Kundenrezension

34 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abwechslungsreich, persönlich, schön - Ketevan!, 20. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Ketevan (Audio CD)
"Ketevan" - das ist nicht nur der Name ihres sechsten Studioalbums, nein Ketevan ist auch der eigentliche Vorname der in Georgien geborenen Katie Melua. Auch auf diesem Longplayer bleibt sich die inzwischen verheiratete 29-jährige Sängerin treu: Sanfte Popmusik mit Einflüssen von Folk, Blues und Jazz. Zumindest stilistisch gibt es also auf "Ketevan" kaum Neues, inhaltlich kommt sie mitunter aber deutlich ironischer als bislang gehört daher. Katie arbeitet auch auf diesem Album wieder mit ihrem Entdecker und Dauerproduzenten Mike Batt zusammen, schrieb aber wesentlich mehr Songs selbst. Um der "Zweckehe" neue Impulse zu verleihen ist erstmals auch Batt's Sohn Luke als Co-Produzent dabei.

Trotz ihrer Hochzeit hat Melua die Herzschmerz-Songs nicht verlernt, auch Ketevan wird geprägt von Balladen. Im jazzigen "Love is a silent thief" geht es über nachlassende Leidenschaft in einer bestehenden Beziehung. Der Song ist geprägt von Schlaginstrumenten und könnte von der Dramaturgie auch der Titeltrack eines James Bond Films sein. In "The Love I'm Frigtened Of" singt Katie über das Suchen und Finden des Traumpartners, die Zerbrechlichkeit einer jungen Beziehung und den Erhalt der Liebe, um den man immer wieder neu kämpfen muss. Ein Song, der mit seinem Arrangement auch auf einem Joshua Kadison Album zu finden sein könnte - und das ist durchaus positiv gemeint. Weitere tolle Balladen mit viel Gefühl sind "Never Felt Less Like Dancing" und "Sailing Ships From Heaven".

Mein Lieblingstrack auf dem Album ist aber das stilistisch völlig andere "Shiver and Shake", in dem sie aus ihrer Zeit in Georgien singt. Ein Track wie aus einer Westernsaloon-Jukebox, fast würde ich sagen Rockabilly-Musik. Sie singt nicht nur vom Tanzen - sie animiert regelrecht dazu: "Hey now baby, I'm a rattle snake, watch me do the shiver and shake". Prägnanter Beat der musikalisch an "This boots are made for walking" erinnert, starke Nummer.

"If there was an idiot school, I would be the top of the class" - eher ironisch ist der Text von "Idiot school", musikalisch geprägt von 60er Jahre - Jazz und Swing. In eine ähnliche Kerbe schlägt "Mad Mad Men", ein bisschen flotter, lässiger und Blues-lastiger als "Idiot school". Erinnert mich von der Melodie vor allem in der Hookline ein wenig an "Far far away" von Slade.

"I will be there" ist wohl der bislang bekannteste Song des Albums. Diesen Titel hat sie zum 60-jährigen Thronjubiläum der Queen geschrieben und bei der großen Gala im Buckingham Palast uraufgeführt. In dem Lied geht es nicht speziell um die Queen, sondern generell um Mütter und starke Frauenfiguren. Ein Orchesterarrangement gibt dem Lied den passenden Rahmen, Katie's Stimme und die Melodie harmonieren perfekt! Toll!

Fazit: Ein Album abseits des Mainstream, aber nicht fernab des Massengeschmacks. Wer bislang ein Fan ihrer Musik war, wird auch hier nicht enttäuscht. Nicht so populär wie "The House" orientiert sie sich eher wieder Richtung ihrer ersten Longplayer. Es gibt nicht unbedingt DEN EINEN ganz großen Song, trotzdem entstand ein abwechslungsreiches, gut produziertes und persönliches Album, das von Katie's unverwechselbarer Stimme getragen wird.

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Kommentare


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1-10 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 20.09.2013 08:37:52 GMT+02:00
Schön, daß ausgewählte Titel des Albums ausführlich erläutert und bewertet werden. Gute Schreibe, "hilfreich"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 08:51:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.09.2013 08:51:36 GMT+02:00
N. Werner meint:
Vielen Dank für Ihr Lob.

Veröffentlicht am 20.09.2013 09:29:19 GMT+02:00
K. Camlicali meint:
Ist in dem Booklet diesmal die Songtexte gedruckt?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 10:17:13 GMT+02:00
S. Wien meint:
Ja, im Booklet sind die Songtexte :-)

Veröffentlicht am 20.09.2013 13:21:57 GMT+02:00
Chipper meint:
Wirklich tolle Rezension, der ich mich nur anschließen kann! Ich finde "Idiot school" sehr witzig. Habe ich von Katie Melua so nicht erwartet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.09.2013 13:42:23 GMT+02:00
N. Werner meint:
Auch hier vielen Dank. Es ist immer sehr schön wenn die Mühe einer Rezension honoriert wird.

Veröffentlicht am 25.09.2013 16:36:44 GMT+02:00
Norbert Carls meint:
Der Satz

"(...)" schrieb aber wesentlich mehr Songs selbst"

stimmt nicht.

Sie ist lediglich in 6/11 Songs als Co-Writerin genannt, im Gegensatz zu ALLEN Vorgaengeralben ist kein einziger reiner Katie-Melua-Song dabei, das sollte schon erwaehnt werden.

"I will be there" wurde nicht von Katie Melua geschrieben, sondern von Mike Batt, und meines Wissens auch nicht "zum 60-jährigen Thronjubiläum der Queen", sondern als Widmung an Mike Batts Mutter,

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.09.2013 17:35:38 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.09.2013 18:57:59 GMT+02:00
N. Werner meint:
Hallo Herr Carls,

ich stelle natürlich keine Behauptungen auf, die ich nicht vorher recherchiert habe. Für mich gehören in eine Rezension nämlich fundierte Fakten und keine ausgedachten Geschichten um den Inhalt aufzublähen.

Sie schreiben, dass Mike Batt "I will be there" alleine geschrieben hat und er es für seine Mutter und nicht für die Queen geschrieben wurde. Dazu nehmen Sie bitte folgenden Interviewausschnitt zur Kenntnis (Quelle Weser Kurier online):

teleschau: "Dafür sangen Sie Ihre Single "I Will Be There" bei der Coronation Gala im Buckingham Palace anlässlich des diamantenen Thronjubiläums der Queen..."
Melua: "Ja. Ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein Stück für die Queen zu schreiben und damit bei ihrem Jubiläum aufzutreten. Zusammen mit meinem langjährigen Produzenten Mike Batt setzte ich mich dann dran. Das hat Monate gedauert, weil es es nicht leicht ist, etwas über die Queen zu schreiben, ohne dabei kitschig zu klingen oder herumzuschleimen. Letztlich haben wir es aber doch etwas allgemeiner gehalten - in dem Lied geht es nun um Mütter und starke Frauenfiguren."

Auch zum Thema Songwriting hat sich Melua in diesem Interview geäußert:

teleschau: "Der Song ist Teil Ihres neuen Albums "Ketevan", das nach Ihrem "richtigen" georgischen Vornamen benannt ist. Gibt es einen besonderen Grund dafür?"
Melua: "Ich habe auf dieser Platte nicht nur gesungen, sondern wieder mehr am Songwriting mitgewirkt, was eine sehr viel persönlichere Angelegenheit ist. Beide Aspekte spiegeln mich als Künstlerin wider, insofern hat sich die Titelgebung richtig angefühlt. Hinzu kommt, dass auf dem neuen Album meine georgische Seite wieder etwas mehr zum Vorschein kommt..."

Ich hoffe ich konnte Ihnen hiermit aufzeigen, dass meine Ausführungen in der Rezension nicht aus der Luft gegriffen sind.

PS. Ich finde es nicht besonders fair, "nicht hilfreiche" Bewertungen auf Grundlage von Vermutungen zu treffen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.09.2013 18:21:05 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.09.2013 18:29:32 GMT+02:00
Norbert Carls meint:
Die Song-Credits stehen auf der CD bzw. im Booklet.

Das "nicht hilfreich" musste wegen der falschen Angaben zu den Song-Credits kommen (die auch der Kern meiner Kritik an dem Album sind, wem nun "I Will Be There" gewidmet ist, soll mal nebensaechlich sein). Kein einziger Song ist von Katie Melua alleine, und auch nur bei 6 von 11 wirkt sie ueberhaupt mit. "I Will Be There" ist laut Album-Credits alleine von Mike Batt (was auch nicht zu ueberhoeren ist). Was in irgendeinem Interview (angeblich) gesagt wird, kann unmoeglich als Beleg dienen. Wir muessen uns das schon an das Produkt halten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.09.2013 18:50:40 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.09.2013 19:01:02 GMT+02:00
N. Werner meint:
Ich kann die Song Credits auch lesen, nur interpretieren vermag ich sie nicht. Sie sagen nichts dazu aus, wer an welchem Song wie viel Anteil hat. Das zitierte Interview ist nur exemplarisch. Ich habe Mehrere gelesen sowie im Fernsehen gesehen, die alle in die gleiche Kerbe schlagen. Nahezu überall äußert sie sich, dass sie bei diesem Album mehr zum Songwriting beigetragen hat. So geht es in vielen Titeln zum Beispiel um Georgien, ein Thema zu dem Mike Batt sicherlich nicht viel beitragen kann. Letztendlich wird er aber die finale "Abnahme" der Songs vornehmen bzw. die Verantwortung dafür haben, weshalb Katie Melua überall nur als Co-Writerin genannt ist.

Dass sie ihre Aussagen nur "angeblich" so getätigt hat ist eine Unterstellung an mehrere Medien, die Interviews oder Teile davon erfunden zu haben. Dagegen spricht, dass ich diese Kernpunkte der Interviews schon von Katie selbst in Fernseh-Interviews gesehen habe (teils auf Englisch).

Ich möchte mich hier nicht mit Ihnen über unseren verschiedenen Sichtweisen streiten, sondern wollte Ihnen nur Aufzeigen, dass meine Ausführungen nicht meiner Fantasie entspringen.
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N. Werner
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