Kundenrezension

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2.0 von 5 Sternen Reiseziel unbekannt, 27. November 2011
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Rezension bezieht sich auf: Pump Iron (Audio CD)
"He was looking for new sounds and grooves in the search for inspiration and the result was he played and sang better than ever." Man muß kein Fan von Alvin Lees vormaliger Band Ten Years After sein, um Chris Welchs Bewertung von Alvins Soloalbum "Pump iron" nicht zu teilen. Die Scheibe, so Welch in seinen Linernotes weiter, "was cut ... during a period when Alvin was experimenting and trying out new techniques". Genau diese Soundbastelei in Kombination mit unausgereiften Songideen macht die CD für mich nur schwer genießbar. Flitzefinger Lee macht sich mit ihr auf eine musikalische Reise, deren Ziel er offenbar selbst nicht kennt. Bester Titel des Albums ist für mich bezeichnenderweise eine Coverversion. Es handelt sich um das Traditional "Midnight Special", das der CD als Bonustrack hinzugefügt worden ist, übrigens von Alvin selbst als "one of my all time favourites" bezeichnet. Im Vergleich z. B. zur ebenfalls ansprechenden Version von Creedence Clearwater Revival geht der Song richtig gut ab. Aber auch bei diesem Titel konnte Lee das nachträgliche Herumbasteln, genauer das Overdubbing des Gesangs und das Einfügen neuer Gitarrensoli, nicht lassen. Dadurch klingt auch dieser Song irgendwie unorganisch, künstlich. Doch der Reihe nach. Mit dem einfallslosen Stampfer "One more chance" und dem unscheinbaren Liedchen "Try to be righteous" beginnt "Pump iron" bereits eher enttäuschend. "You told me" und "Julian Rice" sind recht behäbige Rock-Songs. Die country-mäßigen "Time and space" und "It's all right now" wirken im Gesamtkontext der Scheibe deplaziert. "Burnt fungus" ist ein treibender Instrumental-Jam, der ebenfalls wie soviele andere Songs mit "sound effects" aufgemotzt worden ist. Tiefpunkt des Albums ist das schmalzige Liebesliedchen "The darkest night", zu dem Chris Welch in seinen Linernotes offenbar auch nichts eingefallen ist. Beim 6-Minuten Song "Let the sea burn down" schließlich hat Alvin Lee die Soundbastelei dann total übertrieben. "It's full of sound effects and thunder" wird er im Begleittext zitiert, wo er auch genauestens ausführt, wie schwierig es sei, einen echten Donnerschlag auf Band zu dokumentieren. Das ganze Song-Monstrum klingt wirr und auf Dauer ermüdend. Insgesamt wirkt "Pump iron" - erschienen 1975 nach Alvin Lees in Kooperation mit dem Songwriter Mylon LeFevre erschienener Scheibe (1973) und dem guten Livealbum "In flight" (1974) - somit recht orientierungslos. Wie viele andere Rockmusiker damals ist der Gitarrist und Sänger bei diesem Werk den Verlockungen der Studiotechnik erlegen. Für Alvin Lee ein eher unrühmlicher Beginn seiner Solo-Karriere nach Ten Years After.
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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.04.2013 20:15:23 GMT+02:00
selten eine so schlechte Rezension gelesen. Nicht auskennen und wichtig machen ist auch eine Tugend!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.05.2013 18:53:08 GMT+02:00
birddog meint:
Ich bin ein großer Fan von Alvin Lee. Gleichwohl muß Kritik an seinem Schaffen erlaubt sein. Nicht jede seiner Scheiben - und ich besitze zahlreiche in meiner CD-Sammlung - verdient die Höchstnote. Auf "Pump iron - ich bleibe dabei - wirkt der Gitarrist recht orientierungslos und von den Errungenschaften der Studiotechnik in Beschlag genommen. Im übrigen habe ich ich mich um eine differenzierte Bewertung des Albums bemüht. Kritik an Rezensionen muß erlaubt sein und Geschmäcker sind nun einmal verschieden. Wenn Kritik, dann aber bitte ebenfalls in differenzierter Form und nicht so pauschal.
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