Kundenrezension

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergleichbar, 4. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Bach, Johann Sebastian 1685-1750 - Matthäus-Passion BWV 244 (DVD)
Seit fünfzig Jahren kenne ich die Matthäus-Passion, davon sehr viele Aufnahmen, selbst habe ich mindestens zehn Mal dieses Werk mitgesungen,aber eine solche Wiedergabe habe ich nie erlebt.

Ein wenig abgeschreckt von C. Lemke-Matwey ("Muss das alles sein, fragt man sich, und wird den Verdacht nicht los, dass man es hier mit einem so esoterischen wie amerikanischen Konzept von Armem Theater, von Abstraktion und Demut zu tun hat") habe ich nie entschließen können, die digital hall der Berliner Philharmoniker aufzurufen. Der Name Peter Sellars ermutigte mich ebenfalls nicht. Seine Mozart-Interpretationen überzeugten mich weniger. Also erwarte ich auch hier keine Bereicherung.

Nun kommt die Doppel-DVD und ich habe mich überwunden, diese zu erwerben, zu sehen und zu hören. Zuerst die Abbitte an Peter Sellars. Was er mit dem Chorleiter beinahe fünfzig Minuten austauscht, ist überzeugend, Kenntnis-gesättigt, emotional bewegend.

Matthäus-Passion ist kein abgehobenes Weihespiel, sondern ein Erzählung von Menschen, leidenden, wütenden, versagenden. Wachstum durch Schmerz und Trost im Leiden.

Hier wird eine Matthäus-Passion in einer Tiefe und Intensität musiziert, wie ich es noch nie erlebt habe. Obwohl ich das Werk so gut kenne, erfasst mich diese Darstellung.

Schier unglaublich, wie Padmore die Rolle des Evangelisten ausführt, nicht nur stimmlich, sondern als Mensch in all'seinen Dimensionen. Padmore durchleidet diese Geschichte.

Anderen geht es ebenso, Frau Kozena ebenso wie Thomas Quasthoff. Frau Kozena teilweise eine Furie, Sellars erklärt uns die Konzeption-überzeugend

Der Chor singt nicht nur, er spielt die ihm zugewiesenen Teile. Es wird auswendig gesungen. Da ist Raum für viel Gestaltung.
Kleine Anmerkung: beim problematischsten Chor dieser Passion ( Sein Blut komme über uns und unsere Kinder, von Rattle gänzlich anders genommen als üblich,vielleicht damit anti-semitische Spitze genommen,ausgerechnet bei diesem Chor gerät ein Zuschauer ins Bild, der gähnt! ausgerechnet).

Sellars hofft, dass mit dieser Konzeption eine neue Tradition begründet wird.Früher,unter Furtwängler, hätten die Berliner immer wieder diese Passion aufgeführt. Auch das Concertgebouw hatte über Jahrzehnte diese Tradition.

Angesichts der Intensität dieser Wiedergabe kann man diesen Wunscb nur unterstreichen.
Es ist eine neue Dimension dieses Werks eröffnet worden.

Unvergleichbar bisher.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.03.2014 04:52:31 GMT+01:00
Sagittarius meint:
Dieses Jahr, 28.2.1914,haben sie die Johannes-Passion aufgeführt. Von ebensolcher Intensität.Rattle stellt sich vielleicht sogar noch konsequenter in den Dienst der Inscenierung.Der geschundene Jesus flüstert eher als er singt.Daqs ist sehr beeindruckend,wirft zugleich die Frage auf, ist das noch die Johannes-Passion oder die Inscenierung von Sellars, der nicht auf die Kraft der Musik vertraut, sondern auf seine eigenen Bilder.Dennoch wieder sehr unter die Haut gehend.
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