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Kundenrezension

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Aula wird zur Vorzeigetafel höchsten musikalischen Arrangements, 24. Dezember 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Ärzte - Unplugged: Rock'n'Roll Realschule (DVD)
"Früher ward ihr viel härter und punkiger...!", ahmt Bela die Fans zynisch während der Show nach - und dem muss man in diesem Fall wohl besonders zustimmen. Die Ärzte aus Berlin, alias "Die beste Band der Welt" gibt sich anno 2002 die Ehre, als dritte deutsche Band ein MTV-Unplugged zu geben - nach ca. 20 Jahren Bandgeschichte. Aus dieser relativ großen Zeitspanne durchging die Band viele abwechslungsreiche Entwicklungen und hat somit ein großes und vielfältiges Repertoire an Liedern, die sich Unplugged eignen könnten. Und? Hat's die Band geschafft, die passenden für das Konzert auszuwählen? Nun, die Antwort ist eindeutig: "Ja"!

Es gibt ja immer bestimmte Risiken für berühmte Musiker bei einer Unplugged Session. Zum einen wäre da natürlich, ob sich deren Musikrichtung überhaupt ohne Strom eignet. Außerdem müssen sich diese auch an gewisse Vorschriften halten, die MTV gibt. Zum Beispiel darf man während des Auftritts nicht dauerhaft Stehen, somit fällt schon mal eine große Charakterisierung für Bela weg: Das Standspiel beim Schlagzeugen. Diese Vorschrift nehmen die Ärzte wohl besonders ernst, denn diese sind im Besitz von Sitzrobotern (das einzige elektronische auf der Bühne!), welche die Bewegungen auf der Bühne recht amüsant aussehen lässt. Zum anderen gibt es ein Auswahlkriterium des Bühnenortes für ein Unplugged Konzert. Die Wahl hätte nicht besser sein können: Das Albert-Schweitzer Gymnasium in Hamburg, eine Schule mit Chor, Orchester und einer umfangreichen Bühne. Somit steht Rod, Farin und Bela an einer vielfältig musikalischen Umsetzung nichts mehr im Wege. Ein weiterer Pluspunkt ist das Gesamtlayout der Bühnenpräsenz. Die Band, der Percussionist (Markus), das Orchester und der Chor - alle in fesch roten Anzügen und einheitlichen Kleidern mit speziellen "Rock `n' Roll Realschule" Merkmal. Auch das Maskottchen "Gwendoline" ist wieder mit von der Partie, bloß ist sie nicht überdimensional auf der Bühne wie sonst immer aufgeblasen worden, sondern bewegt sich als Lichtspiel auf jeweils zwei großen Papierlampen neben der Bühne.

Die ca. 100 Minuten lange Show beginnt mit der Rarität "Tittenmaus", bei dem zuerst nur Bela mit seiner Akkustikgitarre spielt und gegen Ende des Liedes steigen Farin und Rod ein. Der nächste Klassiker "Sommer, Palmen, Sonnenschein", ein echt sommerliches Gutelaunelied mit Farin, klingt so zeitlos wie nie (Neuheit: Aus dem Walkman wurde nun der MP3-Player). Darauf folgt der Planet Punk Hit "Hurra!", ein beliebter Live-Song, wird nun zur ruhigen Mitschunkel-Nummer. Es ist unglaublich, wie dieser auch Unplugged funktioniert, da er um einiges bedenklicher und kritischer klingt. Nach diesem Ereignis steigt nun Percussionist Markus im Ska-Lied "Blumen" ein, welcher gemeinsam mit dem zeitlosen "Langweilig" und den spaßigen "Meine Ex(plodierte Freundin)" einen karibischen Touch durch die vielen Glocken, Kongas und Timbalas bekommt. Danach sorgt der bis dato unveröffentlichte Song "Monsterparty" für eine gelungene Überraschung und bringt die Stimmung richtig zum kochen! In der Indianerverfolgung "Kopfhaut" packt Farin sein Banjo, Bela sein Waschbrett mit Fahrradklingel und Hupe (!) aus und Rod steht ganz cool auf einem Blecheimer und spielt einen zweisaitigen Bass. Als nächstes verzaubert man den kleinen Hit "Ist das alles?" von 1986 in einen mittelalterlichen Festschmauß. Und nun folgt eine ganze Reihe diverser Hits, worauf sich viele Fans gefreut haben: "Schrei nach Liebe", "Zu spät", "Westerland", das Eröffnungslied für die Schulbigband und Rods Hit "1/2 Lovesong". Die Stimmung ist nun auf dem Höhepunkt und das eher unauffällige "Komm zurück" wird zu einer der großen Highlights des Konzertes. Mit "Der Graf" kann der Schlagzeuger wieder mit seinem schauspielerischen Charme, sowie seinen düsteren und schönen Gesang begeistern. "Lieber Tee" gibt einen aufgrund der von Rod gespielten Saraswati-Gitarre und den Bongos von Markus das Gefühl, in Indien zu sein. Bei "Ignorama" stehen die Geigen besonders im Vordergrund, was den (tragischen?) Text sehr gut untermalt und "Is' ja irre" beginnt mit Trompetengebläse und den Dreien an Marimbas. Es folgen noch das noch nie Live aufgeführte "Bitte bitte", welches von Blechtrommeln, Kettenschlägen und sogar von einer singenden Säge begleitet wird, das mehr als sehenswerte "Mit dem Schwert nach Polen, warum René?", das Gutelaunelied "Dreitagebart", die Singleauskopplung (gemeinsam mit "Komm zurück") "Die Banane" und das hymnenartige mit Klavier begleitete "Manchmal haben Frauen". Als Zugabe gibt's noch einen Medley im aufmunternden Ska-Rhythmus mit "Ohne dich", "Paul", "Quark", "Schunder Song", "Meine Freunde", "Rettet die Wale", "Der lustige Astronaut" und "Las Vegas". Zum Abschluss wird die Aula verdunkelt und die Ärzte singen "Gute Nacht". Die Liederwahl lässt somit schon mal keine Wünsche offen.

Das Video kann man wahlweise mit Dolby Digital 5.1 oder Dolby Digital 2.0 abspielen. (Der Sound ist bei beiden klasse!!)

Als Extras kann man begutachten (und sich kaputtlachen) über die kleinen unvorhersehbaren Pannen der Show, die aus dem Konzert genommen wurden (Umbaupause (2 min), Pannenpause (12 min), "Mit dem Schwert nach Polen..." (5 min)), bei denen Bela, Farin und Rod freestylen bis zum Umfallen müssen. Eine herrliche Unterhaltung. Außerdem ist noch das Konzert in MTV-Fassung zu sehen.

Auch wenn es die DVD-Rückseite nicht besagt, aber ja, es gibt Hidden-Tracks und zwar von Aufnahmen, wie die Ärzte mit dem Chor & Schulorchester die Lieder "Der Graf", "Mit dem Schwert nach Polen..." und "Dreitagebart" einstudieren! Zusätzlich gibt's noch die Singles "Komm zurück" und "Die Banane" als Videoversionen, wie sie in MTV gezeigt wurden. Was gibt's sonst noch? Ach ja, das kleine aber feine "Dauerwelle VS Minipli" in Plugged (!) Version, bei dem sich die Ärzte besonders stattlich anziehen...

Vor allem Lieder wie "Westerland", "Der Graf", "Lieber Tee", "Bitte bitte" "Mit dem Schwert nach Polen..." und "Die Banane" hat das Projekt gut getan. Die musische Unterstützung der Schule gibt diesen Liedern das volle Potential. Kaum ein Instrument bleibt bei diesem Spektakel verschont (Hab ich schon das Samba-Ei, die Didgeridoos, Maultrommel, Celli, Harfe, Tamborin, Mundharmonika und Nasenflöte erwähnt?). Die unauffälligen Lieder werden auf einmal zu echten Hits umgewandelt. Die Stimmung während des Konzertes ist dauerhaft angenehm und allseits gut gelaunt. Ich könnte mir nichts besseres vorstellen, als im Zeltlager am Lagerfeuer mit der Akustikgitarre die Menschen mit Ärzteliedern zu erheitern und das Konzert beweist in jeder Hinsicht deren musisches Können.

Eine grandiose Vorstellung!
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