Kundenrezension

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine unausgewogene Farce!, 9. April 2010
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Silent Hill - Homecoming (Computerspiel)
Ich bin ja ein ziemlich großer Fan der Silent Hill-Reihe. Da ich PC-Spieler bin musste ich zwar bedauerlicherweise auf den 1. Teil verzichten, die Teile 2 und 3 zogen mich jedoch komplett in ihren Bann, setzten sie doch gezielt auf unterschwelligen, sehr subtilen Horror und nicht auf klischeehafte Zombieballerei mit banalster Story, wie es uns Resident Evil im mittlerweile 5ten Teil zeigt - obwohl der Spaßfaktor hier ungebrochen ist :).
Bei Teil 4 war aufgrund des "experimentellen" und völlig unfertigen Konzepts für mich vorerst schluss. Und auch bei Teil 5 scheint Konami in keiner Weise mehr dazugelernt zu haben. Zugegeben, das Szenario ist ausgesprochen packend aufgebaut. Der Einstieg in dem alten Krankenhaus haut mich glatt von den Socken. Und überhaupt sind die Wechsel zwischen realer Welt und Hölle überaus gut gelungen. Über die etwas angestaubte Grafik (erinnert an Source-Engine) kann ich dabei hinwegsehen. Wer grafischen Genuss will, sollte ohnehin die Silent Hill Reihe weit von sich schieben.

Was mich vielmehr ärgert ist der unfreiwillig unausgewogene Schwierigkeitsgrad. Unfreiwillig deswegen, weil das Kampfsystem stellenweise einfach versagt. Ich finde zB nicht, dass es zuwenig Med-Kits oder Munition gibt. Im Gegenteil, wenn die Ausweichfunktion durchgehend das erfüllen würde was sie soll, nämlich Alex in eine LOGISCHE Richtung ausweichen zu lassen, wäre sogar noch weitaus weniger überlebenswichtiges "Zubehör" von Nöten, denn wenn sie funktioniert, funktioniert sie sehr gut.
Als Gegenbeispiel möchte ich den Bosskampf mit der Monsterpuppe Scarlett heranziehen. Eigentlich relativ einfach, wenn da eben nicht ganz gerne die Ausweichfunktion versagen würde: Alex weicht einem Schwinger aus - denkste - er weicht nämlich genau in Scarlett's Pranke aus und das nicht nur einmal. Konseqenz: kontinuierliche Lebenspunkt-Degeneration. Ich habe 8 Anläufe gebraucht um die Puppe auf einem vertretbaren Gesundheits- und Inventarlevel zu killen. Bei allen anderen Versuchen waren in Spitzenzeiten 5 Gesundheitsdrinks und 2 Erste Hilfe Kästen nötig, so toll hat das Kampfsystem funktioniert. :S
Außerdem war die Anzahl an Schlägen, die man brauchte um sie in die Knie zu zwingen bei jedem Anlauf unterschiedlich.
Ein weiteres Beispiel ist der Kampf im Präsidium gegen die Schismen, hier geht es teilweise ähnlich chaotisch zur Sache und man verbraucht schnell seinen Vorrat an Medizin. Auch hier waren wieder mehrere Versuche nötig. Lächerlich, wenn man bedenkt, dass es sich um 08/15-Gegner handelt.
Außerdem waren die Rätsel schonmal besser, teilweise entbehren sie jeder Logik. So kann Alex nicht eher die Tür zum Garten seines Hauses öffnen als das Wasser im Keller abgepumpt ist. Wohlgemerkt kann er aber ohne Bedenken der Situation im Krankenhaus in ein Loch in der Wand greifen - und riskieren, dass er eine Armlänge kürzer wird, falls er selbigen nicht schnell genug herauszieht.
Andere Station, der Keller von Alex' Vater: alle Messer müssen in der richtigen Reihenfolge auf dem Messerbrett hinterlegt werden. 3 Stück hat man zur Auswahl, dier ersten beiden passen auch. Und das dritte augenscheinlich auch. Allerdings ist sein Platz nicht wie eigetlich anzunehmen auf dem Brett vorgesehen sondern im abgetrennten Kopf eines Schisms...
So what?
Keine Fragen mehr! Wer redet hierbei noch von Logik?

Und zu guter Letzt ist das Spiel auch in wichtigen Teilen gespickt mit Bugs. Schonmal eins der besagten Messer versehentlich oder spaßeshalber wieder entfernt? Habe ich gemacht, da mir die großartige Logik mit o.g. Kopf damals noch nicht aufgefallen war. Ergebnis ist, dass man das Bild aus Josh's Zimmer wie durch ein Wunder noch einmal bekommt und ganz plötzlich "feststeckt", so als wärs ein Clipping-Fehler. D.h. man kann sich nicht mehr bewegen und darf den ganzen Müll nochmal von vorne machen wenn man nur am Anfang gespeichert hat.

Wo wir grad beim Speichern sind: Die Speicherpunkte sind für meinen Geschmack gerade noch gerecht verteilt. Immerhin speichert das Spiel hinter vielen Türen oder passagen automatisch zwischen, was sich dadurch zeigt, dass für ca. 10-15 Sekunden alles einfriert. Also, wenn ihr spielt nicht wundern und nicht den Resetknopf drücken. Dieser Aspekt hilft enorm, wenn man mal wieder im Kampf zu Boden gegangen ist. Verlassen kann man sich aber nicht wirklich darauf. Denn im Gefängnis wird ewig lang nicht zwischengespeichert. Ich bin mit schwacher Gesundheit zwischen zwei Nadler geraten und durfte mal eben die letzten 15 Minuten Spielzeit wiederholen.

Das wars im großen und ganzen. Ich habe das Spiel nocht nicht durch, allerdings ist mir schon einiges über sechs ziemlich dämliche Enden zu Ohren gekommen. Und derzeit tue ich mir schwer damit weiterzuspielen. Bei den Vorgängern waren es Spannung ung Horror, die mich stellenweise das Gamepad aus der Hand haben legen lassen, bei diesem hier ist es purer Frust, hin und wieder gefolgt von Momenten des Jubels.

Weitere Kleinigkeiten, die mir noch aufgefallen sind:
- Munition horten bringt zumindest bei der Pistole nichts, die mitführbaren Mengen sind sehr eng begrenzt.
- Vergeudet eure Zeit nicht damit, die immer wieder wie aus dem Nichts auftauchenden Lurker, Schisms und Ferale zu killen, wenn ihr draußen auf den Straßen unterwegs seid. Sie kommen leider immer wieder und ziehen an der Munition.
- Es gibt immer wieder Stellen an denen kleine Gegenstände verschoben werden müssen, wie z.B. Bücher im Regal oder eben wieder die o.g. Messer. Normalerweise blinken diese Gegenstände gelblich, wenn man den Mauszeiger drüberbewegt. Manchmal tun sie das aber einfach nicht - und lassen sich dann leider auch nicht bewegen. Irgendein Script-Fehler. Abhilfe schafft dann nur das erneute Laden des Savegames.
- Achtet darauf, dass der Mauszeiger im Inventar für Gegenstände und Medizin nie beim Verlassen desselben auf ein Serum, einen Drink oder ein Kit zeigt, denn es wird sofort verwendet sobald ihr die Inventartaste drückt

Sehr schade. Ich dachte, nachdem Nummer 4 eine solche Enttäuschung war und nebenbei noch auf allen Systemen kommerziell gefloppt ist, hätte sich Konami nun wieder eines Besseren besonnen. Aber so wie ich den Entwickler seit Teil 4 einschätze werden uns mit Sicherheit noch 2 oder 3 weitere Adaptionen in dieser halbgaren Form ins Haus stehen.
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