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55 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rezension bezieht sich auf: Diktatur der Gutmenschen: Was Sie sich nicht gefallen lassen dürfen, wenn Sie etwas bewegen wollen (Gebundene Ausgabe)
Der Titel verspricht eine Auseinandersetzung mit "Gutmenschen", unter denen der Sprachgebrauch naiv-wohlwollende Menschen versteht, die, in einer Umkehrung von Mephistos Definition, stets das Gute wollen und das Böse schaffen. Wer Das Mephisto-Prinzip oder Die Mitleidsindustrie: Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen gelesen hat, weiß, was ich meine. Es ist sicher sehr sinn- und verdienstvoll, sich in seriöser Weise mit dem Phänomen auseinanderzusetzen.Dies tut Grundl aber überhaupt nicht, sondern sein Titel ist eine schon dreist zu nennende Täuschung über den Inhalt dieses Buches. Seine Definition eines Gutmenschen läuft dem oben genannten landläufigen Gebrauch dieses Wortes nicht nur diametral zuwider, sie ist darüberhinaus völlig verschwommen und beliebig. Gutmenschen sind für ihn u.a. Lenin ("Massenerschießungen sind ein legitimes Mittel der Revolution") und Breschnev ebenso wie überfürsorgliche Muttis, Stammtischschwätzer oder selbstverliebte Unternehmensführer, kurz gesagt, alle möglichen Typen, die dem Autor (zugegebenermaßen oft zu Recht, wenn auch aus den allerunterschiedlichsten Gründen) zuwider sind. Das hätte er dann aber auch sagen und sein Buch nennen sollen: eine ganz persönliche und äußerst beliebige Anekdotensammlung über Menschen, die ich kenne oder über die ich gelesen habe und die ich nicht leiden kann. Nichts anderes ist es, und darum auch nichts anderes als genau das Stammtischgeschwätz, das er anprangert. Eine Definition bzw. Typologisierung, die häkelnde Waldorfmütter und angeberische Bürohengste ebenso einschließt wie blutrünstige Tyrannen, kann keinerlei Erkenntniswert für sich beanspruchen. Fazit: ein ganz und gar läppisches, außerdem humorloses und überdies von Eigenlob triefendes Buch, das weder Erkenntnisse vermittelt noch Lesespaß bereitet. Papier ist geduldig, und so wäre das zwischen diesen Buchdeckeln kaum der Erwähnung wert; was es ärgerlich macht, ist, dass dieses Papier als Falschgeld daherkommt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen Kommentare
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom
06.05.2012 11:28:03 GMT+02:00
Ein Kunde meint:
Trend ist derzeit seine eigene Biographie zu vermarkten.
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EUR 19,95
Rezensentin / Rezensent
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