Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More sommer2016 fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY
Kundenrezension

96 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf hohen Niveau, aber no surprises, 20. September 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dream Theater (Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich hatte mir vorgenommen mich kurz zu fassen, aber was solls :-). Anbei ein Versuch meine vielen Gedanken ein wenig zu sortieren.

Zur Band: Keine allzu großen Überraschungen. John Petrucci frickelt wie gehabt auf höchstem Niveau und in seiner eigenen Liga. Er ist und bleibt ein Virtuose, spielt sich aber wie schon auf „A Dramatic Turn of Events“ nicht zu sehr in den Vordergrund. Was allerdings auffällt, ist, dass John Myung und Jordan Rudess insgesamt mehr Platz gegeben wird. Myung darf sich austoben, sein Bassspiel ist variabler als bisher, an manchen Stellen zischt es förmlich, an anderen knallt es recht heftig in den Vordergrund. Vor allen aber gibt es dem Album für meine Ohren etwas mehr Groove als bei den Vorgängern. Die Keyboards von Rudess tragen vor allen die ruhigeren und melodischeren Parts des Albums, unterbricht sie aber immer wieder mit unerwarteten Wechseln. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Fans diesmal bei den Keyboards „too much“ denken werden. James La Bries Vocals sind die weitere große Konstante, sein Spektrum bleibt dasselbe, Ausflüge in neues Terrain wie auf seinen Soloalben finden sich hier keine. An manchen Stellen wirkt sein Gesang allerdings etwas wenig zu vertraut. Bitte einfach mal THE BIGGER PICTURE mit „Strange Deja Vu“ vergleichen, im letzten Part vor allen. Wer da in den Gesangsparts große Unterschiede findet, bekommt einen Preis ;-). Etwas eindruckslos bleibt Mike Mangini. Guter Job wie schon auf dem Vorgänger, allerdings gelingt ihm nicht wirklich – bis auf seine Parts in ENIGMA MACHINE – dem DT Sound etwas Neues hinzuzufügen.

Zum Album im Vergleich zum Backkatalog: Nicht so einfach einzuordnen. „Self Titled“ führt eigentlich den Sound von „A Dramatic Turn of Events“ fort, das ja von vielen Fans als angenehmer Schritt zurück empfunden wurde und setzt genau wie der Vorgänger wieder sehr viel Gewicht auf Melodien. Vielleicht ist „Self Titled“ am besten einzuordnen mit dem Sound von DT um die Jahrtausendwende, und damit steht es dann im Regal direkt neben „„Scenes from a Memory“. Umrahmt auf der anderen Seite von „Awake“, wegen seiner hohen Anteile an einfachen und eingängigen Refrains und Melodien.

Die Songs: Im Einzelnen, einfach überlesen, wenn es zu langatmig wird.

FALSE AWAKENING SUITE eröffnet das Album orchestral. Ein deutlicher Fingerzeig zu der „Scenes from a Memory“ – „Six Degree of Inner Turbulence Phase“

THE ENEMY INSIDE war schon als Single bekannt. Der Song ist großartig, ein wahrer Stromschlag, sehr heavy. Er beginnt mit einem Riff, das gut eine Minute dauert ;-), erst dann setzen Keyboards und Gesang ein.

THE LOOKING GLASS ist der klassische radiotaugliche „Hit“, der sich auf fast jedem DT Album befindet. Ich sage das, weil ich weiß, dass gerade diese Songs einigen DT Fans übel aufstoßen. Also einfach weiterskippen, wenn Du zu dieser Fraktion gehörst ;-). Wer sich diese schönen melodiösen Nummern immer wieder gerne gibt, wird hier seine wahre Freude haben, bei mir werden Assoziationen zu „Images and Words“ wach. Das Bassspiel und das schöne Gitarrensolo machen den Song zu einem Kandidaten in meiner DT Favoritenliste.

ENIGMA MACHINE ist ein Instrumental. Es beginnt sehr sehr zäh, nimmt dann aber immer mehr an Fahrt auf. Die Harmonien und Stimmung ist sehr düster, die Songstruktur ständigen Wechsel unterzogen. Wie oben schon erwähnt, ist ENIGMA MACHINE der einzige Song, dem Mangini wirklich einen Stempel aufdrücken kann. Besonders sein kurzes halsbrecherisches Solo bei Minute 5 zeigt sein Potential. Spannend!

THE BIGGER PICTURE ist das pure Gegenteil zum vorhergehenden Song. Es wird episch und melodisch. Die Klavierparts von Rudess sind sehr gelungen und tragen die Stimmung des Songs. Eine typische DT Ballade, die erst im letzten Teil des Songs einen kleinen Tempowechsel bietet.

BEHIND THE VEIL kommt einem schon etwas arg bekannt vor, „Awake“ lässt grüßen. Der Song beginnt schön mit einem Keyboardintro, dass dann schnell auf erdige Metallica Riffs trifft. Danach passiert aber nicht mehr allzuviel aufregendes, obwohl die Melodie sehr gelungen ist.

SURRENDER TO REASON ist ein für DT Verhältnisse ziemlich straighter und trockener Song, der sehr an die sehr geschätzten Rush erinnert. Myung Bassspiel ist herausragend aggressiv. Sehr schön!

ALONG FOR THE RIDE ist die zweite Ballade des Album und ich finde etwas besser gelungen als THE BIGGER PICTURE.

ILLUMINATION THEORY hat mir schon beim Lesen des Beihefts das Wasser in Mund zusammenlaufen lassen, 5 Chapter und insgesamt 22 Minuten Länge, das fällt natürlich sofort ins Auge und schürt ziemlich große Erwartungen noch vorm Hören der ersten Takte. Und tatsächlich ist der letzte Song der progressive Höhepunkt des Albums. Alle bekannten Facetten werden neu aufgegriffen und mit einander kombiniert. Petrucci hat ausreichend Platz für seine Solis, Rudess kann an einigen Stellen seinen Hang zu den 70er Vorbildern zeigen und im Mittelteil nimmt sich die Band komplett aus dem Spiel und macht Platz für ein Orchester, das alle zuvor gespielten Themen noch einmal aufgreift und weiterführt. Bevor sich dann der Endteil zu einem wahren Feuerwerk entwickelt, musikalisch, aber auch melodisch. Der Song ist ein deutliches Signal, wie sehr DT ihren Status und die Freiheiten, die er mit sich bringt, genießen.

Fazit: Ein gutes Album, aber diesmal kein sehr gutes Album. Vielleicht war das aber auch einfach der Spannung vor zwei Jahren geschuldet, als noch niemand genau wusste, ob DT den Abgang von Portnoy verdauen wird. Herausragende Songs sind ILLUMINATION THEORY, THE ENEMY INSIDE, SURRENDER TO REASON sowie auf der Balladenseite ALONG FOR THE RIDE. Alle bekannten Elemente sind vorhanden. An manchen Stellen fehlen aber ein wenig die Überraschungen. Ich höre „Self Titled“ und erwische mich dabei, dass mir der Sound natürlich vertraut verkommt, dass ich mich aber auch gleichzeitig frage, ob ich wirklich auf einem neuen Album gelandet bin, oder gerade ein Altes höre. Allerdings ist diese Einschätzung natürlich mit einem großen „aber“ verbunden, den sowohl die Band wird älter, als auch die Hörer. Vielleicht ist es langsam Zeit, einfach etwas dankbarer zu sein, dass DT noch spielen und gute Alben auf hohen musikalischen und kompositorischen Niveau herausbringen, ohne noch weitere Quantensprünge zu erwarten …
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

[Kommentar hinzufügen]
Kommentar posten
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Amazon wird diesen Namen mit allen Ihren Beiträgen, einschließlich Rezensionen und Diskussion-Postings, anzeigen. (Weitere Informationen)
Name:
Badge:
Dieses Abzeichen wird Ihnen zugeordnet und erscheint zusammen mit Ihrem Namen.
There was an error. Please try again.
">Hier finden Sie die kompletten Richtlinien.

Offizieller Kommentar

Als Vertreter dieses Produkt können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
Der folgende Name und das Abzeichen werden mit diesem Kommentar angezeigt:
Nach dem Anklicken der Schaltfläche "Übermitteln" werden Sie aufgefordert, Ihren öffentlichen Namen zu erstellen, der mit allen Ihren Beiträgen angezeigt wird.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.  Weitere Informationen
Ansonsten können Sie immer noch einen regulären Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen.

Ist dies Ihr Produkt?

Wenn Sie der Autor, Künstler, Hersteller oder ein offizieller Vertreter dieses Produktes sind, können Sie einen offiziellen Kommentar zu dieser Rezension veröffentlichen. Er wird unmittelbar unterhalb der Rezension angezeigt, wo immer diese angezeigt wird.   Weitere Informationen
 
Timeout des Systems

Wir waren konnten nicht überprüfen, ob Sie ein Repräsentant des Produkts sind. Bitte versuchen Sie es später erneut, oder versuchen Sie es jetzt erneut. Ansonsten können Sie einen regulären Kommentar veröffentlichen.

Da Sie zuvor einen offiziellen Kommentar veröffentlicht haben, wird dieser Kommentar im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt. Sie haben auch die Möglichkeit, Ihren offiziellen Kommentar zu bearbeiten.   Weitere Informationen
Die maximale Anzahl offizieller Kommentare wurde veröffentlicht. Dieser Kommentar wird im nachstehenden Kommentarbereich angezeigt.   Weitere Informationen
Eingabe des Log-ins
  [Abbrechen]

Kommentare

Kommentare per E-Mail verfolgen
Von 6 Kunden verfolgt

Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-10 von 25 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.09.2013 08:15:48 GMT+02:00
Popeye Doyle meint:
Dein letzter Satz trifft es wirklich auf den Punkt!!! Bin auch froh, daß es diese Gruppe überhaupt noch gibt.
Na, heute Abend hab ich das Ding im Briefkasten.... ich erwarte auch nichts sensationell Neues, aber eine durchaus solide DT Scheibe.
Aber ich bin eh' DT Maniac, und von daher - die Jungs begeistern mich halt immer ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 08:34:07 GMT+02:00
ROTT meint:
Dann sage ich mal rein spekulativ, dass Du nicht enttäuscht sein wirst ;-)

Veröffentlicht am 20.09.2013 08:43:02 GMT+02:00
Klaus F. meint:
Vielen Dank für den sehr anschaulichen Bericht. Ich finde es nicht wirklich schlimm, wenn die Jungs ein wenig bei sich selber abkupfern sollten, denn damit wäre ja immerhin hohes Niveau gewährleistet. Ich hoffe, dass ich heute Post im Briefkasten vorfinden werde, dann kann ich mich ja selber davon überzeugen.

Veröffentlicht am 20.09.2013 08:43:34 GMT+02:00
N meint:
ist das ganz am Ende ein hidden track oder wieso ist da eine so lange pause?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 09:05:14 GMT+02:00
ROTT meint:
Yap, ab 19:13 gibt es eine kurze Pause, geht um 19:50 wieder los. Würde ich aber nicht als eigenen Song bezeichnen, ein bischen Klavier und Akustik zum Fade Out.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 09:21:22 GMT+02:00
Die Single fand ich ziemlich gelungen, das Album am Stück gibt mir aber eher wenig. Das hört sich doch ziemlich uninspiriert und auf Nummer sicher an.
Wie von dir schon erwähnt, der Gesang ist wenig Abwechslungsreich, da ziehe ich schon mal James Solowerk vor. Aber auch das Bassspiel bietet, meiner Ansicht nach, wenig neues. Das empfindet sicher jeder anders.

Da es aber eben DT ist jammere ich hier auf hohem Niveau, trotz allem eins der schwächsten Alben in dieser Megadiscographie. Vielleicht isses aber ein Grower, ich hoffe es

Veröffentlicht am 20.09.2013 09:36:24 GMT+02:00
Julian Scott meint:
Eine geschmackvolle Rezension... Bei DT Kritiken verbrennt man sich immer schnell dei Finger, aber du hast es sehr gut auf den Punkt gebracht. Wenn ich mich auch noch zu einer Rezension hinreißen lasse, wird sie einen ähnlichen Tenor tragen.

Veröffentlicht am 20.09.2013 10:32:40 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.09.2013 10:43:59 GMT+02:00
R. Kettrup meint:
Gute differenzierte Rezi!

Bin in weiten Teilen bei Dir. Ich schmecke auch "alten Wein in neuen Schläuchen". Und wenn der Wein wie in diesem Fall gut ist, habe ich aber nicht viel einzuwenden...

Was ich aber anders als Du sehe: Das Drum-Spiel Mancinis ist der Hammer! Nicht nur beim abgefahrenen ENIGMA MACHINE - auch bei allen anderen Songs leistet "der Neue" eine technische Meisterleistung ab die anders als bei Portnoy nicht im Selbstzweck endet sondern mit dem jeweiligen Song verschmelzt. Da müssen mehr als zwei Arme und Beine im Spiel gewesen sein...

Was mir bei der Produktion auffällt: Die Gitarren sind fast übertrieben im Vordergrund, so dass Gesang, Keyboards und Bass nur bei ruhigeren Parts richtig zur Geltung kommen. Habe den 5.1 Mix noch nicht gehört, aber in der regulären Version wird meines Erachtens deutlich, wer innerhalb der Band die Hosen anhat...oder wie siehst du das?

Veröffentlicht am 20.09.2013 11:13:28 GMT+02:00
Drummer meint:
Klasse Rezi! Hatte mir selbst überlegt, eine zu schreiben, aber du fasst das hervorragend zusammen.

Für mich sind DT sowas wie die AC/DC des Progressive Metal. Man weiß eigentlich schon vorher, was einen erwartet. Die Hoffnung ist dann, dass das Ganze mit so viel Herzblut und Konsequenz eingespielt wurde, dass der vorhersehbare Sound nicht die Begeisterung schmälert. Auch wenn mancher diese Band allein schon für die Tatsache, dass hier Toptechniker am Werk sind, über alle Maßen blind verehrt, muss doch kritisch festgehalten werden, wie bekannt einem die meisten Arrangements vorkommen - zumindest mir.

Man hört auch an der Produktion, dass John Petrucci die Hosen anhat, aber das war ja eigentlich schon immer der Fall, früher wars halt auch noch Mike Portnoy, aber seit dessen Abgang dürfte John ganz klar das Zepter in der Hand halten.
Der "neue" Drummer Mike Mangini ist zwar technisch brilliant - mir als Hobbydrummer ist es eh ein Rätsel, wie heftig Mike Portnoy von seinen Fans als weltbester Drummer gefeiert wird, er ist natürlich sehr gut, hat aber auch ganz klar Schwächen, wie er übrigens auch selber zugibt (z.B. hat ers nicht so mit den Rudiments) - und kann sicherlich problemlos alles spielen, was von ihm verlangt wird. Es fehlt aber sowas wie eine eigene Handschrift. Ich nehme sein Drumming zwar mit einem sehr wohlwollenden Kopfnicken wahr, bin aber gleichzeitig erstaunt, wie sehr es an mir vorbei rauscht, ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Zumal ich das Gefühl habe, seine Hi-Hats überhaupt nicht wahrzunehmen, weiß nicht, ob das am Frequenzbereich oder dem Mix liegt.

Irgendwie kommen mir die Jungs manchmal wie ein "Darsteller aus der Erotikbranche" ;-) vor, welcher glaubt, seiner Partnerin allein durch Größe und Ausdauer automatisch Befriedigung verschaffen zu können, ohne Wert auf Gefühl zu legen.
Nichtsdestotrotz eine gute Platte, momentan bei mir zwischen 3 und 4 Sternen. Leider halt sehr vorhersehbar, man kann eigentlich meistens schon vorher erahnen, in welche Richtung sich der jeweilige Track entwicklen wird. Etwas mehr Innovation hätte dem Album nicht geschadet. So hab ich manchmal das Gefühl des zu vertraut seins etlicher Passagen.

Daher: Gut, aber leider nicht überragend. Fans können aber völlig blind zugreifen, Einsteiger sollten erst mal die ersten drei Alben ("When Dream and Day unite"; "Images and Words"; "Awaken") sowie "Scenes from a memory" antesten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 14:29:42 GMT+02:00
Konsequente Fortführung des Vorgängers, aber warum müssen DT immer so viel (synthetische) Streicher einbauche. Da wirkt gleich alles so süßlich zugekleistert. Stattdessen könnte doch Jordan Rudess mal seine Klangteppiche erweitern...
‹ Zurück 1 2 3 Weiter ›