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Eine Jugend im Strudel der Zeitgeschichte,
22. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Am falschen Ort (Taschenbuch)
Szene in Damaskus: bei einem Busuch bei Intellektuellen läuft CNN, ein Interview mit dem palästinensichen Intellektuellen Edward W. Said ist angesagt. Die laute Runde verstummt, als der Angekündigte Red und Antwort steht.
Diese wichtige palästinensiche Stimme legt im Buch „Am falschen Ort" eine Autobiographie vor.
Als Edward Said erfuhr, dass er schwer erkrankt war, begann er mit dem Schreiben dieses Buches. Dieses eindrückliche Buch ist also auch eine Art Therapie.
Aufgewachsen ist Edward in Kairo, in Palästina und in einem Bergdorf im Libanon. Geboren 1935 erlebt er die Geschichte des Nahen Ostens hautnah mit. Ein historisches Buch. Das auch, es ist aber auch die Aufarbeitung der Erziehungsgeschichte von Edward.
Präzise wird die Erziehung seiner neurotischen Mutter und seines strengen, despotischen Vaters geschildert. Ebenso werden die verschiedenen Clanmitglieder geschildert, auch seine Schulerlebnisse zwischen der arabischen und der englischen Kolonialwelt werden eindrücklich aufgezeigt.
Edward W. Said berichtet das alles analytisch genau, so entsteht ein Portrait seiner ersten zwanzig Jahre, die man als Leser geschildert bekommt. Vieles erfährt man, einiges lernt man, aber dies alles packt einem nicht.
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