Kundenrezension

69 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hinterlässt widersprüchlichen Eindruck, 10. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Canon EF-S 10-22mm 1:3,5-4,5 USM Objektiv (77 mm Filtergewinde) (Zubehör)
Ich besitze das Objektiv seit knapp zwei Jahren und habe es in unterschiedlichen Situationen vom Stilleben über die Stadt- bis zur Landschafts- und Architekturfotografie genutzt. Auf Reisen war es die Ergänzung des Universalzooms in den extremen Weitwinkelbereich. Viele Aufnahmen mit diesem Objektiv sind deshalb mit einer Brennweite von 10 mm (an einer Canon 50D) entstanden. Die nachstehenden Ausführungen beziehen sich deshalb im Wesentlich auf die Nutzung des Objektivs bei kurzer Brennweite (unter 12 mm).
In Hinblick auf die ausgezeichneten Testergebnisse - vor allem hinsichtlich der hohen Auflösung bis in den Randbereich - waren zwar nicht alle, aber etliche Aufnahmen eine Enttäuschung: insbesondere Landschaftsaufnahmen waren in der Mitte sehr scharf, aber der Randbereich ab etwa halbem Abstand zwischen Bildmitte und Bildrand auch bei abgeblendetem Objektiv so unscharf, dass der Schärfeabfall sogar auf einem Ausdruck in der Größe A4 auf den ersten Blick ins Auge stach. Ich brachte das Objektiv zum Service, und es wurde justiert. An der Problematik änderte sich nichts. Nach einigen hundert Bildern mehr wurde mir klar, wo das Problem liegt: das Objektiv zeigt bei kürzester Brennweite eine extreme, entfernungsabhängige Bildfeldwölbung, das heißt in der Nähe der Naheinstellgrenze ist das Bildfeld plan, ab einem Aufnahmeabstand von etwa zwei Metern werden, wenn auf die Bildmitte scharf gestellt wird, Objekte in den äußeren Bereichen des Bildes nur dann scharf abgebildet, wenn sie sich deutlich näher als die Objekte in der Bildmitte befinden. Desto größer die Entfernung, desto stärker wird die Wölbung des Bildfeldes.
Das Problem lässt sich durch Abblenden bedingt in den Griff kriegen: Wenn die ganze Bildfläche bei weiter entfernten Objekten scharf sein soll, hilft es, bei der Kamera eines der außen liegenden AF-Fokusfelder auszuwählen und durch Verkleinern der Blende auf 8 oder 11 die Tiefenschärfe soweit zu vergrößern, dass auch die Bildmitte scharf wird. Fokussieren auf die Bildmitte und danach abblenden bringt meiner Erfahrung nach nichts.
Praktisch bedeutet dies, dass sich mit diesem Objektiv gute Fotos mit eindrucksvoller Perspektive machen lassen, jedoch nur unter ständiger Beachtung der extremen optischen Eigenheiten des guten Stücks. Irgendwie entsteht der Eindruck, dass das Objektiv eher für das Testlabor als für die Fotografie im freien Feld optimiert wurde.
Der Autofokus funktioniert übrigens schnell, leise und präzise. Das Objektiv ist relativ klein und leicht und verträgt sich deshalb ergonomisch auch mit den Kameras der 100er-Serie gut. Es wirkt solide verarbeitet, ohne Spiel oder Wackeln der beweglichen Teile.
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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 30.04.2012 10:52:44 GMT+02:00
R., Christine meint:
Eine gute Beschreibung, vielen Dank !
Beim 10-22 scheint es so zu sein, dass die Fertigungsserien doch erheblich voneinander abweichen.
Mein Exemplar zeigt das von Ihnen beschriebene Verhalten nur ganz leicht (S.No. 66613...).
Die extreme Bildfeldwölbung trifft bei mir für das EFS 17-55/2.8 zu, von 17-20mm. Landschaftsaufnahmen unter 21mm sind damit praktisch nicht randscharf zu bekommen, oder man muss die "DxO lens softness" bis zum Anschlag aufdrehen.
Das 10-22 ist hier im überschneidenden Brennweitenbereich überragend scharf und gleichmässig bis zum Bildrand.
Ich hatte zwei Exemplare des 10-22 zur Auswahl, eines davon hatte von 10-16mm einen unscharfen rechten Rand.
Dafür war es am langen Ende (20-22mm) etwas knackiger als mein Muster.
Fazit: Wenn möglich, mehrere Objektive bestellen von unterschiedlichen Anbietern und vergleichtesten.
Bleibt einem leider nix anderes übrig.

Veröffentlicht am 03.02.2013 15:45:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.02.2013 15:48:03 GMT+01:00
Bikejet meint:
Ich muss mich für die detaillierte und hilfreiche Beschreibung ebenfalls bedanken!
Da ich mit dem Gedanken spiele für meine 650D dieses Objektiv anzuschaffen und bis jetzt mit dem Tokina 11-16mm (http://www.amazon.de/Tokina-11-16mm-Superweitwinkel-APS-C-Kameras/dp/B0077CNJNE/ref=sr_1_5?s=ce-de&ie=UTF8&qid=1359902768&sr=1-5) Erfahrungen gesammelt habe, bin ich sehr interessiert an mögliche Randunschärfen bzw. der Schärfe des Objektivs an sich.

"Wenn die ganze Bildfläche bei weiter entfernten Objekten scharf sein soll, hilft es, bei der Kamera eines der außen liegenden AF-Fokusfelder auszuwählen"

Das sollte ich wohl noch häufiger bei dem Tokina ausprobieren als ich es eh schon gemacht habe, denn ich habe zu häufig mit Unschärfen am Rand zu kämpfen. Evtl. aber auch wie beim Canon 10--22mm die gute alte Serienstreuung...

Veröffentlicht am 14.01.2014 15:28:31 GMT+01:00
Die Information ist auf jeden Fall hilfreich, aber trifft so ziemlich auf jedes Weitwinkelbjektiv zu. Es ist doch normal, dass man nur auf eine bestimmte Distanz scharfstellen kann. Dass dann durch die Linsenwölbung natürlich unterschiedliche Entfernungen zu sagen wir mal planen Objekten ergeben ist doch vollkommen normal. Man dann da aber auch viel mit Voreinstellungen bei einer Kamera tricksen.

Ich glaube auch für richtig gute Ergebnisse muss man sich auch richtig ins Geld legen und da sind 500 Euro für ein Objektiv noch nicht die Welt. Leider.
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