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Kundenrezension

6 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Banalisierung von Kunst, 5. November 2002
Rezension bezieht sich auf: 3 Tenors in Concert-1994 (Audio CD)
Was ist davon halten, dass die populärsten Sänger «klassische» Hitparadenkonzerte veranstalten? Kann man das
«Klassik an die Leute bringen» nennen oder kommerzielles Abzocken? Abgesehen davon, dass die Darbietung
zum Gaudium des Publikums oft in ein kraftprotzerisches Geschrei abzugleiten droht, ist die grundsätzliche
Isolierung der Highlights doch eher kritisch zu sehen. Kunst ist oft (nicht immer) etwas Schönes; und die Stückchen
verdienen allesamt, herausgehoben zu werden. Doch entstammen sie meist einem grösseren Zusammenhang, in
dem sie logisch eingebettet sind, und der ihnen ihren Wert erst richtig gibt. Wenn dieser fehlt, fehlt der (anrührende)
Sinn des Ganzen, und das Musikstück kann nur aufgrund seiner Ästhetik pur «geschluckt» werden. Das gibt
bereits Anlass zur Kritik. Man kann einem Musikstück so nicht gerecht werden. Wie nennt man eine Ansammlung
von nur Schönem? Sicher nicht mehr Kunst (denn jegliche Kunst ist mehr als nur Können, ist mehr als Handwerk:
Es ist eine Idee, die über dem puren Handwerk steht, ist immer ein sprechender Spiegel seiner Zeit) - sondern
vielmehr: Kitsch! Kitsch ist, wenn etwas an sich Schönes ohne guten Geschmack übertrieben wird. Und die
Perlenkette, bestehend aus lauter aus dem zwingenden Zusammenhang gerissener Schmankerl ist auch nichts
anderes als: Kitsch! Die Drei Tenöre produzieren nicht Kunst sondern Kitsch am laufenden Band, verführen ihr
Publikum damit und bringen ihm auch noch bei, dass Kunst nichts anderes ist als Hitparadenmelodien, die ihren
eigentlichen Wert verloren haben. Dem Publikum wird nie aufgehen, warum diese Stückchen eigentlich
bewundernswert sind, weil sie auf diese Weise nur lernen, dass man sie eines kann: nachpfeifen. Ein
Zusammenhang? Eine Aussage dahinter? Was der Komponist damit eigentlich wollte? Gott bewahre!
Nicht zu reden davon, dass die Gesangesqualität bei dieser Art Fussballstadionatmosphäre leidet. Das ist hier nicht
anders als bei André Rieu. Hauptsache Stimmung, die Leute haben dafür bezahlt. Zudem: Domingo ist schon hier
nicht mehr ganz auf der Höhe seiner Stimme, nicht zu reden von (dem sympatischen) Carreras, der durchaus
brüllen muss, um stimmlich ähnlich gross zu wirken - und sich dabei kleiner macht als er ist. Er ist eben bereits hier
nicht mehr der grosse Tenor, der er einmal war. Und Strahlestimme Pavarotti ist eben wirklich nur: Strahlestimme.
Der einzige Charakterdarsteller (und genau das gehört zu Oper) unter den dreien ist Domingo.
Kunst ist es also nicht, was uns da nahegebracht wird. Was dann?
Kommerz! Ein schlechter Dienst an der Kunst. Verdirbt den Geschmack da, wo man sein Publikum durchaus zu
gutem Geschmack erziehen könnte. Aber die Leute wissen es halt nicht anders. Und kaufen es. Und nur mehr
solches.
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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 13.07.2012 23:16:42 GMT+02:00
ionion meint:
Extreme Deutsche Arroganz?

Veröffentlicht am 09.06.2013 16:05:12 GMT+02:00
Alesigira meint:
Bin bei Recherchen zufällig hier gelandet und wenn ich diesen Kommentar lese bin ich ganz froh,
dass ich nicht "zu gutem Geschmack erzogen werde".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.02.2014 14:58:34 GMT+01:00
Schnucke68 meint:
Die Rezi .... zum Fürchten :-(

Veröffentlicht am 27.09.2014 04:38:34 GMT+02:00
G. Kroener meint:
Mund zu, Ohren auf.

Veröffentlicht am 07.10.2015 12:42:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.10.2015 12:44:54 GMT+02:00
Sebastian G. meint:
Ich bin gerade vom Stöbern bei rebuy hier gelandet, da mir die Aufmachung des Covers schon etwas reißerisch vorkam und ich eigentlich nur nach Charakterstücken von Pavarotti suchte.
Für sowas greife ich immer gerne auf Rezensionen bei amazon zu.

Die Rezension hat mich sofort überzeugt, die CD garantiert nicht zu kaufen. Ich bin gottseidank kein verkappter Freizeitklassikhörer sondern wurde schon von Kindesbeinen an dazu erzogen klassische Musik zu analysieren, zu "empfinden" und auch längerfristig über das Gehörte nachzudenken - vom korrekten "Hören" der einzelnen Instrumente ganz zu schweigen, das ist absolute Grundvoraussetzung.
Das oben Gesagte bedeutet nicht, dass ich keine anderen Stilrichtungen höre, aber gerade bei Klassik ist das Wissen um das woher, wie und warum von großer Bedeutung.

Die Kommentare auf Ihre großartige Rezension spiegeln nur die Ignoranz des gemeinen (BILD?)-"Volks" wieder, das auf CDs wie "Ich mag keine Klassik, aber das gefällt mir" (gibt's tatsächlich!) abfährt.

Ein paar bedeutende Stücke von bekannten Komponisten kennen und die Grundmelodie pfreifen können - wie in der Rezension geschrieben - ist alles, was dabei herauskommt. Und wahrscheinlich wird auch nicht mehr gefordert, um das Kriterium "Klassikwissen für Angeber und Crétins" zu bedienen.

Es fällt auch eminent auf, dass außer dem Rezensenten selbst keiner der Kommentatoren durch Käufe von ernsthaften Klassik-CDs punkten kann - zumindest lt. Amazon-Historie. Das alleine macht die Kommentare schon invalid. Wenn ich mir die Amazon-Produktliste der Kommentatoren ansehe, kommt - mehr als offensichtlich - zum Vorschein, wessen Geiseteskind sie sind.

Mir fällt dazu noch spontan - abstrahiert auf den aktuellen Gesamtstatus der Welt "Panem et circenses" ein.

Klingt hart, ist aber keine "deutsche Arroganz" (vgl. Kommentar von ionion) sondern pure Ehrlichkeit eines Erdenbürgers.
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