Kundenrezension

36 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anfangs gut - am Ende katastrophal, 1. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die kalte Sonne: Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet (Gebundene Ausgabe)
Ich selbst lehre und forsche in der elektrischen Energietechnik. Somit ist mein Ausgangspunkt ähnlich demjenigen von F. Vahrenholt: ich bin kein Klimaexperte, die Vorhersagen des IPCC sind aber ein wichtiger Bestandteil (es gibt noch andere, genauso wichtige: Endlichkeit der konventionellen Resourcen, Unabhängigkeit von Energieimporten, ungelöste Atommüllfrage, Verteilungskriege für verbleibende fossile Resourcen, etc.) der Argumentation für den Umbau der Energieversorgung.

Ausgesprochen gut ist der kritische Umgang mit der Arbeit des IPCC. Gut ist, dass hier ausführlich daruf eingegangen wird, was dort berücksichtigt wird und was alles nicht, und gut ist, dass diese Zweifel ausführlich begründet werden. In Schutz nehmen muss man den IPCC jedoch dahingehend, dass vor "Treibhauseffekt" und "Klimawandel" seit vielen Jahrzehnten gewarnt wird. Von der Politik ungehört. Erst durch die Verdichtung und Zusammenfassung - und vielleicht auch unberechtigte Konzentration auf CO2 und andere Klimagase kam die politische Klasse überhaupt in Bewegung. Komplezität ist nun mal nicht der Freund der politischen Diskussion.

Die erste Stelle, an der das Buch unglaubwürdig wird, ist diejenige, an der Vahrenholt und Helfer eine eigene Prognose zu stellen versuchen. Erst wird auf weit über hundert Seiten erklärt, was wir alles noch nicht wissen ... und dann aber folgt von einem Nicht-Klimaexperten und Nicht-Wissenschaftler eine eigene Prognose über die nächsten hundert Jahre. Da muss man Bauchschmerzen bekommen.

Völlig hahnebüchen wird das Buch gegen Ende. Hier begibt sich Vahrenholt auf das Gebiet, auf dem ich mich selbst als Experten bezeichnen darf (und er eigentlich auch einer ist). Im ersten Teil noch wissenschaftlich angehaucht die Verfehlungen der IPCC-Prognosen angeprangert, verweist er im Ausblick auf die Entwicklungen in der Energieversorgung ausgerechnet auf Prognosen der Internationalen Energieagentur IEA (die im Rückblick immer deutlich falsch zugunsten fossiler und zu ungunsten erneuerbarer Energein waren), Prognosen von Shell und Exxon (nicht gerade unabhängig) und schafft es auf wenigen Seiten sämtliche Vorurteile gegen erneuerbare Energien aufzutischen. Den Abschnitt zur Solarenergie hat er gleich in blauer Schrift hervorgehoben (damit man die Fehler besser sieht?). Hier finden sich auf nur einer Seite gleich 8 inhaltlich falsche Aussagen! Der krönende Abschluss findet sich in der Aussage, dass die kalte Sonne uns Zeit gibt, auf "inhärent sichere Atomkraftwerke" und "Kernfusion" zu warten. Autsch.

Können wenige Jahre auf der Gehaltsliste von RWE und das sich Betrogen fühlen vom IPCC aus einem ehemals engagierten Umweltsenator und Motor der Energiewende das hervorbringen?
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.04.2012 02:56:49 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.04.2012 03:14:27 GMT+02:00
R. Dendron meint:
Was ist "Autsch"? Ist das eine Abkürzung für irgendein Argument?

Übrigens: Ist Ihnen aufgefallen, wie hervorragend der Titel Ihrer Rezension auf Ihren eigenen Text passt? Zuerst bauen Sie Spannung auf, indem Sie durchblicken lassen, dass Sie Experte auf diesem Gebiet sind, und der Leser freut sich schon auf brilliante Sachargumente, aber was kommt stattdessen - nichts als die übliche Tirade aus Textbausteinen mit "RWE", "Lohnliste" und "kreuzigt ihn, er hat Atom gesagt".

Veröffentlicht am 09.04.2012 17:35:45 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 09.04.2012 17:37:12 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.04.2012 17:38:16 GMT+02:00
H. Thieme meint:
Was stört daran, dass die Autoren die bekannten Zyklen der Sonnenaktivität einfach einmal fortschreiben und dann daraus Tendenzen der Wärmezufuhr für die Erde mit den dazugehörigen wärmer/kälter-Folgen verbinden. Fortschreiben von Zyklen ist nun mal auch ein Prognoseversuch, und in vielen Fällen kein schlechter.
Und was soll das mit dem Auftischen der "Vorurteile gegen erneuerbare Energien"? Eine Stromerzeugung, die mit dem Sonnenuntergang, also dann, wenn die elektrische Beleuchtung eingeschaltet werden muss, versagt und erst wieder mit dem Sonnenaufgang, wenn also die elektr. Beleuchtung nicht mehr gebraucht wird, Elektrizität liefern kann, ist grundsätzlich wenig bis nichts wert. Ebensowenig wie jedes andere Kraftwerk, was nur zufällig, unvorhersehbar und unsteuerbar verfügbar ist.
Vielmehr störend an Varenholts und Lünings Buch ist die ungeprüfte Übernahme und an zahlreichen Stellen wiederholte Dogma der temperaturerhöhenden Wirkung eines höheren CO2-Gehaltes der Atmosphäre. Hier hätten einige Blicke auf den Vorgang des Wärmeaustrags aus der Atmosphäre klärend sein können. Wärmeaustrag nämlich über Strahlung, ausgehend von den sog. "Treibhausgasen". Die von Satelliten aufgezeichneten Strahlungsdiagramme der Erde/Atmosphäre zeigen nun mal, dass es die "Treibhausgase", ganz ganz überwiegend Wasserdampf, in geringem Maß auch CO2, und dann die Wolken sind, die Wärme aus der Atmosphäre ins All schicken. Also ohne die "Treibhausgase" die Wärmeabfuhr aus den Wolken fehlte (die erhöhte Wärmeabfuhr bei mehr niedrigen Wolken wird allerdings im Buch angesprochen). Es also wärmer in der Atmosphäre wäre, wenn die "Treibhausgase" fehlten. Zudem wäre dann noch die Verknüpfung des Wärmeinhaltes des Systems Erde/Atmosphäre, nämlich linear mit der Temperatur, mit der Abstrahlungsleistung aus dem System Erde/Atmosphäre, nämlich proportional der vierten Potenz der Temperatur, zu würdigen. Womit das CO2-Dogma dann als wissenschaftlicher Müll entlarvt ist.

Veröffentlicht am 03.05.2012 17:05:51 GMT+02:00
..... nachdem Sie ja Herrn Vahrenholts Argumente mit der Begründung: "Er sei ja einige Jahre auf der Gehaltsliste von RWE gewesen" diskreditieren, bitte ich Sie höflich auch Ihre persönlichen (beruflichen) Interessensverknüpfungen in Verbindung mit der "regenerativen Energieerzeugung" offenzulegen.
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