Kundenrezension

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Da es als Teil einer Serie angepriesen und auf dem Markt gebracht wurde, kann man es nicht "für sich" betrachten, 30. März 2013
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geheimakte 3 - [PC] (Computerspiel)
Wir (mein Mann und ich) gehören auch zum Kreis der "alten Knobelhasen" sowohl am PC als auch auf fast allen gängigen Konsolen. Wir haben vom ersten Zelda für den N64, Mysth und Monkey Island I für den PC bis heute so ziemlich alles an Knobel- und Adventurespielen im Regal stehen, was es auf dem Markt in dieser Richtung gab und gibt. Natürlich auch die beiden Vorgänger Geheimakte 1+2, sowie das "Neben-Game" Lost Horizon. Entsprechend hoch waren auch unsere Erwartungen an dieses Spiel. Leider sind diese nicht erfüllt worden.

Begründung:

- sehr kurze Spielzeit (ich kenne kein anderes Spiel, welches wir in nur knapp vier Stunden zu zweit durch hatten)
Für Einsteiger und Neulinge mag das in Ordnung sein, da sie vielleicht noch keinen Maßstab für die ungefähre Länge eines guten Spiels haben, aber für alle Kenner der Reihe ist das entschieden zu kurz!

- Rätselspaß zu flach (entweder "seltsam" ODER zu leicht ODER unlogisch - als hätte man versucht, die "Rätseltypen" aus verschiedenen Spielen in eines zu packen)
Für Einsteiger, die allgemein noch nicht mit solchen Adventures vertraut sind, ist das auch wieder kein Problem und mag sogar dadurch eine gewisse Abwechslung bieten. Als "Dauerspieler" stellt man sich aber von vorn herein auf eine gewisse Grundstrategie zur Lösung der Rätsel ein, erst recht, wenn man eine Fortsetzung spielt. In den Vorgängern waren das zumeinst logische Denkansätze - wenn einem die Logik bei manchen Rätseln auch erst im Nachhinein bewußt wurde. (Vorsicht: Spoiler!) So sind wir natürlich vom "Fliesenrätsel" herbe enttäuscht worden, da ich verzweifelt versucht habe, zwischen den einzelnen Symbolen und der Reihenfolge irgendeine Verbindung herzustellen - geht aber nicht, funzt nur mit ausprobieren, Weg bis dahin merken und bei jedem Fehltritt eben von vorn anzufangen, bis man endlich aufrund der Ausschlußvariante die richtigen Fliesen trifft (oder ist hier irgend jemanden dazu eine Logik eingefallen?! Falls ja, bitte um Aufklärung!). Gleiches gilt für's Uhrenspiel am Schluß. Die Ziffern auf dem Ring haben mich sehr irritiert, weil ich einen Zusammenhang gesucht habe zwischen Symbol, Bild und Ziffer. Ich habe es mit mathematischen Ansätzen versucht (Quersummen, Algorythmen, etc.), mit geometrischen, mit "logischen" (Gegensätze, etc.) - und dann sind das lediglich die Haltungen der Arme!! Ich weiß nicht, worüber ich mich nach dem Blick in die Lösung mehr geärgert habe: Daß meine Denkweise zu kompliziert war, oder daß die Lösung so offensichtlich einfach war, daß man sich das Verrenken der Gehirnwindungen sparen kann. Auf der anderen Seite wird die Rätselei dann wiederum unnötig in die Länge gezogen, weil man ein und den selben Handlungstrang fünfmal ausführen soll, nur weil die Programierer nicht gewillt sind, zuzulassen, daß der versierte Spieler zwei oder drei Sachen im vorraus gleich auf einmal erledigt.

- Story und Handlungen zu wenig ausgearbeitet
In den Vorgängern (und auch in vielen anderen Spielen) erfährt man viel durch die Interaktion mit anderen Charakteren. In diesem Spiel geht man fast ausschließlich allein durch das gesamte Spiel. Witzige Dialoge kommen dadurch zu kurz, Rätsel, die an bestimmte Aktionen mit Personen geknüpft sind, fehlen beinahe gänzlich und reduzieren dadurch den Spielverlauf auf 90 Prozent Gegenstände sammeln, eventuell kombinieren und anwenden. Für ein Spiel auf "gehobenem" Adventure-Niveau ist uns das zu wenig und bereits die Vorgänger haben gezeigt, daß das auch anders geht.
Positiv darf ich hier allerdings die Wortschöpfungen hervor heben, wenn es um allgemein bekannte, aber geschützte Begriffe geht. "Bingle" als Suchmaschine fand ich einfach köstlich und auch der Peter-Faltplan entlockte mir ein Schmunzeln.

- technisch nicht problemlos spielbar
Ich bin jetzt (im Gegensatz zu meinem Mann) der absolute DAU, wenn es um technische Dinge im PC-Bereich geht. Wenn ich ein Spiel kaufe, lese ich die Systemvorraussetzungen und gleiche die mit meinem PC ab. Habe ich die notwenigen Komponenten, erwarte ich auch, daß das Spiel möglichst störungsfrei läuft.
Nun, wir haben zwei PCs, einen zum spielen (der "kleine") und einen zum Arbeiten (der "Große"). Beide mit XP SP3, der Kleine hat einen 2-kerne-Prozessor (Pentium), der andere einen 4-Kerne-Prozessor (auch ein Pentium). Ich weiß, daß der kleine mehr als 512 MB Arbeitsspeicher hat (weil mein Mann den wegen eines anderen Spiels extra aufgerüstet hatte), der große hat auf jedenfall 1 GB RAM oder sogar noch mehr. Und die Festplattenspeicher von 2 GB sind ein Witz bei den heutigen Festplatten. Bei den Grafikkarten haben wir N-Vidia G-Force-Karten verbaut, deren Arbeitspeicher die 512 MB ebenfalls deutlich übersteigen - trotzdem rennt Nina nach der Installation auf dem "kleinen" Rechner ohne Körper rum und der Pfarrer entpuppt sich als Bruder von Disneys Grinsekatze (man sah nur Augen und einen Mund). Also zunächst nach Fehlern gesucht, teilweise auf einschlägigen Seiten gefunden und Problem behoben. Trotzdem gab es weiterhin Probleme (die sich aber meiner Kenntnis entziehen - beim Installieren bin ich selten anwesend). Deshalb das ganze deinstalliert und auf dem "großen" Rechner geladen. Hier läuft es einwandfrei.
Ich weiß nicht, was dem Spiel an unserem Spielerechner nicht gepasst hat, aber wenn der Hersteller als Systemvorrausetzungen das angibt, was auf der Verpackung steht, erwarte ich schon, daß es dann auch problemlos läuft. Ansonsten sollte er die Systemangaben halt gleich höher ansetzen (aber dann verkauft es sich vielleicht noch schlechter?).

Fazit: Da sich die wenigsten Neueinsteiger gleich einem dritten Teil zu wenden, sondern bei Interesse meist doch erst mal das "Original" kaufen, muß davon ausgegangen werden, daß die Macher mit diesem Spiel sehr wohl als Kunden in erster Linie die Fans der ersten beiden Teile ansprechen wollen - das ist hier gründlich in die Hose gegangen und man kann nur hoffen, daß es bei einem vierten Teil wieder besser wird.
Dennoch vergeben wir drei Sterne, da dieser Eindruck tatsächlich meist nur dann entsteht, wenn man die Vorreiter kennt. Neulingen, die tatsächlich das erste mal Geheimakte spielen und mit dem dritten Teil einsteigen möchten, ist es dennoch zu empfehlen, weil einfach die vorgefaßten Erwartungen fehlen.
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