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Kundenrezension

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Duke Nukem, nicht mehr und nicht weniger., 16. Juni 2011
Von 
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Duke Nukem Forever (uncut) (Computerspiel)
Duke Nukem 3D, ein Spiel, was eine Gamergeneration prägte, ein Spiel, was heute noch gespielt wird, ein Spiel, was heute noch gemodded wird.
Duke Nukem Forever. Vor 14 Jahren angekündigt als Nachfolger zu Duke Nukem 3D. Erschienen ist es nach langem hin und her nun endlich doch. Doch kann der Duke die hohen Erwartungen erfüllen?

Ich fang mal mit dem kürzesten Punkt an, die Story:
Aliens greifen an, entführen Babes, Duke rettet alle mit ganz viel bumm bumm. Fertig!

Grafik:
Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 3, welche auch heute noch ansehnliche Bilder zaubern kann, siehe Unreal Tournament 3 oder Transformers Kampf um Cybertron. Dem Spiel merkt man seine Jahre an, schließlich ist es schon seit langer Zeit in Entwicklung gewesen. Die Texturen sind nicht die besten, die Animationen auch nicht. Dennoch kann sich das Spiel auf jeden Fall sehen lassen. Die Aussenareale wirken an manchen stellen etwas Detailarm, vor allem die Stadt in der Ferne oder von oben gesehen, aber hässlich ist das ganze definitiv nicht. Die innenareale sehen insgesammt sehr gut aus und können sich größtenteils auch heute gut sehen lassen. Vor allem die Lichteffekte bekommt das Spiel doch äusserst gelungen hin.
Wärend Menschliche NPCs manchmal etwas hölzern aussehen, sind die Modelle der Aliens äusserst gut gelungen. Die Modells können sich auch heute äusserst gut sehen lassen.
Zusätzlich haben die Entwickler, damals noch 3D Realms glaube ich bewusst auf eine fotorealistische Grafik verzichtet. Hier kann man vielleicht einen Vergleich zu Darksiders ziehen. Dieses Spiel besitzt auch eine stilistische Grafik. Selbiges sollte beim Duke vermutlich auch erreicht werden. Ich könnte mir auch kein Duke Nukem Spiel mit einer fotorealistischen Grafik vorstellen.
Insgesammt sieht man an vielen Stellen bei der Grafik, dass das Spiel hätte viel eher erscheinen sollen. Sie ist alles andere als perfekt. Aber sehen lassen kann sie sich trotzdem sehr gut.

Sound:
Der Sound ist nicht bahnbrechend, aber durchaus solide. Stellt man das Spiel auf englisch, so ist der Synchronsprecher Jon st. John vorhanden, der Sprecher, der den Duke auch bereits in Duke Nukem 3D gesprochen hat. Auch hier macht er wieder einen erstklassigen Job!
Doch den Duke gibt es auch mit deutscher Synchronisation. Er hat die Stimme von Manfred Lehmann bekommen, welcher auch die deutsche Stimme von Bruce Willis ist. Bei der Synchronisation macht er einen äusserst guten Job, man merkt ihm seine Erfahrung an. Die Witze und Sprüche des Dukes sind insgesammt bestmöglich ins deutsche übernommen worden, sodass man das Spiel gut auf deutsch spielen kann. Dennoch ist für das Duke Nukem 3D-Mässige Feeling die englische Stimme besser geeignet, zumal bei der deutschen eben immer das Bild von Bruce Willis im Hinterkopf ist.

Gameplay:
Der Duke revolutioniert das Genre bei bestem willen nicht. Aber er ist eine Evolution....zumindest irgendwie. Duke Nukem Forever hat vieles nicht mitbekommen, was aktuelle Shooter haben. Aber das finde ich keineswegs schlecht. Duke Nukem Forever spielt sich wie das, was er ist. Ein direkter Nachfolger zu Duke Nukem 3D. Es gibt ein Limit von 2 Waffen, die man aufnehmen kann, Deckungssuche ist rudimentär, KI stupide. Aber genau das macht den Duke aus. Er ist in diesem Spiel richtig schön old-school. Er hat einfach vieles nicht mitbekommen, was in aktuellen Shootern so los ist, aber gleichzeitig ist das auch der Grund, wieso dieser Shooter sich von sämtlichen Mainstream Titeln wie Call of Duty und co abhebt.
Spielerisch ist es letztendlich auch genau so, wie man den Duke kennt und will. Waffe zücken und draufhalten!
Aufgelockert wird das eigentliche Gameplay zum einen durch Fahrzeugpassagen, zum anderen durch Schrumpfpassagen. Bei den Fahrzeugpassagen ist man in einem Monstertruck, Gabelstapler, RC-Auto o.ä. unterwegs und versucht von A nach B zu kommen. Dabei werden natürlich gepflegt Aliens umgeheizt.
Bei den Schrumpfpassagen wird der Duke, man glaubt es kaum, auf winzige Größe geschrumpft. So können auch normale einfache Gegner schonmal zu einem harten Brocken werden. Jump 'n' Run-Passagen sind auch vorhanden. In einem Schrumpfabschnitt hüpft man so schonmal durch Regale oder über Hamburger-Fleisch und so weiter. Diese sind nicht übermässig schwer, aber lockern das ganze durchaus ein wenig auf.
Auch sind im Duke Rätsel vorhanden. Diese sind alles andere als nervig und nehmen auch nur einen kleinen Teil des Spiels ein, sodass diese sich wunderbar in das Gesamtpacket integrieren. Und man glaubt es kaum: Einige dieser Rätsel erfordern manchmal schon ein wenig Hirnschmalz!
An Waffen gibt es exakt alles, was es in Duke Nukem 3D auch gab. Nicht mehr und nicht weniger. Das beinhaltet MGs, Pistolen, Schrotflinten, Racketenwerfer, Alienwaffen oder Schrumpfstrahler oder Froststrahler. Es ist also viel bekanntes, aber auch viel neues vorhanden.
Weiterhin wurde die Energieleiste durch sein "Ego" ersetzt. Dies kann man natürlich steigern, indem man sachen macht, die eben das Ego steigern. Darunter sind Gewichte heben, im einarmigen Banditen Gewinnen, Zeitschriften mit leicht bekleideten Mädchen lesen, gegen Boxsäcke hauen, Basketbälle in Körbe werfen und und und. Obejekte, die das Ego erhöhen, sind in zahlreichen Leveln verteilt. Manche versteckt, manche eher offensichtlich. Wenn man jedoch alle finden möchte, ist mehrmaliges Spielen sehr wahrscheinlich von Nöten. Die Idee ist klasse und hebt sich auch von sämtlichen gängigen Shootern ab und integriert sich perfekt ins Spiel.
Und eben weil das Gameplay richtig schön Oldschool ist, hebt der Duke sich von sämtlichen aktuellen Shootern ab. Er ist also keine Revolution, sondern eine Evolution...zumindest irgendwie.

Sonstiges:
Wir haben hier also einen Oldschool-Shooter mit solider, aber nicht überragender Grafik. Doch der wichtigste Punkt wurde noch nicht direkt genannt: Der Duke! Der Duke steht für derbe Sprüche, für stumpfen perversen Fäkalhumor. Der Duke ist einfach ein richtiger Bad-Ass Charakter und seine derben Sprüche machen unglaublich Laune. Und hier zeigt sich auch ein Problem aller Videospiele. Es gibt zu wenig Charaktere, mit denen man etwas anfangen kann. Den Duke kennt der Großteil aller Spieler, auf den Duke hat man 14 jahre gewartet. Man hat dabei selten direkt über "Duke Nukem Forever" geredet, sondern meist über "den Duke". Der Duke ist ein einzigartiger Charakter, ein unverkennbarer Charakter. Solche Charaktere brauchen Spiele und solche Charaktere gibt es so gut wie gar nicht. Der Duke jedoch ist so ein Charakter, ein Charakter, der das Spiel gleich viel spielenswerter macht, nur weil man ihn spielt. Bravo!

Multiplayer:
Der Multiplayer ist im Moment noch von tierisch hohen Laggs geplagt, sodass nur selten ein Spiel zu stande kommt, was wirklich spielbar ist. Die Aufruhe diesbezüglich ist aber mehr als groß, weshalb ein Patch sehr wahrscheinlich folgen wird. Zudem ist das Spiel von Gearbox, welche bei ihrem Spiel Borderlands was Patches betrifft einen erstklassigen Job gemacht haben und zudem auch DLCs veröffentlicht haben, wo (wie es bei den wenigsten leider der Fall ist) die Preis/Leistung mehr als stimmt. Die Zukunft für Patches und wirklich gute DLCs ist also doch recht rosig.
Nun aber zum Multiplayer selbst:
Auch hier ist man sehr auf Oldschool bezogen. Das Spiel lässt sich nicht vergleichen mit Call of Duty, Crysis o.ä. sondern eher mit alten spielen wie Quake oder Unreal Tournament 2003.
Die Maps sind nett gebaut, das Gameplay flott, eben wie man es aus Quake 3 oder Unreal Tournament 2003 auch kennt. Und auch hier ist wieder der Punkt der Evolution trotz Oldschool. Es hebt sich einfach auch hier von sämtlichen aktuellen Shootern ab und spielt sich mal erfrischend anders.
Ein Skillsystem passt da nun nicht wirklich rein, ist auch nicht vorhanden, zumindest nicht so wie in gängigen anderen Shootern. Auch in Duke Nukem Forever kann man im Rang aufsteigen, allerdings schaltet man hier Objekte in Dukes Villa frei. Darunter Bilder und Statuen, aber auch nutzbare Objekte wie einen Billiardtisch oder einen Flipper o.ä. So ist doch Motivation vorhanden, denn es ist schon cool seine coole Villa entsprechend einrichten zu können, zum anderen macht es den eigentlichen Multiplayer nicht kaputt.
Weiterhin werden mit steigendem Level Teile freigeschaltet, mit der man die Optik des Dukes leicht verändern kann. So ist man immernoch der Duke, aber Differenzierung ist vorhanden.
Insgesammt ist der Multiplayer nichts bahnbrechendes, aber auch durch sein oldschool Quake 3 ähnliches Gameplay erfrischend anders.

Fazit: Man könnte meinen, dass die 14 Jahre Entwicklung Gameplaytechnisch geplant waren. Der Duke macht vieles anders, was aktuelle Shooter machen und zwar eher in richtung alten Shootern. Und genau hier ist der Vorteil. Der Duke bietet eine ordentlich lange Spielzeit, etwa doppelt so viel ein aktueller Shooter. Je nachdem wie man nach Ego-Objekten sucht vielleicht sogar mehr, vielleicht etwas weniger. Durch sein Oldschool Gameplay sticht er aus sämtlichen aktuellen Mainstreamshootern heraus. Und das ist der Grund, wieso ich den Duke spielerisch sehr gut finde. Er lässt alter Erinnerungen hochkommen, ist aber in aktueller Zeit einfach mal etwas erfrischend anderes.
Dazu ein derber guter Humor, derben Sprüchen und einfach ungemein viel Witz.
Die Wertungen in den Magazinen sind nach aktuellen Standards gerechtfertigt, eben weil der Duke vieles so macht, wie es damals der Fall war. Aber genau das find ich gut, soetwas braucht man in einer Zeit von jährlich erscheinenden Mainstreamshootern. Wenn nun noch der Multiplayer so gepatched wird, dass man ständig Laggfrei spielen kann, gibt es auch den fünften Stern.
Also Kaufempfehlung ja oder nein? Wer wirklich gar nichts mit Oldschool Shootern anfangen kann, sollte den Duke erst vor einem Probespielen kaufen. Alle anderen, die einfach nur Duke Nukem wollen, einen Shooter, der mal anders ist, als alle aktuellen Mainstreamshooter oder die einen Shooter wollen, der sich so spielt wie die guten alten Shooter wie eben Duke Nukem 3D, Quake oder Unreal Tournament, können getrost zugreifen. In diesen Punkten macht der Duke absolut alles richtig!
Hail to the King!
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Kommentare

Von 2 Kunden verfolgt

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1-4 von 4 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.06.2011 12:09:07 GMT+02:00
Alucard_80 meint:
Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 2, nicht 3. 3D Realms hatte seinerzeit damit angefangen, große Teile des Grafikgerüsts neu zu schreiben/ zu optimieren, somit kann man höchstens von einer Unreal Engine 2.5 sprechen. ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.06.2011 16:54:11 GMT+02:00
Chaz0r meint:
Und das ist 100% sicher?!

Ich zitiere mal eine entsprechende Fansite:
"Nachdem der >>Code-Drop<< eingetroffen war, machten sich die Programmierer an die Arbeit. >>Code-Drop<< nennt man in der Programmierersprache, wenn eine aktualisierte Version der Grafik-Engine eintrifft. Das Vorbild für die verbesserten Texturen soll Half-Life sein. Eigentlich sollte die Engine von Quake2 zum Einsatz kommen, diese wurde aber vom technischen Fortschritt überholt. Im September 2004 hat sich 3D Realms für eine schwedische Engine entschieden. Demnach wird das Spiel zur Zeit mit der Unreal Engine 3 entwickelt." Quelle: http://www.dnzone.de/articles.php?id=1

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.06.2011 19:53:05 GMT+02:00
Alucard_80 meint:
Die Unreal Engine 3 wurde erst Ende 2005/ Anfang 2006 für Entwickler angeboten. Im Jahr 2004 gab es eine massive Überarbeitung der zweiten Generation, die 2.5 genannt wurde.
Im Jahr 2002 stieg 3D Realms von der Unreal Engine 1.5 auf 2.0 um. Der von Ihnen genannte Code-Drop bezieht sich auf die Aktualisierung auf 2.5.
Umso erstaunlicher finde ich es, was aus Version 2.5 grafisch noch herausgeholt werden konnte, wenn man das Alter dieser Engine bedenkt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.06.2011 20:16:11 GMT+02:00
Chaz0r meint:
Ah Ok, dann stehen da falsche Infos auf der Seite. Da muss man wirklich sagen, dass es äusserst beachtlich ist, was da aus der Engine rausgeholt wurde. Das sieht besser aus als Splinter Cell Double Agent, was ein Unreal Engine 3 Spiel war und so viel schlechter als Borderlands (UE3 Game, auch von Gearbox) sieht es auch nicht aus.
Dennoch muss man wiederum sagen ist das Spiel eben erst dieses Jahr released worden und, so beachtlich es ist, was aus der Engine rausgeholt wurde, muss man dennoch sagen, dass es halt grafisch aktuellen Titeln etwas hinterher hängt.
Mir gefällt es grafisch dennoch, die Alienmodels finde ich sehr gelungen, die Lichteffekte gefallen. Mir zumindest!
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