Kundenrezension

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hardware vs. Software, 12. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Garmin GPS Handgerät eTrex 20, schwarz/orange (Elektronik)
Ich habe mich gezielt für den günstigeren eTrex 20 entschieden, und nicht die teurere 30er-Variante, da ich weder einen Kompass, noch einen barometrischen Höhenmesser benötige, und das beste vorweg: Das Gerät nimmt ganz herkömmliche AA-Batterien auf, die man inzwischen selbst im hintersten aller hintersten Hinterdörfer bekommen kann, kein Problem also mit leerem Akku. Das Laden über USB und damit die Kopplung mit z.B. einem Solarladegerät ist hingegen leider nicht möglich.

Ansonsten macht die Hardware einen guten Eindruck: Robust, griffiger Hartgummirand, fasst sich an, als ob es auch mal runter fallen dürfte, und das Display ist auch bei Sonnenschein gut lesbar. Die rein technische Seite der Bedienung ist einwandfrei, mit schwergängigen Knöpfen, und mir persönlich gefällt das Design auch noch – Der GPS-Empfang funktioniert selbst unter nicht ganz optimalen Bedingungen gut, und ich bekam nur durch ein Ostfenster bis auf 8 Meter genauen Empfang.

Nachteil ist, dass lediglich ein extrem langsamer USB-Anschluss verbaut wurde (fühlt sich an wie 1.1). Was ebenfalls ein Witz ist, ist das gerade mal 50 Zentimeter kurze USB-Kabel. Auch eine Halterung (z.B. fürs Fahrrad) gibt es nur als Zubehör (hier). Der Interne Speicher ist mit gerade mal 1.8 nutzbaren Gigabyte sehr sehr knapp bemessen, und reicht auch nicht für viel Material, immerhin kann der Speicher mit bis zu 8 GB in Form einer Micro-SD-Karte nachgerüstet werden.

Einen Stern Abzug gibt es aber auf der Softwareseite. Was Garmin sich bei der Firmware gedacht hat, darüber darf nur spekuliert werden.

Die Menüs sind überladen aber immerhin anpassbar, so können Funktionen, die man nicht benötigt, versteckt werden – das war es aber auch an Komfort. Ins Hauptmenü kommt man, wenn wenn man in der Kartenansicht ist, indem man zwei mal auf die Menütaste drücken muss. Bei einem Mal drücken kann man die Anzeigeoptionen ändern, oder sogar die Werkseinstelllungen wieder herstellen, was das im „eigentlichen“ Hauptmenü zu suchen hat, darüber darf spekuliert werden, zumal beides auch über die Einstellungen im „tatsächlichen“ Hauptmenü zu erreichen ist.

Da die Mitgelieferte Karte weder sonderlich detailliert, noch routingfähig, ist, war es das aber auch schon. Mehr als einen groben Überblick bekommt man nicht. Wenn man sich daran gewöhnt hat, dass die Zoombuttons „Vertauscht“ wirken, und man herauszoomt, oder umher scrollen möchte, merkt man auch, wie unglaublich langsam die Karte geladen wird, und das schon mit der Detailarmen mitgelieferten – ich nenne sie mal – „Demokarte“.

Dank der Community kommt man mit der VeloMap für Radreisen oder der bekannten, eher allgemein gehaltenen Freizeitkarte (beide sind über Google leicht zu finden und benutzten das OpenStreetMap-Kartenmaterial, dass zumeist sehr detailliert ist, letztere passt in der Gesamtdeutschland-Version mit 1,6 GB auch gerade so in den internen Speicher) kostenlos gutes Kartenmaterial.

Wobei auch hier die Möglichkeiten eingeschränkt sind: Die Software, die man „eigentlich“ benutzt, um die Karten auf das Gerät zu bekommen, läuft nur unter Windows oder über Umwege (WINE) auf Linux. Allerdings macht es Garmin den Usern hier angenehm einfach, und man kann den eTrex 20 auch als Datenträger mounten, und das Kartenmaterial manuell auf den internen Speicher kopieren.

Wer eine Micro-SD-Karte benutzt, sollte das Kartenmaterial allerdings vorher auf die Speicherkarte kopieren – Das geht einfach schneller (s.o). Auch die Planung der Routen und Wegpunkte, und die Verwaltung der POIs oder Geocaching-Punkte erledigt man besser am PC (unter Linux z.B. mit QLandkarte GT im „Garmin-Mass-Storage“-Modus; Verwaltung unter Windows ungetestet, da kein Windows vorhanden), da die Konfiguration auf dem Gerät selbst ziemlich fummelig ist.

Wenn man dann alles auf das Gerät gebracht hat, und es soweit eingerichtet ist, kann es los gehen. Die Positionsbestimmung, sowie die Navigation funktionieren einwandfrei, wenn man mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, und nicht umher scrollt, merkt man auch von dem sehr, sehr (und mit detaillierten Karten noch viel mehr) schlechten Ladeverhalten der Karte nichts.

Fazit:

Die Hardware ist gefällig, an der Software muss noch gearbeitet werden. Ich hoffe, Garmin bringt hier noch einen Firmwarepatch raus, so dass zumindest die Karte beim Zoomen oder Scrollen schneller lädt (Layerweiser Aufbau, anstatt alles auf ein mal zu laden, und zu warten, bis auch alles geladen wurde, z.B.)

Eine Linux-Version der Garmin-Eigenen Software wäre wünschenswert, aber es gibt mit QLandkarte GT eine sehr gute Alternative. Ebenso gibt es dank der OpenStreetMap-Community sehr gutes, freies, und kostenloses Kartenmaterial in diverser Ausführung mit allen nur erdenklichen Spezialkarten und -Bereichen.

Trotz der eher schwachen Software eine Kaufempfehlung!
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Kommentare


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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.01.2014 14:06:42 GMT+01:00
Hans Kiefer meint:
Ich würde mir gerne so ein Gerät kaufen, aber als 83 jähriger fühle ich mich überfordert.
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