Kundenrezension

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starke Hymnen, 3. Februar 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Straight Out of Hell (Limited Premium Edition) (Audio CD)
Wie bei allen Bands, die nach ihrer Hoch-Zeit einige Veränderungen im Line-Up hatten, scheiden sich auch an Straight Out Of Hell die Geister, und wer eine andere Meinung hat, hat keine Ahnung etc. Ja, Deris ist nicht Kiske. Ja, der Sound hat sich geändert. Ja, beim x-ten Album zwanzig Jahre nach Erfindung des Happy Metal und Bandgründung haut man nicht mehr Neues und Einmaliges raus wie Ende der 80er beim dritten und vierten Album. Na und? Wenn eine Band wie Queen danach bewertet worden wäre, wäre sie nie groß gewesen. Denn zwischen Queen / Queen II und den Nachfolgern liegen auch Welten, und dass Bohemain Rhapsody und Radio Gaga von einer Band (mit dem gleichen Line-Up!) stammen, mag man auch kaum glauben (wenn da nicht diese markante Stimme wäre).

Wie auch immer - ich persönlich finde Straight Out Of Hell einen würdigen und grandiosen Nachfolger des schon großartigen Albums Seven Sinners. Erneut gibt es superschnelle und Midtempo-Nummern, hymnenartige Refrains und krachende Gitarren. Und dieses Mal mehr noch als beim Vorgänger auch diese tollen zwei- und mehrstimmigen Soli, die man bei den Keeper-Alben und davor geschätzt hat (und die einen in ihrer Vielstimmigkeit teils auch an Brian Mays Sound erinnern).

Mit Nabatea geht es gleich ungewöhlich los - orientalischer Sound meets Metal, abwechsllungsreiche Passagen, einige schöne Tempiwechsel und viel viel Dramatik nach dem Gitarrensolo. 5/5 Punkten.

World Of War hat wieder die helloween-typischen Gitarrenriffs und mehrstimmigen Soli (für die witzigerweise mit Gerstner oft gerade der verantwortlich zeichnet, der zu den Keeper-Zeiten nicht dabei war). Manchmal denke ich bei dem Song an Eagle Fly Free (nicht nur wegen des Bass-Solos), und auf jeden Fall haut der Song voll rein. 5/5 Punkte.

Live Now ist ein Song, der live wegen des Refrains gut abgehen dürfte. 5/5 Punkte.

Far From the Stars ist klassisches Großkopf-Happy-Metal. Treibende Rythmen und schöne mehrstimmige Gitarren. 5/5 Punkte.

Burning Sun hat etwas sperrige Strophen (was ich ganz schön finde) und dann DEN Hymnen-Refrain des Albums, der mich an klassisches 80er-Metal meets die neuen Sachen von Hammerfall erinnert. Ich hoffe, den Song live zu hören.... 5/5 Punkten

Waiting for the Thunder ist dann mal midtempo und erinnet mich in den Strophen eher an Bela B. als Helloween;-) Nettes Piano, aber insgesamt kommt es an die songs davor nicht ran. 4/5 Punkten.

Hold Me in Your Arms ist eine typische Metalballade, die aber etwas zu dick aufträge und trieft vor Kitsch. Da gab es mal besseres.... 3/5 Punkte.

Wanna Be God als Tribut an Freddie Mercury (eigentlich eher an Brian May, der hat nämlich We Will Rock You komponiert) gefällt dem Queenfan natürlich gut. Wäre auch live ein schönes Mitgröl-Experiment. 5/5 Punkte.

Straight Out Of Hell ist wieder ein flotter Metalsong, klassisch Helloween mit tollem, etwas poppigem Refrain (und das ist nicht negativ gemeint). 5/5 Punkte.

Asshole ist ein Midtempo-Song mit interessant gesetzten Strophen (hoher Achtel-Bass, zurückhaltende Keys/Gitarre). Alles in allem aber nicht so gut wie die Songs des ersten Teils des Albums. 4/5 Punkte.

Years erinnert mich etwas an The Sage, the Fool, the Sinner vom Vorgänger. Sehr abwechslungsreich mit etwas "unruhigen" Strophen und dafür einer sehr straighten Bridge und einem straighten Refrain mit viel Melodie und "auf und ab". Ein wenig habe ich beim Refrain manchmal an Schlager meets Metal gedacht, weil es wirklich ein Gassenhauer-Mitschunkel-Refrain ist. Ich mag den Song. 5/5 Punkte.

Make Fire Catch the Fly ist nett, aber nix Besonderes. 3,5/5 Punkte.

Church Breaks Down fängt großartig mit Orgel etc. an. Sehr treibend, vor allem im Refrain, aber auch nicht einfach durchgestampft. 4,5/5 Punkte.

Another Shot of Life geht poppig los und wird dann besser, vor allem im Rythmusteil sehr filligran. Hat etwas vom typischen 80er-Metal, aber so überzeugend wie die meisten anderen Stücke ist es nicht. 4/5 Punkte.

Burnig Sun mit Hammond Orgel zeigt, dass nicht alles, was mit Gitarren geht, auch mit Hammond-Orgel geht. 4/5 Punkte.

Ich höre das Album derzeit rauf und runter und freue mich auf die Tour. Hoffen wir, dass sie - anders als letztes Mal, als es ein Best of-Keeper-Konzert mit ganzen drei Songs von Seven Sinners wurde - diesmal schwerpunktmäßig neue Songs auf die Ohren gibt. Und vielleicht vielleicht traut man sich ja, die Keys mal live und nicht vom Band einzuspielen.

Ach ja - das Cover ist an sich cool. Aber auch Metalfans werden älter und da lassen die Augen nach - wäre die orange Schrift mit Schatten auf orangem Grund die Abschlussarbeit eines Grafikdesigners gewesen, wäre er, so ich der Prüfer gewesen wäre, bei mir durchgefallen.

Fazit: Wer klassisches Helloween hören will, das im 21. Jahrhundert angekommen ist (und wer Deris gerne hört, auch wenn er ganz anders als Kiske singt), der kann dieses Album bedenkenlos kaufen. Wer Kiske und den Keeper-Zeiten hinterhertrauert, sollte lieber die alten Scheiben auspacken.
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Kommentare

Von 1 Kunden verfolgt

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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.02.2013 19:25:26 GMT+01:00
Birgit Weber meint:
Super Feedback! Wundere mich immer noch über alle üblen Kommentare! Freu mich auf die Tour. Wer es nicht hören will, soll es bleiben lassen!!! Nur so viel: Kritisieren ist scheinbar eine Tugend geworden! Lang lebe Helloween mit Andi, Dani, Sascha, Markus und sowieso Weiki! Cheers!!! Kiske und Kai sind Vergangenheit, Ingo leider nicht mehr unter uns!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2013 10:19:45 GMT+01:00
Sven G. meint:
Danke;-) Mir persönliche gefallen die Deris-Songs übrigens besser als die meisten Kiske-Songs. Die ganzen Deris-Basher sollten auch mal daran denken, dass Deris der Haupt-Songwriter bei Heollween ist....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.02.2013 10:56:59 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 09.02.2013 09:52:58 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 16.02.2013 05:45:16 GMT+01:00
Anvar666 meint:
Sehr schöne Rezension, vielen Dank!

Veröffentlicht am 07.08.2013 18:44:41 GMT+02:00
Iron Jost meint:
Sehr gutes Feedback!
Ich selbst bin zwar mit den Kiske Alben aufgewachsen, schätze aber die Deris Sachen mittlerweile mehr.
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