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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
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Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Civic Duty - Störkanal Edition (DVD)
Terry lebt zusammen mit seiner Frau in einer netten Wohnung in einem Hinterhof irgendwo in den USA. Er hat gerade seinen Job verloren, aber scheinbar schmälert das seine optimistische Grundeinstellung nicht, auch das Haus welches die beiden kaufen wollen steht nicht zur Disposition. Seine Frau verdient als Fotografin das Geld, während Terry sich einen neuen Job sucht. Alles scheint in Ordnung zu sein. Scheinbar. In Terry brodelt es gewaltig. Die Angst darüber, der tradierten Rolle als Alleinversorger nicht mehr nachkommen zu können ist unübersehbar und äußert sich unter anderem in der unbegründeten Eifersucht seiner Frau gegenüber. Ein "Rockstar" scheint irgendwann einmal dazwischen gefunkt zu haben, es kann noch nicht so lange her sein. Ein neuer Nachbar zieht ein, mit nichts weiter als ein paar Kartons und Taschen. Terry identifiziert ihn als jemanden aus dem "mittleren Osten." Die Terroranschläge vom 11.9. beeinflussen die mediale Berichterstattung. Egal wo Terry sich aufhält, überall flimmern die Fernseher. Bush warnt die Nation vor der nachwievor existenten Gefahr von terrorisischen Anschlägen, ein neues Video von Bin Laden ist aufgetaucht. Berichten die Medien nicht über den "war on terror", finden sie eine andere Möglichkeit die Menschen in Hysterie und Panik zu versetzen. Die Arbeitslosigkeit steigt und Hacker können ohne Probleme auf Rechner zugreifen. Es fällt schwer locker zu bleiben, wenn einem auf Schritt und Tritt eingetrichtert wird, man möge bitte Angst haben. Und diese kanalisiert sich bei Terry. Die "komischen" Freunde des neuen Nachbarn und die Tatsache, dass er nachts um drei seinen Müll rausbringt machen ihn zum Objekt der Angst. Terrys Frau möchte von alledem nichts hören. Trotzdem steigert er sich hinein und verfolgt den neuen Nachbarn und spioniert ihn aus. Für ihn scheint die Sache klar zu sein. Der Nachbar plant einen Terroranschlag. Und weil das immer sicherer erscheint, meldet sich Terry beim FBI. Er tut das nicht weil er ein Patriot ist, sondern weil er es satt hat, dass aufgeräumt wird, aber niemand vorher bereit ist etwas zu tun. Auch dann nicht, wenn "merkwürdige Dinge" beobachtet werden. Nach einem Streit mit seiner Frau, die von seinen Märchen nichts hören will, will er dem Mann aus dem "mittleren Osten" das erste Mal einen Besuch abstatten. Die Tür steht offen und von dem "Terroristen" ist nichts zu sehen, also betritt Terry die Wohnung........."Civic Duty" ist ein feiner und spannender Thriller geworden. Die Angst steht im Mittelpunkt des Hauptprotagonisten. Diese wird überzeugend vermittelt, in dem man Teil der Entstehung wird. Man fühlt sich an George Orwell und seine Dystopie erinnert. Die andauernde Verängstigung der Bevölkerung galt hier als Methode, das totalitäre System "durchzudrücken" zu können. Aber anstatt sich daraufhin ruhig zu verhalten, weil der "große Bruder" alles erdenkbare unternimmt, um die Angst durch Handlungen zu eliminieren, stellt sich Terry seiner Angst, die schließlich zu einer ausgeprägten Paranoia wird. Jeff Renfroe kann man wohl jetzt ein kleines Faible für die Paranoia unterstellen, schließlich ist dieser Film sein zweiter zum Thema. Allerdings ist der 2006 entstandene "Civic Duty" weit gelungener als One Point 0 - Du bist programmiert. Peter Krause, der Terry spielt und aus Die Truman Show und vor allem als Nate Fisher in Six Feet Under - Gestorben wird immer, Die komplette erste Staffel [5 DVDs] bekannt sein könnte, spielt seine Rolle überaus glaubwürdig und authentisch, auch wenn der Gang in die Paranoia dann doch ein wenig zu schnell und radikal ausfällt. Man kann so einiges an sich selbst entdecken, wenn man sich eingesteht, dass "self fulfilling prophecys" irgendwie das Leben mitbestimmen. Und sei es bei der Krankheitsselbstdiagnose im WWW;-). Wenn etwas sein soll, dann ist es so, weil alles dafür spricht! Der Film hat eine angenehm kritische Herangehensweise, was ihn zu mehr als einem stinknormalen und mittelmäßigen Thriller macht. Er stellt die Frage, ob die diffuse und "zusammengesammelte" Angst, deren Ursprung in der neoliberalen Ökonomie begündet liegt, man achte auf Terrys ersten Auftritt, dahin führen kann, wo es ihn hinverschlägt. Kritische Untertöne finden ich per se erstmal spannend und in diesem Fall auch gelungen. Dies, und der Umstand, dass "Civic Duty" hanwerklich solides anbietet und zudem mit einem gelungenen Ende auffährt, macht ihn empfehlenswert. Für diejenigen, die Arlington Road thematisch mögen und der "Störkanal" Reihe nicht ablehnend gegenüber stehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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