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Kundenrezension

4.0 von 5 Sternen Schön und schrecklich zugleich, 13. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Heller als ein Stern (Gebundene Ausgabe)
Inhalt
Manchmal ist das Leben seltsam. Man begegnet Menschen, die die ganze Welt auf den Kopf stellen. Ich heiße Megan, bin fast 14 und habe ein Medulla…ähm…einen Hirntumor. Ich habe Krebs und liege zwischen vielen Kindern mit demselben Schicksal. Mein Bett gleicht einem Babybett, ich liege zwischen bunten Elefanten, Disneyfiguren und Spielzeug. Ich scheine hier die Älteste zu sein, bis auf Jackson. Ein merkwürdiger Junge, er lächelt den ganzen Tag als wäre das alles nur ein Witz. Und er redet, ununterbrochen…was für eine grausame Nervensäge. Er ist auch viel zu neugierig und sagt Dinge, die ich nicht hören will.
Das ist doch alles eine völlig verdrehte Realität…wo bleibt mein Wunder? Dieser Arzt, das Froschgesicht, muss sich geirrt haben.
Das Krankenhaus wird schon bald Megan’s zu Hause. Sie freundet sich mit den Schwester und Patienten an. Fernab von Freuden und Familie stellt sie sich ihrem Schicksal und lernt was es bedeutet schwer krank zu sein. An Krebs zu leiden verändert einfach alles, doch vor allem verändert Jackson sie. Es entwickelt sich eine tiefe Bindung, die Beiden Halt gibt und alles zu überstehen scheint. Selbst Krankheit und Tod.

Meinung
Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, ein wenig kindlich und doch oft zu Erwachsen für die sehr junge 13-jährige Protagonistin Megan. Am Anfang fand ich das ein wenig befremdlich, doch aufgrund der Umstände ist es dennoch passend. Wenn ein Mensch krank wird, denkt er einfach anders und junge Menschen sehen das Leben schlagartig von einer ganz anderen Seite. Sie sind oft allein, plötzlich in fremder Umgebung, der Reifeprozess wird beschleunigt. Die schnelle Veränderung der Umstände, gespickt mit einer kleinen Brise jugendlichem Humor, haben mich durch die Seiten fliegen lassen. Das Einzige störende war, dass es nicht in der Ich-Erzählform geschrieben ist, denn das hat oft eine zu große Distanz geschaffen, gerade zum Ende hin.

Die Geschichte ist sehr einfach aufgebaut. Ein Junge und ein Mädchen sind beide schwer krank und teilen somit ein gemeinsames Schicksal. Wo anfangs eine Antipathie ist, entwickelt sich schließlich etwas sehr Besonderes. Sie geben sich gegenseitig Halt, scheinen gemeinsam fernab von jedem weltlichen Übel zu sein. Keine Krankheit, kein Schmerz, nicht einmal der Tod, der allgegenwärtig ist, kann den Beiden etwas anhaben. Sie sitzen in ihrer Blase der Glückseligkeit und machen aus ihrer Situation das Beste. Man wird unwillkürlich mit der harten Realität auf einer Kinderkrebsstation konfrontiert. Es sterben liebgewonnene Charaktere, es geschehen so viele schreckliche Rückschläge und dennoch ist da dieses Licht. Der Wille zu Leben, die unbändige Stärke, die ein junger Mensche entwickelt, nur um das zu haben, was wir als absolut selbstverständlich sehen. Ein erfülltes Leben! Gesundheit! Die Autorin schreibt über die Geschehnisse mit einer grausamen Endgültigkeit, oft ist es einfach auch ein wenig hart. Es fühlt sich zu real an. Das mag seltsam klingen, aber sie zeigt dem Leser so viel Liebenswürdigkeit, wundervolle Charaktere und eine unendliche Masse an Menschlichkeit, um es schließlich gewaltsam zu entreißen. Immer wieder windet sich die Frage nach dem Warum in mir. WARUM muss ein Kind, eine so zarte, unschuldige Seele soviel Leid erleben? Und wie kann ein so junger Mensch eine solch unbändige Stärke entwickeln, was uns Erwachsenen oft nicht mal im Ansatz gelingt? Es ist unfair, aber so ist leider das Leben. Diese Tatsache fängt Frau Bryce auf und sperrt sie zwischen die Zeilen, wo sie von Zeit zu Zeit an mir gerüttelt hat und mir die Tränen in die Augen trieb.
Ein wenig störend empfand ich einige Verzögerungen, das Buch spielt nicht die gesamte Zeit über im Krankenhaus, sondern auch bei Megan daheim. Gerade zum Ende hin wird man als Leser einfach komplett im Dunkeln stehen gelassen. Meist ist das sehr reizvoll, man lechzt nach Antworten, aber an dieser Stelle war mir das zu viel. Es hat sich seltsam fremd angefühlt. Es hat mir Bauchschmerzen bereitet und schließlich fand ich es ein wenig unpassend. Die Auflösung war perfekt und emotional und dennoch hat es mir einfach nicht gereicht, ich fand es furchtbar unfair und schrecklich. Ich wollte mich selbst anschreien, dass es im Leben so abläuft, aber genau das wollte ich nicht. Es gibt viele solche Bücher, die ein trauriges und dennoch schönes Ende haben, aber hier war es einfach ein Knall, man erfuhr einfach Nichts und dann kam das Ende, wundervoll und trotzdem bleibt kaum etwas zurück, außer: Warum?
Und mein größtes Problem war, so und zwar genauso, stelle ich es mir auf einer Kinderkrebsstation vor. Das hat mich dann doch irgendwie gestört.

Die Personen sind sehr gelungen. Megan scheint sofort sehr stark zu sein. Wie sie mit der Diagnose und der Situation umgeht hat mich einerseits beeindruckt, anderseits sofort besorgt, denn sie hält so sehr an den Dingen fest die sie kennt und zeigt eine gewisse Gleichgültigkeit. Sie spricht ihren Verwandten gut zu, macht Witze und benimmt sich gespielt altersgerecht. Sie will nicht hören, wie die Krankheit verlaufen könnte oder wie ihr Umfeld reagieren wird. Alles völlig normal, würde ich schätzen, doch dann entwickelt sie sich in eine Richtung, die mich ruhelos machte. Sie wird innerhalb kürzester Zeit erwachsen, hat Gedankengänge, die ein so junger Mensch nicht haben dürfte. Sie ist so liebenswert, hilfsbereit, taktvoll und empathisch. Sie hat selbst eine so große Last und trägt doch die der anderen oft mit. Ich hatte eher das Gefühl über eine 18 Jährige zu lesen. Ob authentisch oder nicht, ich mochte sie sehr. Jackson, das erste, was mir bei ihm eingefallen ist. Er ist einfach ein goldiges Kerlchen. Ein Lächeln auf den Lippen, Lebensfreude in Hülle und Fülle, trotz schwerster Diagnose und ein unendlich großes Herz. Dieses Einfühlvermögen in die Kinder, der Humor, die lockere Art, die Hartnäckigkeit um Trost zu spenden und sich dennoch niemals wirklich aufzudrängen, waren wunderbar. Alle Charaktere waren generell sehr gelungen, sodass man aus der tiefen Traurigkeit kaum mehr auftauchen konnte.

Fazit
Ein Buch zum Nachdenken, ein Buch zum traurig sein. Ein Buch, was das Wesentliche im Leben unterstreicht und die ungeschönte Wahrheit über so Manches hervorbringt. Es war schön und schrecklich zugleich. Es ist dennoch ein seltsames Buch mit bitterem Nachgeschmack. Ich war auf eine Art getroffen, auf eine andere Art fand ich es teilweise unpassend. Eine vernünftige Bewertung ist nahezu unmöglich…
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