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Subjektive Beurteilung *leichte Spoilers*,
6. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Stromberg - Staffel 3 [2 DVDs] (DVD)
Diese Staffel finde ich immer noch sehr gut. Allerdings schwankt die Qualität doch sehr stark.
Die besten beiden Folgen sind wohl die vierte (der Protest) und die sechste Folge (Lullu). Wobei die sechste Folge auch schon recht gemischte Gefühle hinterläßt. Zum einen erlebt man in dieser Folge Stromberg zum ersten Mal ganz abheben, als er für alle unverständlich auszurasten scheint. Scharf am Rande des Slapstick, aber IMHO gerade noch glaubwürdig -- so benehmen sich Chefs auch! Dann ist da Ernie mit dem Hund ... wenn sich vorher Ernie immer scharf am Rande des Gefühlskrueppels bewegte, dann scheint er hier -- ähnlich wie Stromberg -- ganz und gar abzuheben, allerdings quasi in seine andere Richtung. Das empfinde ich dann doch etwas aus dem Gleichgewicht -- wo man vorher zwischen Sympathie, Mitleid und Unverständnis Ernie gegenüber empfand, wirkt er in dieser Folge wie ein Zombie seiner selbst, der keinerlei Sympathie mehr zu verdienen scheint. In der Schluß-Szene wird er zwar wieder glaubwürdiger, trotzdem scheint hier das vorher so geschickt gehaltene Gleichgewicht doch grob abgekippt zu sein.
Nach dieser doch recht drastischen Folge, sind die Erwartungen hoch, was noch kommen mag -- und dann kommen leider, leider die letzten beiden Folgen ...
Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass die Munition der Autoren mit dem Feuerwerk (Lullu) entgültig verschossen war. Die letzten beiden Folgen wirken ungewöhnlich hölzern und einfallslos. Herr Lörmann ist maximal für die ersten 5 Minuten lustig -- dann wirkt er einfach nur noch dümmlich tragisch -- und die ganze Folge dreht sich nur um ihn und Erika -- und natürlich um einen Stromberg, der es nicht mehr herausreissen kann und im Gegensatz zu anderen Folgen einfach nur noch wütend machen kann. Auch hier geriet das Gleichgewicht (Stromberg als doch noch lustiger Antiheld) aus den Fugen -- aber diesmal so, dass es unverzeihlich wird.
Die letzte Folge (Erika) scheint die Rausschmeißer-Folge zu sein. Natürlich kann man auch mal ein ernste Töne anschlagen -- aber dafür wirkt es nicht glaubwürdig genug und dafür haben die Autoren es verpasst, einen Ausgleich zu schaffen -- so bleibt nur ein fahler Nachgeschmack, dass man die letzten beiden Folgen besser nicht gedreht -- oder wenistens nur eine Folge daraus gemacht hätte, denn mehr als eine Folge gibt das Material absolut nicht her.
Was bleibt: Ein recht guter Auftakt (Jenniver, Nicole, Karneval), eine Top-Folge (Protest), eine etwas flaue Folge (Jochen) und ein Feuerwerk von emotionalen Entgleisungen, das recht ansprechend, aber nicht mehr ganz real wirkt. --- ja und dann hätten sie besser Schluß gemacht.
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