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Kundenrezension

15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Abend, um endlich mal wieder ein Live-Album zu machen, 4. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Joe Cocker - Fire It Up: Live (DVD)
Sowohl Joe Cocker selbst, als auch der Verfasser des offiziellen Pressetextes für das neue Live-Album, scheinen nur als Video veröffentlichte Konzertmitschnitte nicht als Alben zu zählen, denn der eine sagt während des Mitschnitts in Köln von der Bühne aus ins Publikum und der andere schreibt: "Fire it up - Live" sei das erste Live-Album seit 23 Jahren. Das stimmt nur auf die reine Audiokonserve bezogen. Das schlicht "Joe Cocker Live" betitelte Album der "One night of sin - Tour" erschien 1990, also wirklich vor inzwischen 23 verbrauchten Kalendern. Dem folgte aber, wenn auch ausschließlich in Video-Formaten veröffentlicht, 1992 noch ein Mitschnitt der nächsten Tournee aus der Westfalenhalle Dortmund (seit 2004 unter dem Titel "The best of Live" auch auf DVD erhältlich) und das ebenfalls nur als DVD veröffentlichte Album "Across from midnight Tour", aufgezeichnet 1997 vor der wunderbaren Kulisse der Berliner Waldbühne.
Wie auch immer, auch 1997 liegt natürlich schon viel zu lange zurück, als das von diesem begnadeten Live-Performer ganze fünf Tourneen, bis auf ein paar Ausschnitte, die hier und da lieblos als Bonus verbraten wurden, undokumentiert blieben.
So sind Joe Cocker Live-Alben schon allein wegen ihrer Seltenheit ein besonderes Ereignis.

Und diesmal gibt es kein Audio- oder Video-Album, sondern das volle Programm. "Fire it up - Live" erscheint in allen zurzeit denkbaren Formaten: als reiner Audiomitschnitt als Doppel-CD, Dreifach-Vinyl, Audio-DVD oder mp3, sowie in den beiden Videoformaten DVD oder BluRay und auch noch als Deluxe-Ausgabe in einem großzügigen Karton, der DVD+2CD enthält (in der Aufmachung so wie sie auch einzeln zu haben sind, lassen sich also gesondert von dem großen Karton ins Regal stellen) samt eines etwa 30x30cm großen 24seitigen kartonierten Foto-Booklets und eines Posters, dass das Covermotiv in A1-Format abbildet. Die Deluxe-Ausgabe ist, im Gegensatz zu vielen anderen Über-Editionen der letzten Jahre, wirklich fair kalkuliert. Sie kostet kaum mehr als DVD und Doppel-CD einzeln gekauft auch kosten würden und bietet in Aufmachung und Umfang für den Fan einen echten Mehrwert, nicht nur den Sammlerwert. Und egal in welchem Format: immer ist es das mit 21 Songs knapp zweistündige komplette Konzert-Set.

Soweit das Faktische und die Qualität? Überragend - in Auswahl, Bild und Ton!
Auch wenn die Plattenfirma verkaufsfördernd mit dem Aufkleber-Spruch "Best of - Live, mit allen Hits!" wirbt, ist das etwas irreführend. Es handelt sich um ein amtliches Tour-Konzert, ohne Extrawurst für den Abend des Mitschnitts, kein kalkuliertes Greatest-Hits-Programm - gut so! Das wäre auch einigermaßen langweilig geworden. Ein gutes Dutzend seiner großen Hits spielt Cocker selbstverständlich, aber eben auch mit ganzen acht Songs einen großen Teil vom aktuellen Sudio-Album "Fire it up".

Auch wenn insbesondere die neuen Songs sich nah an der Struktur der Studiofassungen orientieren, bekommen sie Live doch deutlich mehr Dampf, werden noch ein gutes Stück intensiver, als auf dem ohnehin schon sehr kraftvollen Studio-Album des letzten Jahres. Cockers Live-Band ist einfach phantastisch, spielfreudig, immer perfekt und professionell, aber nie blind routiniert. Cocker selbst, wie stets, konzentriert, introvertiert, dankbar und demutsvoll und kräftig krächzend bei Stimme. So sehr man ihm seine 69 Jahre auch ansieht, der Kraft seiner Stimme und der Dynamik des Konzerts ist es nicht anzumerken. Schon nach dem starken Opener "I come in peace" vom aktuellen Album, entledigt sich Cocker seines Jacketts, um bewegungsfrei und atmungsaktiv die Rolle 45 Jahre rückwärts bis in die Frühphase seiner gleichmäßig von Licht und Schatten gesäumten Karriere zu wagen und ein herrlich frisches "Feelin' alright" von seinem Debüt-Album hinterher zuschicken.
Damit ist das Spektrum des Programms abgesteckt: Vom ersten bis zum aktuellen Album, in wilden Sprüngen kreuz und quer durch alle Schaffensphasen Cockers. Insbesondere bei den Klassikern drehen die Musiker virtuos auf, dürfen viel mehr zaubern, als auf den oftmals doch etwas glatt geratenen Studioplatten erlaubt war. So muss ein Konzert, ein Live-Album sein - lebendig!

Die Kameraführung für die Videoformate hat zuweilen etwas majestätisches, so dick sich das jetzt auch lesen muss. Ohne hektische Bildschnitte schwebt man mit der Kamera durch die riesige Lanxess-Arena in Köln über die 13.000 Köpfe der Besucher hinweg. Gestochen scharfe Bilder, die nie so nah ran gehen, dass man sich dabei ertappt Joe Cockers Nasenhaare zu zählen. Schnitt und Kameraführung bei Konzertaufnahmen sorgen zwar immer wieder unter Fans für Diskussionen und sind letztlich in hohem Maße einfach eine Frage der persönlichen Vorliebe, aber das Ergebnis hier, kann man getrost als meisterlich bezeichnen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Totalen aus mehreren Perspektiven, nicht zu nahen Nahaufnahmen, Fokussierungen auf Solisten und atemberaubende Weitwinkel Sequenzen ins Innere der Arena.

Ob nun nur für die Ohren oder für Augen und Ohren, "Fire it up - Live" ist nicht einfach nur ein Tournee-Souvenir, es ist ein wirklich besonderes Album geworden. Bild und Ton taugen als Referenz. Mir liegt die DVD vor, ob es bei der BluRay noch Steigerungen gibt, will mir kaum vorstellbar scheinen. Songauswahl und Performance - und darum sollte es bei einem Konzert mehr gehen, als um endoptimierte Bildschärfe - sind mehr als überzeugend. Es war offenbar ein guter Abend für Cocker, Band und Publikum, ein guter Abend, um endlich mal wieder ein Live-Album zu machen.

Nach dem einzigartigen "Mad Dogs & Englishmen" (1970) und dem bereits erwähnten "Joe Cocker Live" (1990), ist "Fire it up - Live" nun denn wirklich erst das dritte offizielle, weltweit veröffentlichte Live-Album, was in dieser nun bald 50 Jahre währenden Karriere als LP oder CD erscheint. So sehr jedes dieser drei Alben aufgrund des enormen zeitlichen Abstands eine andere Ära repräsentiert, fast schon einen anderen Joe Cocker, eint sie doch der besondere Status, den sie unter den Fans genießen. Und das keineswegs nur wegen der Seltenheit von Live-Alben in Cockers Gesamtwerk, sondern vor allem ihrer Qualität wegen.
Da auf allen dreien "Feelin' alright", "The letter" und das den Beatles entrissene "With a little help from my friends" im Set enthalten sind, lässt sich Cockers Evolution wunderbar nachzeichnen - schlechter geworden ist er nicht! Auch wenn die 70er Aufnahme natürlich auf ewig ein besonderer Mythos umwehen wird.
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Kommentare


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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.12.2014 12:52:48 GMT+01:00
Nach dem viel zu frühen Tod des Meisters ein wunderbarer Rezension, Danke

Veröffentlicht am 28.08.2015 09:17:29 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.08.2015 14:13:36 GMT+02:00
G. Baker meint:
Hier liegt wohl ein Gehörschaden vor,Referenz Ton! 5.0 Mix und Master unterirdisch schlecht,es ist damit meine schlechteste Musik Blu-Ray! Wie es hätte sein können,ist beim PCM Stereo zu hören der ist überzeugend.Das Konzert ist natürlich Klasse-Joe Cocker das Bild und PCM-Ton.Aber das was eine Musik Blu-Ray ausmachen sollte ist nicht vorhanden,von Referenz ist nur das Bild!Ic h hatte mir auch die DVD gekauft in der Hoffnung auf besseren Mehrkanalton,leider auch nicht besser,Bild schlechter wie BluRay-kein PCM.Also wieder verkauft,die DVD: Ich habe mich gefreut auf eine BluRay von Joe Cocker,als ich sie dann hatte war es enttäuschend,wohl bemerkt nicht wegen Joe Cocker!
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