Kundenrezension

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch wenn er sich im Kreis dreht: Gutes neues Numan Album!, 10. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Splinter (Songs from a Broken Mind) (Audio CD)
Die Frage bei jeden neuen Gary Numan Album ist immer die selbe: Was will der Mann uns eigentlich noch beweisen? Will er sich neu erfinden? Will er auf seinen alten Tage doch noch zum Underground Superstar werden? Ich denke nichts von allem, denn Gary Numan muss gar nichts mehr beweisen, denn immerhin ist der Mann eine lebende Legende und hat so einige Hochs und derbe Tiefs überstanden.

Daher erstmal eine kleine Reise in die Vergangenheit: Angefangen hat alles Ende der 70 er - Numan wurde da schon eine Legende und schuf großartiges für die elektronische Musik, revolutionierte und prägte den Elektro Pop, wurde unsterblich mit Songs wie "Are Friends Electric?" und berühmt mit "Cars". Auf den Weg zum 80 er Jahre Superstar kam er etwas aus der Spur: Es folgten immer mehr belanglosere Arbeiten, viele Flops und Anfang der 90 er war Numan so tief am Boden (Künstlerisch wie auch kommerziell) das sich niemand mehr für ihn interessierte. Aber Numan gab nicht auf und als dann Mitte der 90 er auf einmal akuellere Bands wie Smashing Pumpkins, Marilyn Manson,Nine Inch Nails oder sogar die Techno Metaller von Fear Factory Gary Numan in Form von Coverversionen und Inspirationen Tribut zollten (mit Fear Factory nahm er später für eines ihrer Studio Alben sogar ein gemeinsames Duett in Form einer Coverversion von "Cars" auf!), interessierte sich die Öffentlichkeit wieder für den Pionier der elektronischen Pop Musik. Und Numan nutzte die Gunst der Stunde um sein Comeback anzugehen. Er verpasste sich dank des öffentlichen Supports von etwa Nine Inch Nails und anderen Industrial Rock Bands ein neues Image und seitdem ist der Mann wieder Big in Business.

Und seitdem (also seit dem 2000 er Album PURE) hat Numan seinen einst sphärischen, legendären Elecro Pop mehr in eine deutlich düstere Industrial Rock Richtung gelenkt - und das hat man ihm auch abgenommen, denn auch wenn Numan stets immer seitdem dabei ist den einstigen Sound von eben Bands wie Nine Inch Nails zu kopieren, trägt alles immer noch seine unverkennbare Handschrift was aber auch an seiner unverkennbaren Stimme liegt.

Die letzten Alben von Numan, also das Comeback Album PURE, das 2006 er Nachfolge Album JAGGED und sein letztes Studio Album DEAD SON RISING haben eines gemeinsam: Sie klingen alle gleich! Numan arbeitet seit Jahren mit Produzent Ade Fenton zusammen und der verpasst ihm seitt Jahren den druckvollen, düsteren, elektronisch knarzigen Sound - stets fett produziert und souverän. So auch auf SPLINTER ... dem neuesten Studio Album.

Und damit auch zugleich zu den mir negativ auffallenden Eigenschaften des Albums: Ade Fenton sorgt seit Jahren für einen opulenten Breitwandsound aber wenn man mal ehrlich ist, fügt er dem sound von Gary Numans Werken nicht viel neues bei seit dem 2006 er Album JAGGED. Das mögen manche vielleicht nicht als störend empfinden und ehrlich gesagt stört es mich auch nur minimal, nur für einen Künstler der einst in den 80 ern die elektronische Musik wie ein Visionär mitgeprägt hat, bedeutet das in heutigen Zeiten Stillstand. Weiterhin ist hier genau der selbe Effekt wie bei den letzten vier Alben zu spüren: Wieso muss der große Gary Numan seine Fans (also Nine Inch Nails und andere) immer so nacheifern? Auf SPLINTER macht Numan das aber nicht so vordergründig, wie auf dem letzten Album DEAD SON RISING. Dennoch muss man auch hier bemerken, das Numan sich sound technisch im Kreis dreht und während Nine Inch Nails musikalisch immer kreativer werden und mit neuen experimentieren, bleibt Numan stehen.
Aber das soll nun kein Aufhänger sein.

SPLINTER beginnt mit I AM DUST, der erste Song - ja, und der ist soweit okay bis zum Refrain. Der ist leider nämlich ein nerviger Jodel artiger Hauptteil geworden, der dem anfänglich gut beginnenden Song etwas die Klasse nimmt meiner Meinung nach. Aber danach verbessert sich die Situation mit dem unlängst düsteren HERE IN THE BLACK wo definitiv wieder dieses gewisse Numan Feeling aufkeimt, gepaart mit den aktuellen Sounds die seit Jahren für die aktuellen Numan Werke fast schon charakteristisch sind. Und auch mit einigen weiteren Songs wie der Titeltrack SPLINTER, EVERYTHING COMES DOWN TO THIS oder WE'RE THE UNFORGIVEN überzeugt Numan erneut. Auch die Single LOVE HURT BLEED kann mit ihrem Catchy Hook begeistern und diese und viele andere Songs machen SPLINTER zu einem weiteren guten, wenn auch nicht bahnbrechenden Gary Numan Album!

Aber wie ich es anfangs bereits sagte: Der Mann muss sich auch nicht immer wieder komplett neu erfinden und das ganze hat auch sein Vorteil: Man weiß seit Jahren bei Numan was man bekommt und was man erwarten kann: Gut gemachte elektronische, düstere Pop Musik - und darauf kommt es an.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 06.12.2013 14:56:32 GMT+01:00
schlingo meint:
Gebe Dir zu 100% Recht! Auch stimme ich Dir bei I AM DUST zu, dass mir der jodelartige Refrain schlecht aufstößt. Sonst ein toller Song wie alle anderen auch. Die Stimme muss man generell mögen und Numan setzt sie ja auch oft als Soundkulisse ein, aber bei dem Song geht er meiner Meinung nach auch zu weit, echt nervig diese Stelle.
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