im Hinblick auf das Alter der Serie und den bislang bekannten Stereoton mitunter jedoch eher befremdlich. Das recht laute und tiefe Hintergrundrauschen des Warpantriebs wirkt mehr störend als stimmungsfördernd. Musik und Special-Effekts sind mir persönlich im 7.1-Mix etwas zu voluminös. Der deutsche Ton liegt bekanntlich nur in Mono und Stereo auf einer einheitlichen Spur vor, d.h., Sprache, Musik und Geräusche sind zusammengemischt, eine Trennung nicht möglich, soweit sie sich überlagern. Moderne Surroundanlagen erzeugen aber zumindest die Illusion eines besseren und räumlichen Tons (z.B. beim Vorbeiflug von Raumschiffen). Auch der Subwoofer wird beschäftigt, die Stimmen und Specialeffekts sind klar und deutlich. Mir persönlich ist die Qualität des deutschen Tons völlig ausreichend, wenngleich man sicher mit einigen Aufwand noch etwas mehr hätte herausholen können. Dort, wo nur Musik und Specialeffect-Sounds zu hören sind, z.B. bei Außenaufnahmen von Raumschiffen, hätte man die deutsche Tonspur durch den englischen 7.1 Mix ersetzen können, so auch bei der Titelmelodie. Auch die Dialoge, soweit sie nicht von lauten Geräuschen unterlegt waren, hätte man separieren und somit einen Stereoeffekt herstellen können. Das bereits genannte Hintergrundrauschen des Warpantriebs bei Aufnahmen innerhalb der Enterprise hätte man dem deutschen Ton auf einem separaten Kanal ebenfalls hinzufügen können, da er auf der deutschen Tonspur kaum wahrnehmbar ist. Diesem technischen und kostenintensiven Aufwand, der die Veröffentlichung in Deutschland und anderen Synchronländern womöglich verzögert hätte, wollte man sich aber offenbar nicht stellen.

Alles im allem eine gelungene und erfreuliche Neuveröffentlichung mit einem völlig neuen Sehgefühl, aber bei weitem keine perfekte und referenzwürdige Fassung.
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Kommentare


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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.07.2012 14:32:41 GMT+02:00
ThunderBlade meint:
Danke für die Rezension! Ich kann dem nur beipflichten: Das Bild ist hammergut, im Vergleich zu den DVDs. Doch manche Szenen in einigen Folgen sehen grünstichig oder übermäßig verrauscht aus. Da hat man schon ein wenig das Gefühl, dass mehr drin gewesen sein sollte.

In den Bonus-Features werden oft Szenen auf "Mission Farpoint" gezeigt, dessen Qualität ist besser als die der regulären Folgen. Ob man sich da mehr Mühe gegeben oder, oder ob für die regulären Folgen weniger teures Equipment und Filmmaterial verwandt wurde? Wer weiß.

Veröffentlicht am 30.07.2012 15:32:31 GMT+02:00
Danke für die Bemühungen, uns den Seheindruck mit anschaulichen Worten zu vermitteln. Nun ist jeder Seheindruck aber in der Natur der Sache liegend auch von der Kombination Blu-Ray-Spieler und HD-Sichtgerät abhängig (mit der Reduzierung von Schärfe, ein Regler aus der Steinzeit des NTSC-Fernsehens, werden in der Regel etwaige und unproduktive Doppelkonturen reduziert).

Deshalb konkret meine Nachfrage: Sieht "Mission Farpoint" im Vergleich mit der Next Level Blu-Ray-Teaser-Disc schlechter aus?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.07.2012 00:14:18 GMT+02:00
C. Koppe meint:
Vielleicht täuschen mich ja auch meine Augen, aber auf den ersten Blick habe ich keinen Unterschied feststellen können. Ebenso weiß ich nicht wo der Rezensent hier ein verwaschenes und unscharfes Bild erkannt hat. Ich gucke auf meiner PS3 und einem 42 Zoller von LG und seh ein gestochen scharfes Bild ohne jeglichen Mangel.

Veröffentlicht am 31.07.2012 13:39:19 GMT+02:00
Manfred meint:
Ja, werter Herr Koppe, Ihre Augen täuschen Sie, denn die Rezension trifft es nachvollziehbar und nachweislich sehr gut. Das Bild ist sicherlich gut, aber von einem gestochen scharfen Bild ohne jeglichen Mangel zu sprechen, ist definitiv nur auf einen möglichen Sehfehler oder ein allzu drollig eingestelltes Equipment zurückzuführen. Insbesondere die Rauschmuster bei Flächen sowie die gelegentlichen Unschärfen sollten auch dann auffallen, wenn man während des Ansehens überwiegend die Decke betrachtet. Auch trifft es zu, dass gerade das Flächenrauschen bei der Originalserie in dieser Form überwiegend nicht auftritt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.08.2012 01:03:46 GMT+02:00
11-i meint:
Au da spricht der Experte !

Das "Rauschmuster" nennt man Filmkorn. Bei der Staffel 1 wurde noch preiswerteres 35 mm Material verwendet, im Gegensatz übrigens zum Pilot, daher ist das hier stärker zu sehen.

Ob jemand während des Ansehens die Decke betrachtet ist irrelevant, wenn aber der Kameraman den Fokus nicht richtig einstellt, dann fällt das bei einem HD Bild viel stärker auf als bei einem DVD Bild und hat mit Kodierung und HD absolut nichts zu tun. Das kann man übrigens auch in vielen Filmen immer wieder mal erkennen.

Der Knaller ist aber die Bemerkung in der Rezension, bezgl. des verrauschten Hintergrundes. Der Codec muss noch erfunden werden, der Bild Hintergrund und Vordergrund zu unterscheiden weiss und dann durch falsche Einstellungen den Hintergrund verrauscht. Das ist technischer Humbug und nicht mehr.

Wenn ich dann noch lese, mit Reduzierung der Schärfeeinstellung wird das Rauschen besser. Himmel hilf, stellt diese sche... Bildverbesserungen ab und kalibriert eure Geräte, dann wird das Bild auch so wie es gedacht war. Ich habe keine Sehstörung, gucke nicht zu Decke, aber ein fantastisches Bild habe ich. Allerdings sind bei meinem TFT auch alle Bildverbesserungen komplett abgeschaltet und das Gerät ist kalibriert.

Hier übrigens eine Rezension von Leuten die etwas sachlicher Testen:

http://www.cinefacts.de/blu-ray-review/5346-star_trek_next_generation_season_1.html

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.08.2012 12:06:49 GMT+02:00
Manfred meint:
Der Experte sprach nicht, er schrieb und möchte Ihnen Ihre persönliche Wahrnehmung eines fantastischen Bildes auch nicht nehmen, doch wird eine Behauptung auch dann nicht wahrer, wenn man diese in einem offensichtlichen Anfall von Selbstüberschätzung formuliert. Ein Rauschmuster ist eben kein Filmkorn, sondern ein eigenständiger Begriff, der insbesondere sich bewegende Flächen unabhängig vom Filmkorn beschreibt, im Fachjargon offensichtlich auch "Knaller" genannt. Dieser tritt z.B. häufig sichtbar dann auf, wenn ein Schauspieler vor einer Wand steht, wobei sich die Wand hierbei dann im Hintergrund befindet, was auch gut so ist, denn sonst würde man den Schauspieler ja nicht mehr sehen. Von einem Codec, der in der Lage ist, diese Störungen zu beheben, war zu keiner Zeit die Rede.

Ein falsch eingestellter Fokus, am Rande erwähnt, gehört für mich durchaus dazu, wenn man einen Gesamteindruck bewertet. Ich würde derartige Versäumnisse eben nicht als fantastisch umschreiben, auch dann nicht, wenn ich weiß, dass man diese im Nachhinein nicht korrigieren kann. Man mag zwar davon sprechen, dass das Beste aus dem vorhandenen Material herausgeholt wurde (dies beschreibt im übrigen auch die von Ihnen verlinkte Rezension), doch ist am Ende der Gesamteindruck weit davon entfernt, fantastisch zu sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.08.2012 12:54:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.08.2012 13:23:24 GMT+02:00
Chandler Bing meint:
Ich schrieb ja auch, daß die wenigen (leichten) Fokussierungsfehler nicht der Bluray-Umsetzung anzulasten sind. Manchmal scheint die Kamera eben nicht 100%ig scharf gestellt, wie bspw. in einigen Nahaufnahmen von Data in "Das Duplikat".

Im übrigen möchte ich noch einmal darauf hinweisen, daß Filmkorn etwas völlig anderes ist. Es handelt sich um sehr fein ausgesprägte "Pixel" auf dem analogen Bildmaterial, die in der Regel nicht auffallen, schon gar nicht stören, und nur aus sehr großer Nähe zu erkennen sind. Großformatige "Pixeltänze" mit schwankenden Farben, wie man sie in einigen Folgen der ersten TNG-Staffel erkennt, können dagegen nur dem Digitalisierungsprozeß geschuldet sein und nicht auf Fehlern des analogen Ausgangsmaterials beruhen.

Dieses Rauschen ist von Folge zu Folge unterschiedlich ausgeprägt. Mitunter ist es kaum vorhanden oder fällt jedenfalls nicht störend auf, teilweise ist es sehr deutlich zu sehen und irritiert. Ein Beispiel ist die Folge "Der Reisende". Als Picard in einem Gang der Enterprise seine Mutter sieht und sich neben sie kniet, ist die nur wenige Zentimeter hinter seinem Kopf befindliche Wand sehr unruhig und "flimmert". Gleiches gilt für eine Szene in der Krankenstation (etwa ab der 30. Minute). Der Kopf des Reisenden liegt auf einem blauen Kissen, die Kamera ist während eines mehrere Minuten dauernden Dialogs mit Picard lange auf ihn gerichtet. Der hellhäutige Kopf ist klar und deutlich, das Kissen hingegen "rauscht", "tanzt" und flimmert. Das wirkt selbst mit einem größeren Sitzabstand noch sehr störend, insbesondere, wenn man die Folge bei Dunkelheit, etwa abends, anschaut. Bei Tageslicht fallen diese Störungen nicht so deutlich ins Gewicht.

Daß nur der Hintergrund verrauscht ist, wollte ich natürlich nicht andeuten. Das ist technisch selbstverständlich nicht möglich. Natürlich betrifft das Rauschen das gesamte Bild. Es fällt jedoch in der Regel nur bei statischen, farblich einheitlichen Flächen auf, die sich zumeist im Hintergrund befinden. Mitunter "flimmern" aber auch die Uniformen sehr störend, z.B. bei bildschirmfüllenden Nahaufnahmen. Die Folge "Das zweite Leben" auf der Teaser-Disc ist ja wohl ein einziger Rauschwitz und spricht gerade gegen die Annahme, es sei nur die erste Staffel betroffen, weil dort angeblich noch weniger hochwertiges Filmmaterial verwendet worden sei. Vielmehr belegt die (vergleichsweise) schlechte Qualität jener Folge, daß es nicht am Filmmaterial, sondern an dessen digitaler Bearbeitung liegt, wenn es rauscht und flimmert.

Vermessen finde ich es, daß Rezensenten, die auf Fehler der Bluray-Fassung aufmerksam machen, immer wieder die Fertigkeit abgesprochen wird, ein TV-Gerät vernünftig zu kalibrieren oder unterstellt wird, sie verfügten nicht über hinreichend moderne Geräte. Selbst wenn dies der Fall wäre: referenzwürdig bearbeitete Bluray-Produktionen flimmern und rauschen selbst dann nicht, wenn das TV-Gerät suboptimal eingestellt ist.

Im übrigen verstehe ich nicht, weshalb manche Rezensenten und Kommentatoren Paramount bzw. CBS unbedingt in Schutz nehmen wollen und der Bluray Perfektion andichten möchten. CBS hat bei der Produktion mehr als einmal versagt. Ich sage nur: Tonprobleme. Da dürften auch Schwächen des Bildes nicht ausgeschlossen sein. Daß Amazon das Produkt nach einer Woche schon wieder aus dem Angebot genommen hat, spricht für sich. Im übrigen, Herr 11-i, die Herrschaften von cinefacts.de haben nicht sachlich-objektiv getestet, sondern vorhandene Mängel einfach nicht erwähnt, offenbar in einer wenig objektiven Begeisterung über das Produkt. Die Behauptung im dortigen Review, das Bild sei frei von Verschmutzungen, ist schlichtweg nicht zutreffend. Auch hier läßt sich die Folge "Der Reisende" als negatives Gegenbeispiel anführen. Mehr als einmal "tanzen" dort kleine weiße und schwarze Flecken über das Bild, was auf nicht behobene Verunreinigungen des Ausgangsmaterials hindeutet.

Geringe Verschmutzungen lassen sich auch bei optimaler Lagerung nicht vermeiden. Die Ausführungen des für den Scanvorgang zuständigen Mitarbeiters in der Dokumentation lassen vermuten, daß man auf eine aufwendige Reinigung des sehr umfangreichen Materials verzichtet hat, da man es für hinreichend gut befunden hat (was es insgesamt durchaus auch ist).

Und schlußendlich, Herr 11-i: wenn man die Bluray nur auf einem TFT-Monitor anschaut, die ja selten mehr als 30 Zoll haben, mögen die (geringen) Schwächen des Bildes nicht so stark auffallen. Bei größeren Bildschirmen allerdings schon. Ist mir überhaupt ein Rätsel, weshalb man sich eine Bluray kauft und sich dann vor einem TFT-Monitor hockt.

Ich will die Bluray nicht schlecht reden. Ich habe immerhin 4 Sterne vergeben und der Umsetzung die Note "sehr gut" gegeben. Insgesamt bin ich ziemlich begeistert von der ausgezeichneten Bildqualität. Perfekt ist sie allerdings nicht und das wird man auch anmerken dürfen. (Die "perfekte" Fassung auf dem Bluray-Nachfolgemedium kaufe ich in 10-20 Jahren natürlich wieder).

Veröffentlicht am 07.08.2012 19:28:15 GMT+02:00
Prinzipiell ist JEDE Rezension mit Vorsicht zu genießen, da mit größter Wahrscheinlichkeit jeder einen anderen Blu-ray-Spieler, ein anderes HD Sichtgerät (Flachbildschirm oder Full HD Projektor), andere Einstellungen des Sichtgerätes (das mit Abstand größte Potential für Darstellungsfehler) und schlußendlich andere Sehgewohnheiten hat (mich wundert immer wieder wie viele Heimkino-Besitzer aus ihren "Beamern" versuchen, den besten Schwarzwert herauszuholen und dabei gar nicht merken, dass sie hierbei das Bild buchstäblich im Dunkeln ersäufen).

Deshalb habe ich bei "ThunderBlade"s Ersteintrag aufgehorcht. Denn egal wie gut oder schlecht sein Equipment eingestellt ist, würde es tatsächlich auf Datenkomprimierung hindeuten, wenn Szenenausschnitte einer Folge im Bonus-Material besser aussehen als in der eigentlichen Folge.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.08.2012 14:38:40 GMT+02:00
Chandler Bing meint:
@Frank Bitterhof

Ich gebe Ihnen Recht. Ich konnte zwischenzeitlich mit alternativen Geräten und Einstellungen bessere Ergebnisse beim Bild erzielen. Seltsamerweise vermag gerade die sonst als "Tod des guten Bildes" gescholtene Rauschunterdrückung das Flimmern und Rauschen erheblich abzumildern. Ob dies im Sinne des Erfinders ist, mag dahingestellt bleiben.
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