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Kundenrezension

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht vollkommen elektrisierend, aber dennoch..., 24. Mai 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: English Electric (Audio CD)
English Electric ist das mittlerweile 12. Studioalbum von OMD und das zweite ’Comeback’-Album nach History of Modern.
Es ist alles in allem, finde ich, recht gut gelungen, ein stimmiges Werk, fast ein Konzeptalbum.
Dennoch gefällt es mir insgesamt nicht ganz so gut wie History of Modern, weswegen ich hier höchstens vier Sterne vergeben kann.
Dies hat folgende, mehr oder weniger schwerwiegende Gründe:

- Die drei experimentellen (Noise-)Tracks (“Please Remain Seated“, “Decimal“, “Atomic Ranch“) sind ganz nett, aber bei weitem nicht so interessant und stimmig wie ähnlich experimentell geartete (Noise-)Tracks auf früheren OMD-Alben (z.B. das lustige “Dancing“ und ganz besonders der hervorragende, instrumentale Titeltrack auf Architecture and Morality)

- Was die richtigen Songs betrifft, so scheint es mir, als lag der Fokus etwas zu sehr darin, entweder eingängige, zuckersüße (Pop-)Melodien zu produzieren (“Night Cafe“, “Stay with Me“) und/oder Kraftwerk eine Reminiszenz zu erweisen (“Metroland“, “Kissing the Machine“) .. “The Future Will Be Silent“ ist wohl nach dem Muster von solchen Stücken wie “This is Helena“ oder “Dazzle Ships (part II, III and IV)“ gestrickt; es ist somit der erste Track auf English Electric, der etwas abweicht von der übermäßigen Popmelodie- und/oder Kraftwerk-Huldigung (“The Future...“ ist allerdings viel zu kurz geraten, d.h. nach gerade mal läppischen 2:40 Minuten bereits zu Ende, kaum dass die Musik sich richtig entfalten konnte) .. mit “Helen of Troy“ und “Our System“ folgen dann direkt hintereinander die Höhepunkte des Albums, das sind OMD wie wir sie kennen und lieben: traurig-reflektierender Gesang, solide Synthpop-Musik mit eingängigen Melodien, ohne aber zu sehr nach Mainstream-Pop oder Kraftwerk zu klingen; ich wünschte, dies Album hätte mehr von solchen Nummern zu bieten gehabt; somit bleibt es bei gerade mal zwei exzellenten Tracks, schade (“Dresden“ von Andy McCluskey ist natürlich auch noch ganz nett, aber ich frag mich wie oft er das Riff von “Enola Gay“ noch recyceln will...); da hatten die frühen Alben oder auch History of Modern weitaus mehr zu bieten – weiß wirklich nicht, warum man Kraftwerk eine so übertriebene Reminiszenz erweisen wollte – das Album Architecture & Morality etwa war durchaus auch mit von Kraftwerk beeinflusst, ohne sich aber zu sehr bei den sogenannten „Urvätern der elektronischen Musik“ anbiedern zu müssen (A&M war also großartig, obwohl oder gerade weil es nicht sehr nach Kraftwerk klang) .. zudem fehlen mir hier solche düsteren oder aggressiven, absoluten OMD-Kracher mit Ecken und Kanten wie “The Misunderstanding“, “Statues“, “The New Stone Age“, “Sealand“, “The Romance of the Telescope“ oder “Of All the Things We’ve Made“ etc. (von solchen Perlen auf B-Seiten wie “Sacred Heart“, “Navigation“ oder “4Neu“ will hier gar nicht erst anfangen); History of Modern hatte immerhin das großartige “History of Modern Part II“ und “New Holy Ground“ zu bieten; allerdings zeigen aktuelle B-Seiten wie “Time Burns“ und ganz besonders “The Great White Silence“, dass solche aggressiven und/oder düsteren Nummern mit Ecken und Kanten durchaus vorhanden waren, und zumindest eine davon hätte man doch bitteschön aufs Album mit draufpacken können, zumal noch ausreichend Platz auf der CD vorhanden war (siehe unten)

- Das Album insgesamt ist ziemlich kurz geraten mit seiner Länge von gerade mal 43 Minuten nochwas (im Vergleich zu History of Modern mit 58:00 Minuten); im Zeitalter der Vinyl-LP war solch eine Länge noch vollkommen ausreichend, aber im (Post-)CD-Zeitalter hätte schon etwas mehr spendiert werden dürfen, zumal die diversen Tracks von B-Seiten, Demos und Outtakes zeigen, dass durchaus noch eine Fülle an Material vorlag .. was mich hierbei vor allem wurmt ist, dass mit “No Man’s Land“ ein toller Song mit großem Potential einfach gekappt und somit auch die Chance auf eine stimmige Abrundung des Album leichtsinnig vertan wurde (dieser hätte das Album ähnlich großartig abgerundet wie damals “The Beginning and the End“ auf Architecture and Morality; stattdessen wird man am Ende mit dem eher faden “Final Song“ abgespeist); mit unbegreiflich, warum solch ein großartiger Track wie “No Man’s Land“ ausschließlich den dubiosen „iTunes“ vorenthalten sein soll (die Käufer der CD sollten einen Zusatztrack als Belohnung erhalten, wenn überhaupt, und nicht umgekehrt!)

Aufgrund dieser drei (Minus-)Punkte (von denen zumindest die beiden letzten nicht unerheblich sind), kann ich dem Album höchstens vier Sterne geben.
Ich gebe aber auch nicht weniger, weil als Liebhaber der Musik von OMD ich natürlich froh war, dass sie nach History of Modern ein weiteres Album in der „Neuzeit“ (sprich im 21. Jahrhundert) produziert haben, was an sich ja ganz eingängig und stimmig ist, und in jedem Fall die meisten seichten Pop-Alben von OMD nach Dazzle Ships (von Mitte der Achtziger bis in die späten Neunziger) überflügelt.
Einzig eben schade, dass es nur wenig wirklich herausragende Höhepunkte gibt, und so aggressive oder düstere Nummern mit Ecken und Kanten ganz fehlen (auf den aktuellen B-Seiten gibt’s ja ebensolche Tracks, aber ich war eigentlich noch nie ein großer Fan des Kaufs von Singles…)
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